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Auf die Plätze, fertig, los!

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19:00 - 28/09/2005 von Stéphane Kauffmann

Nun wird es etwas komplizierter: Es geht um die Verarbeitung des durch den Sensor übermittelten Bildes. Der erste Faktor ist die Anzahl der Bilder, die innerhalb einer gewissen Zeitspanne aufgenommen werden. Es dürfte einleuchtend sein, dass die Berechnung umso präziser wird, je mehr Bilder vorliegen. Diese Bilder müssen jedoch in Echtzeit verarbeitet und ausgewertet werden. In der derzeitigen Zahlenschlacht erreichen die Werte bis über 9.000 Bilder pro Sekunde. Es lässt sich nur schwer sagen, was Marketing-Rummel und was wirklich nützlich ist. Einige Leute werden auch darauf verweisen, dass ein PC ohnehin nur ungefähr 100 Koordinatensets pro Sekunde verarbeiten kann. Wenn das auch zutrifft, so führen umfangreichere Informationen dennoch zu genaueren Koordinaten, da ihre Mittelwerte berechnet werden können. Wichtig ist die Frage, ob der Onboard-Prozessor alle erhaltenen Informationen auch wirklich verwerten kann. Wie dem auch sei: Mehr ist auf jeden Fall besser, und ein schneller Rhythmus kann sicherlich nicht schaden.

Komplikationen

Eine weitere Größe kommt hinzu und macht alles noch komplizierter: die Auflösung. Wir meinen damit die Anzahl der Messungen, die die Maus auf einer bestimmten Streckenlänge macht. Sie wird in "cpi" (counts per inch), der Anzahl der pro Zoll (2,54 cm) erfolgten Messungen ausgedrückt.

Der von den Herstellern üblicherweise verwendete Begriff "dpi" (dots per inch) ist nicht korrekt, da es hier nicht um Punkte pro Zoll geht. Ausschlaggebend ist die Anzahl der Messungen, die die Maus über eine bestimmte Streckenlänge erfassen kann. Je mehr Messungen gemacht werden, desto präziser die augenblickliche Positionierung der Maus. Gleichzeitig erhöht sich allerdings auch die Geschwindigkeit der Maus. Das hat etliche Auswirkungen auf die Nutzung. Zunächst einmal fährt man mit weniger Mausbewegungen schneller zur gewünschten Stelle. Der Nachteil besteht darin, dass jede Bewegung erfasst wird, so winzig sie auch sein mag, was sich nachteilig auf die präzise Positionierung auswirken kann. Um das Ganze noch komplizierter zu machen, hängt die Auflösung der Maus auch von der Auflösung des Bildschirms ab. Erhöht man die Bildschirmauflösung für eine bestimmte Mausauflösung, wird die Bewegung verlängert.

Der Faktor Auflösung ist also nicht unproblematisch. Unterm Strich steigert sich die Präzision; da allerdings die Maus schneller reagiert, wird es schwieriger, die Kontrolle über sie zu halten. Die Auflösung kann man auch über die Software einstellen - entweder mit dem Maustreiber oder mit den Mauseinstellungen unter Windows. Dann handelt es sich aber nicht mehr um tatsächliche Messungen, sondern um Interpolation. So wird die Maus beispielsweise beschleunigt, wenn bei der Übertragung Pixel übersprungen werden. Allerdings ist der Präzisionsverlust bei diesem Verfahren enorm.

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