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Das zukunftsträchtige MPEG-2-Format stellt von den Grundprinzipien her keinen wesentlichen Fortschritt gegenüber MPEG-1 dar. Allerdings ergeben sich einige Unterschiede durch die Erweiterung einzelner Spezifikationen sowie in der Anpassung an die Bedürfnisse von digitalem Fernsehen und in Zukunft geplantem hochauflösenden Fernsehen. Zu den wichtigsten Detailänderungen gehören:
Erhöhung der Genauigkeit der Bewegungsvektoren auf halbe Bildpunkte erweiterte Fehlerredundanz durch spezielle Vektoren bei I-Bildern Präzision der diskreten Cosinus-Transformation wählbar weitere Prediction-Modes sowie zugehörige Makroblöcke Skalierbarkeit (verschiedene Qualitätsstufen in einem Videostream)Das MJPEG-Format
Die Abkürzung MJPEG steht für Motion-JPEG. Bei diesem Format handelt es sich quasi um eine Zwischenstufe zwischen Bild- und Videoformat, da eine MJPEG-Sequenz aus hintereinander aufgenommenen JPEG-Bildern besteht. Deshalb wird es häufig bei Videoschnittkarten und -systemen eingesetzt. Bei MJPEG handelt es sich um ein Kompressionsverfahren, das auf jedes einzelne Bild angewandt wird. Videoschnittkarten wie die Fast AV Master oder die Miro DC50 reduzieren den anfallenden Datenstrom eines Standard-Fernsehsignals von zirka 30 MB/s (!) auf 6 MB/s (MJPEG-Datei). Das entspricht einem Kompressionsverhältnis von 5:1. Einen Standard zur Synchronisation von Audio- und Videodaten bei der Aufnahme sieht das MJPEG-Format allerdings nicht vor, sodass die Hersteller von Videoschnittkarten ihre eigenen Implementierungen vornehmen müssen.
