Ubuntu ist ein alternatives und kostenloses Linux-Betriebssystem, dass sich durch seine einfache Installierbarkeit auszeichnet und auch für Anfänger geeignet ist. Das angebotene ISO-Image wird dafür einfach auf eine CD gebrannt und ist sofort bootfähig. Das Besondere: Die CD selbst ist bereits mit einer lauffähigen Version des Ubuntu-Betriebssystems bestückt, dass zum Ausprobieren auch ohne Installation auf Festplatte läuft. Gefällt es und funktionieren alle Hardware-Komponenten, kann man es auf die Festplatte überspielen, damit es schneller wird.
Ubuntu enthält Open Office 3.0 mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation, das auch mit Microsoft-Office-Formaten wie Word, Excel oder Powerpoint per Import- und Exportfilter zurechtkommt (sogar bis Version Office 2007). Als Internet Browser ist der Mozilla Firefox integriert. Den Adobe Flash Player gibt es auch für Linux wie Ubuntu. Für den Email-Empfang steht das Programm Evolution zur Verfügung. Bilder von der Digitalkamera lassen sich mit F-spot oder Gimp bearbeiten. PDF-Dateien werden nicht nur gelesen sondern auch gespeichert, beispielsweise von Open Office.
Im Paket ist der Boot-Manager Grub enthalten, der den Dual-Betrieb des Ubuntu-Linux mit Windows XP / Vista / 7 zulässt. Man kann sogar einstellen, welches Betriebssystem (Windows oder Ubuntu) standardmäßig zuerst gebootet werden soll. Umsteiger und Testwillige werden auch den Partitionsmanager zu schätzen wissen, der nicht nur neue Partitionen einrichtet sondern auch eine bestehende Windows-Partition schrumpfen kann, um Platz für Ubuntu auf der Festplatte zu schaffen. Das Ubuntu-Dateisystem erlaubt den Zugriff auf Windows-Partitionen mit FAT32 oder NTFS, womit man seine Dokumente aus dem "Eigene Dateien"-Order von Windows bearbeiten kann.
Auch an Instant Messengers wurde gedacht. Pidgin ermöglicht das Chatten mit verschiedenen Protokollen wie ICQ, MSN, Yahoo oder AOL Instant Messenger (AIM). Skype kann man sich extra herunterladen und installieren.
Empfehlenswert ist die Nachinstallation des Medibuntu-Pakets mit allen wichtigen Audio- und Video-Codecs und dem VideoLAN-Player. Für das Arbeiten mit Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumenten sollten auch die Microsoft Fonts (Schriftarten wie Times, Arial, Verdana oder Courier) nachinstalliert werden, damit die Dateien in Ubuntu den gleichen Look behalten. Wer mit dem Dateimanager nicht zufrieden ist, sollte einmal Krusader ausprobieren, der deutlich mehr Funktionen mitbringt und eine gewisse Ähnlichkeit zum Total Commander hat.
Die Standard-Variante von Ubuntu ist auf 32 Bit optimiert. Unter Umständen kann die 64-Bit-Variante Performance-Verbesserungen bringen. Sie ist jedoch nur für Plattformen mit folgenden Prozessoren geeignet:
AMD: Athlon x64, FX, Athlon X2, Phenom X3, Phenom X4, Phenom II X4
Intel: F und 5xx Serie des Pentium 4 (Prescott-Core), Pentium D, Core 2 (Solo, Duo & Quad), Core i7, i5, i3
VIA: Isiah
Hinweis: In der 64-Bit-Version findet man in der ISO-Datei das vielleicht irreführende Wort "AMD64". Klarstellung: Die Version ist nicht nur AMD-Prozessoren mit 64-Bit-Erweiterungen vorbehalten sondern auch CPUs von Intel und VIA so wie oben angegeben.

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