Die sechs Laptops haben einige interessante Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich am deutlichsten in den Bereichen Größe und Gewicht, Kapazität des Standardakkus und Grafikfähigkeiten zeigen. Wir werden in diesem Testbericht auf jeden einzelnen Punkt eingehen.
Mit einem Gewicht von 1130 g und 1000 g gehören das Dell Latitude X1 und Fujitsus P1510D in die Kategorie ultraleichter Laptop. Die anderen Geräte sind leichte Laptops, wobei das Toshiba Portege R200 mit 1290 g nahe an die ultraleichten Modelle herankommt. Aber hier darf man sich nicht täuschen lassen. Denn das Averatec 1000 mit 1641 g und das Sony VAIO mit 1379 g nennen eingebaute DVD/CD R/W-Laufwerke ihr Eigen und diese wiegt im Schnitt alleine mindestens 200 Gramm. Das Latitude X1 hat kein eingebautes Laufwerk, aber ein optionales externes DVD/CD R/W-Laufwerk, das 500 g wiegt. Mit Laufwerk trägt man dann also insgesamt 1630 g mit sich herum, die das X1 zum schwersten der drei Laptops mit internem oder externem DVD/CD R/W-Laufwerk machen.
Alle getesteten Laptops nutzen als CPU entweder den Intel Pentium M Ultra Low Voltage 733 oder den M Ultra Low Voltage 753. Beide Prozessor-Modelle werden im Gegensatz zu den Standardprozessoren mit einer Versorgungsspannung von weniger als einem Volt betrieben. Dies trägt maßgeblich zum geringeren Stromverbrauch der Ultra-Low-Voltage-Prozessoren bei. Der ULV 733 hat eine Taktfrequenz von 1,1 GHz, der ULV 753 ist mit einem maximalen Kerntakt von 1,2 GHz marginal leistungsfähiger. Das Latitude X1 und die Averatec 1000-Serie verwenden den etwas Pentium M ULV 733, die anderen vier Laptops den Pentium M ULV 753. Wie Sie später erfahren werden, wirken sich die Unterschiede bei den Hauptprozessoren geringfügig auf die Leistungsfähigkeit der Testmodelle aus.
THG testet die Akkuleistung mobiler Computer unter Verwendung des Standardakkus, also desjenigen Akkus, mit dem der Computer geliefert wird. Stellt uns der Hersteller außerdem einen Hochleistungsakku zur Verfügung, führen wir zusätzlich einen Akkulaufzeittest mit diesem Akku durch. Ein Blick auf die Ausstattungstabelle zeigt, dass sich die Kapazität der Standardakkus der einzelnen Notebooks erheblich unterscheidet. Das Dell X1 (27 Wh) und das Fujitsu Lifebook P1510D (28 Wh) werden mit relativ leistungsschwachen Standardakkus ausgeliefert. Das Toshiba Portege R200 kommt mit einem 38 Wh Durchschnitts-Standardakku daher. Die Averatec 1000-Serie (53Wh) das Sony VAIO (57Wh) und das Fujitsu B6110D (52Wh) zeichnen sich dagegen durch Standardakkus relativ hoher Kapazität aus. Die Menge der im Akku gespeicherten Energie steht aber im direkten Zusammenhang mit der erzielbaren Akkulaufzeit, wie wir weiter unten sehen werden. Vielleicht nehmen sich die Hersteller an den Testergebnissen ein Beispiel und bauen standardmäßig leistungsstärkere Akkus in ihre mobilen Computer ein. Es stimmt schon, leistungsstärkere Akkus sind größer und schwerer und der relativ geringe Gewichtsunterschied (162 g gegenüber 312 g beim X1) könnte den Ausschlag geben, dass ein Laptop nicht mehr in die Kategorie ultraleicht fällt, sondern zu den leichten Laptops gezählt wird. Dennoch ist die Betriebsdauer mit einer einzelnen Akkuladung ein so wichtiger Aspekt, besonders für Laptopkäufer im Gegensatz zu Notebookkäufern, dass ein leistungsfähiger Akku mitunter für das höhere Gewicht entschädigt. Viele Benutzer würden sich aber sicher eine Kombination aus Hochleistungsakku und geringem Gewicht wünschen. Alle Geräte sind mit einem in den Chipsatz integrierten Grafikchip ausgestattet. Naturgemäß ist Ihre 3D-Leistungsfähigkeit daher geringer als bei Notebooks, die über einen dedizierten Grafikchip verfügen. In vier der sechs Computer werkelt in der Northbridge des Chipsets 915GM(S) Intels aktueller PCIe-Grafikcore GMA900.Die beiden anderen Produkte basieren auf dem etwas älteren Chipsatz 855GM. In ihm sorgt mit dem Intel Extreme2- Grafikcore mit AGP-Interface für die Aufbereitung der Bilddaten. Neben dem unterschiedlichen Grafikinterface unterscheiden sich beide Cores hinsichtlich ihre internen Taktraten und Architekturen Notebooks auf Basis des 915GM(S) bieten daher mehr 3D-Funktionen und sind auf diesem Gebiet deutlich leistungsfähiger, als solche auf Basis der 855GM. Einem dedizierten Grafikchip kann der GMA900 aber sicher nicht das Wasser reichen. Bei einfachen 3D-intensiven Anwendungen wie Quake 3 Arena leisten sie aber gute Arbeit. Bei komplexeren modernen 3D-Spielen können sie im Idealfall Bildwiederholraten von 1-2 Bildern pro Sekunde bieten, was viel zu langsam ist.
