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Glücklicherweise galt bei der Veränderung das Grundprinzip, nichts zu ändern, was sich bewährt hat. Rome funktionierte fantastisch und die Invasion der Barbaren kann am Balancing dieses gut gemachten Spiels wenig verändern. Nun will natürlich jeder unbedingt wissen, was denn zu dem Spiel hinzugekommen ist. Die Antwort: Leben. Der Spielspaß des neuen Spiels wird dadurch enorm gesteigert.

Schwert, Bart und eine Horde - ganz klar ein Barbar.
Es liegt nur an der Schwierigkeit des Spiels, dass man Probleme hat, ein perfektes Imperium zusammenzuhalten, denn die Einwohner rebellieren schon aus den nichtigsten Gründen. Das westliche Imperium stellt eine besondere Herausforderung dar. Hier muss man seine Einwohner gut im Griff haben, will man nicht am Schluss mit Schulden, kleinerem Territorium und fast schutzlos dastehen - und dabei hat sich nicht ein einziger Barbar am Horizont blicken lassen.
Eine Erweiterung ist gerechtfertigt, wenn sie dem Spiel eine neue Dimension hinzufügt, ohne dabei dessen Balancing zu stören. Bei Barbarian Invasion ist die Religion diese neue Dimension. Religion war immer schon eine höchst brisante Angelegenheit und hat immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen geführt.

Das gelbe Glühen auf dem Screenshot stammt von dem geplünderten Land, das angesteckt wurde.
Einwohner können nun schon deshalb verärgert werden, wenn ihre Religion nicht mit der des Spielers übereinstimmt. Hält dies längere Zeit an, kann es zu einer Rebellion deswegen kommen. Glücklicherweise kann man diesem Problem Herr werden, indem man Tempel in ihren Städten baut oder sie auf die eigene Seite hinüberzieht. Das Ganze funktioniert auch hervorragend als Angriffsstrategie. So kann man gleichgesinnte Städte zur Rebellion anstacheln, indem man ganz in der Nähe religiöse Zentren errichtet - alles nur als Nebeneffekt von Religion, etwas, das man schon von Civilization III her kennt.
Eine weitere nette Änderung ist der Wechsel zu einem ausgefeilteren Spiel mit den Barbaren. Es geht nichts darüber, eine ganze Kavalleriearmee zu befehligen (oder so viel Kavallerie, wie man mag) und dann die eigenen Truppen zu beobachten, wie sie den Gegner umzingeln. Dabei ist es ganz egal, wer der Gegner ist, Hauptsache, man ist beritten.

