Ergebnisse des Docupen R 700 in der Praxis: Genau aber relativ langsam

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19:00 - 01/08/2005 von Harald Thon

Um den Scanner möglichst praxisnah zu testen, war er während der letzten acht Wochen unser stetiger Begleiter. Egal wann und was uns in den Sinn kam, musste unter den Scanner: Artikel aus Tageszeitungen. Kochrezepte aus Zeitschriften, technische Diagramme aus Büchern, Klappentexte von Büchern und auch Bewirtungsbelege.

Die Grundlage für objektiv bewertete Messergebnisse bilden zwei einseitige knapp 1300 Zeichen fassende Textdokumente, für die wir verschiedene Schrifttypen und -grade, verwendet haben. Außerdem haben wir noch zwei ganzseitige Anzeigen in Zeitschriften als Vorlage verwendet. Eine der beiden Anzeigen zeigt eine Uhr von Breitling und ein Flugzeug. Die Andere besteht aus einem Sammelsurium von Kleinanzeigen von Schulen, die MBA-Kurse anbieten.

Zur optischen Beurteilung der Detailauflösung ziehen wir außerdem noch den Scan eines Blockschaltbildes und eines technischen Diagramms hinzu.

Ergebnisse Docupen R700
Scan-Auflösung Dokument Kapazität Seitenzahl Downlaod Datenrate
200 x 100 dpi Text Verdana 67 0.98 kByte/s
200 x 200 dpi Text Verdana 32 1.01 kByte/s
200 x 100 dpi Text Times New Roman 78 0.97 kByte/s
200 x 200 dpi Text Times New Roman 37 1.01 kByte/s
200 x 100 dpi Ad Breitling-Plane 29 2.40 kByte/s
200 x 200 dpi Ad Breitling-Plane 14 2.56 kByte/s
200 x 100 dpi Ad MBA 30 1.68 kByte/s
200 x 200 dpi Ad MBA 13 1.72 kByte/s

Je nach Art des Bildinhaltes und der Höhe der Scanauflösung variiert logischerweise die Seiten-Kapazität des Docupen R700 sehr stark. Laut unserem Test passen gut achtzig einseitige Textdokumente in den zwei Megabyte großen Speicher des kleinen Stiftscanners. Möchte man die Dokumente später einer OCR unterziehen, reduziert sich die Speicherkapazität des Docupen auf Grund der höher zu wählenden Scannerauflösung auf gut die Hälfte.

Die in Paperport integrierte OCR-Engine erzielte bei unseren Tests recht gute Trefferquoten. Das Programm bietet jedoch keinerlei Einstellmöglichkeiten und muss sich allein schon deshalb dedizierten OCR-Applikationen geschlagen geben. Bei Schriftgrößen ab 8 Punkt nimmt die Fehlerhäufigkeit überproportional stark zu. Außerdem sollte man unserer Erfahrung nach prinzipiell mit der 200dpi-Auflösung scannen. Das Scan-Ergebnis hängt aber natürlich auch davon ab, wie gleichmäßig der Anwender den Docupen über die Vorlage zieht. Will man Texte nur für die Ablage einlesen reichen 100 dpi vollkommen aus. Mit dem Erkennen von serifenlosen Schriften wie Verdana hat die Software entschieden leichteres Spiel, als einem Font wie beispielsweise Times New Roman.

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