Fazit: Xeon 3.06 - zusätzlicher L3-Cache bringt wenig

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19:00 - 14/08/2003 von Frank Völkel

Im Workstation-Markt hat Intel die Konkurrenz um Alpha, Sun & Co hinter sich gelassen. Der Xeon-Prozessor im Single- oder Dual-Betrieb dominiert eindeutig den Markt. Dennoch droht Gefahr von AMD, seit der Opteron 244/246 für Dual-Workstations auf dem Markt erhältlich ist. Intel hat beim derzeitigen Spitzenmodell Xeon mit 3.06 GHz kurzerhand einen 1 MB großen L3-Cache hinzugefügt - vergleichbar mit dem sündteuren Xeon MP für den Servereinsatz. Den gleichen Prozessor gibt es wahlweise auch ohne L3-Cache. Der Preisunterschied beträgt (690 und 455 Dollar) knapp 33 Prozent.

Unter dem Strich zeigen unsere Benchmarktests, die den Workstation-Einsatz unter der Berücksichtigung entsprechender Applikationen exakt abbilden, dass der zusätzliche L3-Cache kaum einen Geschwindigkeitszuwachs bewirkt. Populäre 3D-Software zur Generierung von Film- oder Trickszenen im Profiumfeld wie beispielsweise 3D Studio Max, Cinema 4D und Lightwave zeigen keinerlei Performanceanstieg. Und damit wäre das wesentliche Kaufargument auch schon entkräftet. Lediglich beim Speicherdurchsatz und demzufolge beim Video-Encoding ist ein Zuwachs festzustellen. Den bekannten SPECviewperf aus dem OpenGL-Segment absolviert das Xeon-System mit L3-Caches sogar marginal langsamer als der Rechner mit konventionellen Xeon-CPUs. Immerhin: Beim Distributed-Computing-Test (Seti Text-Client) bewirkt die Cache-Erweiterung ein Leistungsplus von 31 Prozent.

Letztendlich bleibt die Feststellung, dass der Intel Xeon (Workstation-Version) im Vergleich zum Pentium 4 mit einer niedrigeren FSB-Bandbreite (4.2 GB/s gegenüber 6.4 GB/s) auskommen muss und maximal mit DDR333-Speicher zusammenarbeitet. Leistungseinbußen sind infolge des Asynchronbetriebs von FSB- zu Speicherbus zu verzeichnen. Die höchste Taktrate liegt bei 3.06 GHz - den P4 gibt es bereits mit 3.2 GHz. Hohe Rechenleistung, wie sie im technisch-wissenschaftlichen Bereich benötigt wird, bietet bei entsprechender Software-Optimierung der Dual-Betrieb. Schließlich stehen dank Hyperthreading-Technologie vier virtuelle Prozessoren zur Verfügung.

Wer vor der Wahl steht - ob Dual-Xeon 3.06 mit oder ohne L3-Cache - wir empfehlen die Variante ohne zusätzlichen Zwischenspeicher. Die Mehrkosten von sind somit nicht gerechtfertigt.

Schon der Pentium 4 hat gezeigt: Eine Erhöhung des FSB-Takts bringt prozentual einen höheren Leistungsgewinn als die Steigerung des Speichertakts. Der Nachfolger des Xeon auf Basis der Prestonia-Core steht bereits in den Startlöchern: Unter dem Codenamen Nocoma und an den Prescott-Kern angelehnt soll ein FSB-Takt von 166 MHz (FSB667) für mehr Leistung sorgen. Denn: AMD's Dual-Opteron sitzt im Nacken - wie die Benchmarks eindrucksvoll zeigen!

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 19/03/2008 17:56
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-0+

Wie activiere ich den L3-Cache
in der Registry von Windows 2000

f1delity 20/03/2008 12:53
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-0+

Wo ist der Artikel hin? o.O

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