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Komfort pur

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19:00 - 28/09/2005 von Stéphane Kauffmann

Die traditionelle Form für Links- und Rechtshänder lässt sich sehr angenehm bedienen. Die Maus fügt sich sehr gut in Ihre Hand ein, und Sie können sie bewegen, indem Sie Ihre Hand darauf legen oder sie zwischen Daumen und Ringfinger nehmen. Die ergonomischen Eigenschaften sind wirklich tadellos und werden allen Nutzern gerecht. Gamer, die eine schnell zu bedienende Maus wünschen, dürften sie mögen, da ihr Gewicht auf 95 Gramm beschränkt wurde. Der Überzug ist nicht wirklich schön, auch könnte die silberne Farbe etwas lebendiger wirken. Die zwei Haupttasten passen perfekt unter die Finger, das Klicken ist präzise, wenn auch ein wenig steif. Leider hört Microsoft einfach nicht auf diejenigen, die dem Unternehmen zu sagen versuchen, dass direktionale Scrollräder nicht mehr aktuell ist. Ohne Rasterung sind sie verschwommen und unangenehm in der Bedienung, selbst wenn man sich letztendlich irgendwann daran gewöhnt. Horizontale Scroll-Bewegungen sind noch schwieriger, da die Kanten an beiden Seiten der Radaussparung der Bewegung in die Quere kommen. Außerdem kann man das Rad nicht mit Befehlen belegen, wodurch es für Gamer unbrauchbar wird.

Aus der Nähe betrachtet

Die Zusatztaste auf der linken Seite ist sehr gut platziert und standardmäßig mit einer sehr originellen Funktion belegt: der Lupenfunktion. Wenn Sie die Taste betätigen, erscheint ein Rechteck an der Stelle des Mauscursors. Dieses Rechteck zeigt eine Vergrößerung des entsprechenden Bildschirmbereichs. Wenn Sie die Taste gedrückt halten, können Sie die Größe des Rechtecks willkürlich durch Bewegen der Maus verändern und die Vergrößerungsstärke durch Drehen des Scrollrads anpassen. Diese Funktion ist für zahlreiche Einsätze enorm praktisch: bei der Retusche auf Pixelebene in Photoshop zum Beispiel, oder in MS Excel, bei der Bearbeitung einer Zelle in einem großen Spreadsheet. Leider funktioniert das Lupenglas nicht in Spielen - zumindest nicht mit den Beta-Treibern, die im Test zur Verfügung standen. Dies wird nochmals mit den endgültigen Treibern versucht werden müssen, denn diese Funktion würde sich beim Scharfschießen in einem FPS-Spiel als ungemein nützlich erweisen. Übrigens ist der Treiber, der die Verwaltung der Mauseigenschaften unter Windows übernimmt, zwar zweckmäßig, seine Bedienung macht aber keinen Spaß.

Einige Vorbehalte

Im Einsatz war die gezeigte Leistung erstklassig, auch wenn sie nicht an die Spitzenleistungen der G5/G7 herankam. Präzision und Reaktionsbereitschaft der Maus sind ausgezeichnet, die Einstellung von 1.000 dpi ist uneingeschränkt nutzbar. Selbst bei höchster Geschwindigkeit ließ sich die Maus noch immer problemlos handhaben. Zum direkten Vergleich wurden die MX518 und die Razer Diamondback angeschlossen. Um ganz ehrlich zu sein: Abgesehen von der fehlenden Möglichkeit, die Auflösung auf die Schnelle zu ändern, gibt es keine großen Unterschiede. Die Comfort 3000 ist den anderen Mäusen etwas unterlegen, bedenkt man allerdings ihren Preis (30 €), ist sie ein guter Kauf - wenn nur das Scrollrad besser durchdacht wäre. Es schließt die Nutzung dieser Maus durch Gamer aus, und andere Benutzer werden sich damit zufrieden geben müssen. Das ist schade, denn ihre ergonomischen Eigenschaften sind wirklich beispielhaft.

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