Deutschland-Geschäft von Fujitsu Siemens bricht weg

10:44 - Montag, 16. Oktober 2006 von Uwe Kauss
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: deutschlandgeschaeft, fujitsu, siemens 0 Kommentare

Das Deutschlandgeschäft von Europas größtem PC-Hersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) bricht ein. Das räumte dessen Chef Bernd Bischoff in einem Interview mit der Financial Times Deutschland ein.

Das Unternehmen stellt aktuell seine Halbjahreszahlen vor. "Ich hätte nicht mit solch einem plötzlichen Rückgang im ersten Halbjahr gerechnet", sagte Bischoff der Zeitung. Der Einbruch sei in der zweiten Jahreshälfte kaum noch aufzuholen. Auch der Gewinn sei gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Fujitsu Siemens-Chef sieht sogar seine Erlös- und Ergebnisziele für 2008 in Gefahr - Einschnitte seien daher unvermeidlich. "Der harte Preiswettbewerb auf dem IT-Markt zwingt uns, über alles nachzudenken", betonte er laut FTD. Ein Sparpaket und Stellenstreichungen sollen das Unternehmen wieder in die Gewinnzone bringen.

In den vergangenen drei Jahren hatte FSC mit steigenden Umsätzen und Gewinnen die Branche überrascht. Eine schrumpfende PC-Nachfrage im ersten Halbjahr in Deutschland und kräftig fallende Preise verhagelten dem Anbieter aber nun aber die Bilanz. Die Absatzschwäche hierzulande treffe den Computerbauer besonders hart, weil er fast jeden zweiten Euro auf seinem Heimatmarkt erwirtschaftet, schreibt die FTD. FSC ist mit Abstand Nummer eins in Deutschlands PC-Markt.

FSC hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. "Man darf sich von einem schlechten Halbjahr nicht total zurückwerfen lassen", sagte Bischoff der FTD. Wenn sich der Markt besser entwickeln sollte als derzeit, dann sei das Ziel noch erreichbar. Allerdings: "Ob wir es ein halbes Jahr früher oder später schaffen - das Entscheidende ist, dass die Richtung stimmt."


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