Tablets im Krankenhaus

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19:00 - 15/05/2003 von Axel Mino

Auch Thomas Schippert, Vizepräsident für Vertrieb & Marketing von Paceblade Europa, sieht den Tablet PC ausschließlich im Profi-Umfeld. Vor allem da, wo Fragebögen oder Formulare ausgefüllt werden müssen, bei Außendienst-Mitarbeitern und im medizinischen Umfeld sieht Schippert Absatzchancen: "Ärzte haben bisher oft in jedem Behandlungszimmer einen PC stehen. Jetzt ist nur noch maximal ein PC und ein Pen/Tablet PC nötig." Doch auch in Krankenhäusern lässt sich der Pen/Tablet PC sinnvoll einsetzen. Seit Oktober letzten Jahres läuft im Klinikum Chemnitz, einem Krankenhaus mit 1850 Betten, die Evaluierungsphase von Tablet PCs. Dr. Schlimpert, der Projekt-Verantwortliche, nennt die Hauptgründe für diese Entscheidung: "Seit der Einführung eines Systems zur digitalen Bildkommunikation (Pacs) gibt es die bisherigen konventionellen Röntgenfilme nicht mehr. Deshalb brauchten wir Geräte, mit denen digitale Röntgenaufnahmen betrachtet werden können." Vorher hatte das Klinikum auch den Einsatz von Notebooks oder Webpads geprüft. Doch die Laptops wurden von den Ärzten und Schwestern als zu unhandlich bewertet. "Erst ein Tablet PC mit WLAN erfüllte alle unsere Anforderungen", erklärt Schlimpert. Großen Wert legt Schlimpert auch auf die drahtlose Anbindung und die gute Bildqualität bei Röntgenaufnahmen. Da alle für die Klinik wichtigen Programme, wie zum Beispiel die elektronische Krankenakte Power Chart oder das Patienten-Informationssystem SAP IS-H, auf den Tablet PCs laufen, will die Klinik circa 100 Geräte anschaffen.

Michael Broschart, als Produktmanager für die Tablet PCs bei HP verantwortlich, hat noch andere Zielgruppen im Auge: Personen, die häufig präsentieren oder an Besprechungen teilnehmen, wie Manager oder Unternehmensberater. Diese Anwender müssen schnell Notizen machen können, am besten gleich in die Präsentation. Genau wie auf einem Stück Papier. "Besonders gut lassen sich unsere Tablet PCs in Kombination mit einem Wireless-Beamer nutzen. Der Tablet PC ersetzt das Flipchart und bietet einfache Korrekturmöglichkeit ohne viel Schmieren", so Broschart. Als praktischer Nebeneffekt besteht dann zusätzlich die Möglichkeit, die Suchfunktionen für die handgeschriebenen Notizen zu verwenden.

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