Digital Video Guide III: Videoformate und Kompressionstechniken
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Einführung
- 2 – Das AVI-Format
- 3 – Die MPEG-Formate
- 4 – Unterschiede zwischen MPEG-1 und MPEG-2
- 5 – Die H.261/H.263-Standards
- 6 – Funktionsweise der MPEG-Kompression
Im Part 2 beschäftigten wir uns mit Anwendungen für digitales Video im Internet, professionellen Schnittsystemen sowie Bearbeitungssoftware. Der Part 3 behandelt populäre Videoformate und deren Einsatzgebiete. Darüber hinaus erläutern wir das Funktionsprinzip der MPEG-Kompression an einem praktischen Beispiel.
Videoformate - vom Briefmarkenbild zur Hochauflösung
Jeder passionierte PC-Anwender erinnert sich noch sicher an die Zeit, als die ersten Videosequenzen am PC zu bewundern waren. Sie hatten ungefähr die Größe einer Briefmarke und wurden vollmundig unter dem Begriff "Multimedia" angepriesen. Später tauchten die ersten qualitativ brauchbaren Videosequenzen im Vorspann von Computerspielen auf. In einigen Fällen gab es sogar digitalisierte 3D-Animationen zu sehen, die mit der damals vorhandenen Hard- und Software noch nicht in Echtzeit berechnet werden konnten. Da die Videosequenzen trotz ihrer nur kurzen Spiellänge einen relativ hohen Speicherplatz beanspruchten, waren sie ausschließlich auf den gerade populär gewordenen CD-ROMs erhältlich. Und so wurde mancher PC durch die Anschaffung eines CD-ROM-Laufwerks und einer Soundkarte halbwegs multimedia-tauglich gemacht. Allerdings zeigten sich sehr schnell Grenzen: Selbst mit einer leistungsfähigen Hardware war es nicht möglich, die Videosequenz im Vollbildmodus ruckelfrei darzustellen.
Erst durch die Entwicklung leistungsfähiger Grafikchips, schnellerer Prozessoren und passender Software-Schnittstellen sind Anwender heute in der Lage, Videofilme in allen gebräuchlichen Formaten problemlos und sogar im Vollbildmodus abzuspielen. Zuerst beschreiben wir einmal die Evolution der wichtigsten Videoformate und geben einen Überblick für deren Einsatzgebiete.
