19:00 - 06/06/2003 von Vincent Alzieu

Der i950 ist schneller, sparsamer und besser als der Durchschnitt der Tintenstrahldrucker (ermittelt aus 70 Modellen, die seit 2000 auf den Markt gekommen sind). Er überrascht angenehm durch seine mäßigen Druckkosten pro Seite und durch die Druckqualität bei Office-Dokumenten, die deutlich besser als beim Vorläufer S900 ist. Grafiken sind brillant, Farbflächen homogen, und alle Buchstaben sind perfekt lesbar. Die Fotos sind hervorragend, man sieht keine Punkte und nicht das geringste Raster, selbst wenn man das Bild auf das Dreifache vergrößert. Man kann die Ausdrucke kaum von Laborabzügen unterscheiden.

Trotz der guten Bildqualität hat der Canon i950 einige Mängel. Es wäre nutzbringend, einen Sensor für die Papiererkennung und die automatische Druckereinstellung vorzufinden, wie es bei HP üblich ist.

Wie beim i850 konserviert das Papier die Farben auf Dauer nicht sehr gut, wenn lange offen und unter Tageslicht ausgesetzt bleibt. Es ist daher empfehlenswert, die Ausdrucke unter Glas oder in einem Album unterzubringen. Die Farbtreue könnte bei den Standardeinstellungen besser sein. Schwarz-Weiß-Bilder haben einen leichten Blaustich. Im Gegensatz zu den verkauften US-Modellen ist er in Europa zu teuer. Die Tinte dringt zu tief ins Papier ein. Man kann nicht beide Seiten bedrucken.

Werden oben genannte Ratschläge befolgt, kann man den Canon i950 als gelungenen Drucker bezeichnen. Schließlich ist er nicht auf Fotodrucke beschränkt, da er zahlreiche Büro-Drucker bei Textausdrucken überflügelt.


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