Fazit: Hohe Qualität bei niedriger Datenrate - HD-Funktion

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19:00 - 16/06/2005 von Frank Völkel

Wir nutzten die Möglichkeit, den DivX-6-Codec einem ersten Labortest zu unterziehen. Dabei stand vor allem der Vergleich mit der Vorgängerversion 5.2.1 und dem Windows Media Format (WMV 9) im Vordergrund. DivX 6 bietet jetzt die Möglichkeit, Menüstrukturen und Untertitel wie bei einer MPEG-2-codierten DVD einzuführen. Allerdings arbeitete der uns zur Verfügung stehende DivX-Converter noch nicht ganz fehlerfrei , so dass wir auf eine Folgeversion gespannt sind. DivX-Filme mit enthaltener Menüstruktur lassen sich nur mit dem eigenen Player ab der Version 6.0 abspielen. Der Windows Media Player 10 ignoriert die Dateiendung .divx.


DivX-6-Encoding macht nur in Verbindung einer kräftigen CPU Spaß: Befehlserweiterungen warden unterstützt.

DivX Networks verspricht mit der neuen Version ein schnelles Encoding durch optimierte Routinen. Diese Aussage betrifft nur den Standard-Encoding-Prozess - quality-based 1-pass - , indem keine Optimierungen am Datenstrom vorgenommen werden. Allerdings fällt der Geschwindigkeitsvorteil mit zirka 10 Prozent verhalten aus. Auf einem System mit einem Intel 3.2 GHz P4-Prozessor und 1 GB Speicher lässt sich mit Filmmaterial in PAL-Auflösung als Ausgangsbasis Echtzeit-Encoding durchführen . Kommt noch ein MP3-Audio-Datenstrom hinzu, dauert die Konvertierung etwas länger. Überhaupt hängt die Encoding-Geschwindigkeit stark vom verwendeten Ausgangsmaterial ab. Stark gefilterte und optimierte MPEG-2-Filme von einer DVD lassen sich schneller berechnen als DV-Material von einer digitalen Kamera.

Auszug aus dem Vergleich der verschiedenen Videoformate.

Interessant erscheint die Funktion, auch hochauflösende Videos ins platzsparende DivX-Format zu konvertieren. DivX Networks spricht von HD-Videos, die allerdings auf 1280 x 720 Bildpunkte (720p) begrenzt sind . Wir haben testweise versucht, Videos in voller HD-Auflösung (1920 x 1080p) zu konvertieren - hier stürzt der Codec ab. In diesem Punkt bietet Konkurrent Microsoft mit seinem Windows Media Format (WMV 9) deutlich mehr, nämlich die volle HD-Auflösung. Ob das in Kürze für die Kundschaft interessant ist, werden die Verkaufszahlen der HD-DVDs mit diesem Codec zeigen.

Gegenüber den Konkurrenten - Microsoft WMV 9 und Apple Quicktime 7 (H.264 Basis) bietet DivX 6 die beste Bildqualität im Verhältnis zur Datenrate. Damit erreicht der Codec eine gute Rate-Distortion-Effizienz. Für experimentierfreudige Anwender bietet sich mit DivX 6 ein nahezu unendliches Potenzial zur Optimierung der Datenrate und Qualität. Neben bidirektionalem Encoding und 1- und 2-Pass-Durchläufen gibt es eine Menge Schalter zur Beeinflussung der Video-Konvertierung, die schnell die 10-fache Rechenzeit benötigt.

Ein weiteres Argument für DivX ist die installierte Basis an Standalone-Playern im Markt, die viel größer als bei Microsofts WMV ausfällt. Inwieweit Updates für entsprechende Geräte für die DivX-Version 6.X verfügbar sind, bleibt abzuwarten.

Und wie sieht es mit der CPU-Auslastung aus - gerade bei HD-Videos? Im Test lag die Auslastung im Zusammenspiel mit einem 3.2 GHz Intel-P4 und einem Video im 720p-Format bei nahezu 50 Prozent . Mit alter Hardware geht hier also nichts mehr. Filme in PAL- oder NTSC-Auflösung belasten die CPU mit weniger als 20 Prozent.

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