Rauschen und Empfindlichkeit: ein Kompromiss

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22:18 - 16/05/2007 von Jean-Pierre Roche

Auch wenn die FZ8 hohe Empfindlichkeiten erreichen kann (ISO 1250), bleibt der kleine Sensor dabei natürlich ein Handicap. Das Rauschen wird vom Prozessor zwar effizient bearbeitet, aber die Details und die Farben leiden darunter, vor allem über ISO 400. Dennoch scheint dieser Kompromiss von Panasonic sehr überzeugend. Bei niedrigen Empfindlichkeiten sorgt die FZ8 für sehr gute Bilder und das Zoom von Leica macht seinem Hersteller alle Ehre. Das Positive ist, dass der kleine Sensor kompaktere und weniger kostspielige Objektive ermöglicht.

Ein gut belichtetes Bild mit einer insgesamt guten Schärfe.

Beim Motivvergleich mit dem Testfoto des letzten Modells fällt auf, dass das Zoom Details gut einfängt und dass mithilfe des Stabilisators ein scharfes Bild bei einer für die verwendete Brennweite langen Verschlusszeit erreicht werden wird.

Ein angenehmes Gerät

In der Praxis ist die Handhabung der FZ8 angenehm. Der elektronische Sucher bietet eine höhere Auflösung als die meisten Konkurrenzmodelle. Das Bild ist scharf und die Farben fehlerfrei, was bei Bridgekameras nicht unbedingt selbstverständlich ist. Die Aufnahmen bei schwachen Lichtverhältnissen zeigen nur ein schwaches Rauschen und das Bild bleibt scharf. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist ebenfalls in Ordnung, besser als bei vielen Konkurrenzmodellen. Es ist also wohl deutlich geworden: Wer ein Gerät im Stil der FZ8 sucht, wird mit diesem Modell nichts falsch machen. Die Panasonic FZ8 ist ein gutes Beispiel dafür, dass Amateure zu einem vernünftigen Preis ein starkes Zoom mit einem optischen Stabilisator bekommen können, das es ermöglicht, auch bei langen Brennweiten scharfe Fotos zu schießen. Allerdings bietet sie kein großes Weitwinkel, was bei einigen Aufnahmen stören kann.

Betriebsbereitschaft: 2,6 s

Pluspunkte
Stabilisator starkes und leistungsfähiges Zoom leistungsfähige ISO-Automatik
Minuspunkte
kein richtiges Weitwinkel
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Kommentare zum Beitrag
Jared 17/05/2007 23:43
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-0+

Zunächst mal finde ich es Schade, dass die wenigen Testmotive (gerademal zwei) nicht unter identischen Bedingungen aufgenommen wurden.

Und dann würde ich mir etwas mehr Aussagen zum Thema Bildqualität, insbesondere dem Bildrauschen, der chromatischen Aberration und ggf Dynamik/Farbwiedergabe wünschen.

Ganz besonders wurde bei der FZ8 die Automatische Anpassung des ISO-Wertes an die Bildsituation gelobt. Leider sorgt dieses Feature eher dafür, dass das Bild schnell durch Rauschen zerstört wird, denn die Kamera hat offensichtlich schon bei ISO 100 heftige Probleme mit Bildrauschen. Auf dem Bild mit dem Fluss ist das Wasser am linken Rand von starken Farbrauschen durchzogen und und die Zweige der Büsche über dem Wasser werden von der Rauschunterdrückung zu einem einzigen Brei zermatscht. Wie sollen denn da die Bilder erst bei ISO 400 oder der völlig idiotischen Einstellung von ISO 1250 aussehen. Hier wären ein paar Testbilder interessant gewesen.

Die Kodak scheint im Weitwinkel Porbleme mit der Schärfe in den Bildecken zu haben und allgemein (besonders im Zoom) mit lila und grünen Farbsäumen an Kontrastkanten. Die Rauschunterdrückung geht bei dieser Kamera, wie im Text schon bemerkt, wirklich ziemlich aggressiv zu Sache. In dem Gebäude rechts werden die Wände wie in einem Aquarell verwaschen.

Insgesamt überzeugt mich keine der Kameras wirklich. Ich hoffe, dass die Hersteller zur Besinnung kommen und statt immer mehr Magapixel einzubauen mal wieder etwas mehr auf die Bildqualität achten. Die aktuellen Rauschorgien sind wirklich nicht mehr schön.

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