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Day of Defeat: Source

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19:00 - 23/10/2005 von Aaron McKenna

Es hat lange gedauert, aber das Update von Day of Defeat auf die Source-Engine ist endlich da. Die Wartezeit von einem Jahr konnte unseren Appetit auf eine der besten Mods für Half Life kaum zügeln. Kann die Erweiterung unseren Erwartungen nun gerecht werden?

"Mein Auge!" - Keine Angst, es klebt an der Wand hinter dir ...

Nun, es war absolut fantastisch. Endlich konnten wir die Details von DOD aufdrehen und ein schönes Spiel sehen. Die Grafik sieht zwar immer noch nach Day of Defeat aus, aber alles wirkt neuer, frischer und optisch ansprechender als bei Day of Defeat .

Wenn man einen abgedunkelten Raum verlässt, sorgt das blendende Licht auf Straßenoberflächen dank der High Dynamic Range-Beleuchtung für ein realistisches Erlebnis, welches die Source-Engine bei CS Source nicht erzielte, hier allerdings sehr gut.

Neben der Befriedigung, gerade einen Deutschen abgeknallt zu haben, fällt natürlich auch die Beleuchtung auf.

Natürlich sind die grafischen Effekte bei DOD nur Mittel zum Zweck, nämlich das Spiel hervorragend spielbar zu machen. Wir hatten schon Angst, dass die Source-Engine aus unserem Lieblingsspiel für die Mittagspause ein weiteres CS machten würde und wir heftig enttäuscht sein würden.

Aber bislang sind wir überhaupt nicht enttäuscht. Das Spiel basiert immer noch auf dem etwas merkwürdigen Prinzip, dass man ein Soldat ist, der mit haufenweise Waffen durch Seitenstraßen und Hintergassen rennt. Mit Gewehren kann man wie gehabt präzise zielen, mit Maschinengewehren eher nicht. Der Sound hat sich zwar geändert, ist aber immer noch fantastisch: Von allen Seiten hört man Geräusche, und die gedämpften Geräusche anderer Spieler, die um einen herum kämpfen, nähern sich, wie man auf Karten verfolgen kann. Da fragt man sich, warum man sich nicht viel häufiger in Kampfgebieten herumtreibt. Was will man mehr?

Man sieht deutlich die Detailtreue bei der Pistole. Der Anblick der Patrone in der Kammer verleitet sehr, auf eine Schießerei zu hoffen.

Wir hatten erwartet, höchstens etwas mehr als das zu sehen, was DOD zur Verfügung stellte, sowie ein paar kleinere grafische Verbesserungen. Stattdessen erhielten wie einige willkommene Änderungen des grundlegenden Gameplays. Zum einen werden die Rauchgranaten besser dargestellt als vorher und haben daher wirklich Einfluss auf das Gameplay, statt nur optische Effekte zu sein. Zum anderen - und vielleicht weniger willkommen - scheint es keine Bajonette mehr zu geben, ich habe jedenfalls keines gefunden. Das berüchtigte Grenadiergewehr hat jetzt endlich das lang vermisste Zielfernrohr. Damit wird das Gewehr zu einer cleveren und sehr nützlichen Alternativfeuerwaffe, was das fehlende Bajonett vergessen lässt - obwohl man notfalls immer noch auf den Spaten zurückgreifen kann, was wir sehr gut finden.

Lust auf einen Messerkampf? Den kann man vergessen, aber mit den Spaten geht's.

Der Effekt von HDR.

Insgesamt hat sich zwischen Day of Defeat und DOD Source nicht allzu viel geändert, im Prinzip ist es dasselbe Spiel. Die Änderungen an Physik, Gameplay und Grafik lassen es zwar moderner erscheinen, aber ansonsten spielen wir so etwas schon seit Jahren. Trotzdem lohnt sich allein aus diesen Gründen der Wechsel: Es geht nichts darüber, einen sich drehenden Kartoffelstampfer durch ein Fenster fliegen zu sehen, und zwar auf eine Weise, die jedem Physiker die Freudentränen in die Augen treiben würde, ehe er kopfüber durch dasselbe Fenster hinausgeworfen würde.

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