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Intel ist mit dem 845G-Chipsatz auf dem richtigen Weg, so dass dieser die Nachfolge des legendären 440BX aus alten "Slot-1-Tagen" antreten kann. Die Eigenschaften des mit integrierter Grafik ausgestatteten Bausteins können sich sehen lassen: DDR333-Support bieten nahezu alle getesteten Boards, so dass die P4-Plattform attraktiver denn je geworden ist. Denn: In punkto Performance übertreffen Spitzenboards im Zusammenspiel mit DDR333-Speicher die Leistung von RDRAM-Platinen mit PC800. Damit ist klar, dass Rambus stirbt - wenn nicht PC1066 eine höhere und vor allem schnellere Verbreitung findet. Dennoch gibt es Grund für Kritik: Bei der Vorstellung des 845G-Chipsatzes in München standen neben der neuen Grafik vor allem die Gigabit-Netzwerkfunktion im Fokus. Des weiteren zeigte der Hersteller die Adapterkarte für den AGP-Slot, die den digitalen Anschluss eines TFT-Monitors ermöglicht. Unter allen Testteilnehmern hat nicht ein einziger den GBit-Chip von Intel (82540EM) verbaut. Der Grund liegt auf der Hand: Zu teuer für den Massenmarkt. Eine Sonderrolle übernimmt DFI im Test, indem im Lieferumfang eine Adapterkarte für den AGP beiliegt.
Die Laboringenieure stellen fest, dass das Gigabyte GA-8IGXP den besten Eindruck dieses Vergleichs (Teil I) vermittelt. Auffällig ist das Board-Design, was die Integration einer Vielzahl von Zusatzfunktionen zulässt. Dennoch kostet die Platine im Retailgeschäft lediglich 179 Euro und besitzt damit ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis. Zur Information: Einen Testsieger gibt es erst im zweiten Teil des 845G-Vergleichs. Wer das Hauptaugenmerk ausschließlich auf schiere Performance ohne Vollausstattung legt, der sollte das Asus P4B533-V näher in Betracht ziehen. Allerdings kostet die Platine 239 Euro und der Leistungsabstand zum Gigabyte bewegt sich im Promille-Bereich. Gerade im Hinblick auf den Endkundenpreis übt sich Asus nach wie vor nicht gerade in Zurückhaltung. Vielmehr erwarten die Anwender die Integration des von Intel vorgestellten GBit-Netzwerkchips.
Nach langer Abstinenz im Retailgeschäft ist Intel mit dem 845G-Chipsatz der Durchbruch gelungen. Er bietet die beste Performance im Zusammenspiel mit DDR333-Speicher, wobei demnächst sogar eine Variante ohne integrierte Grafik folgen wird. Freunde des Overclockings und wahlweise Umsteiger von der AMD-Plattform sind begeistert: Eine stabile Plattform mit Übertaktungspotenzial besteht aus einem Intel Celeron 1700 (mit P4-Willamette-Kern) basierend auf dem 845G samt 256 MB DDR266-Speicher. Der Gesamtpreis: 338 Euro. Für das gleiche Geld gibt es bei AMD einen Athlon XP 1800+, eine Platine mit KT333-Chipsatz und den gleichen Speicher.
Ein abschließender Kommentar zu allen Platinen: Der 845G-Chipsatz bietet für Hersteller, OEM-Einkäufer und Fachhändler um die Ecke eine solide Basis, um eine gesunde Marge zu erzielen. Die Weichen dafür wurden bereits gestellt.
Bitte lesen Sie die Fortsetzung DDR333 für P4: 16 Boards mit Intel 845G, Teil 2 .
