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E-Mail-Sicherheit: Verschlüsselung für jedermann

12:38 - Dienstag, 27. März 2007 von Marcel Binder
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2 - E-Mail-Versand: Aufmerksamkeit ist gefragt

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Neben den Gefahren im technischen Bereich existieren jedoch auch Bedrohungen, die vom Benutzer ausgehen. So werden häufig die in E-Mail-Programmen vorhandenen Felder CC (Carbon Copy, also ein Durchschlag) und BCC (Blind Carbon Copy) aus Unwissenheit entweder gar nicht, oder falsch benutzt. Wenn man eine E-Mail an mehrere Empfänger gleichzeitig sendet, ist es oft nicht gewünscht, dass die einzelnen Empfänger die E-Mail-Adressen der anderen Adressaten sehen. Um dies zu realisieren, trägt man die Empfänger in das BCC-Feld ein. Hierzu ein Beispiel:

Wenn eine E-Mail in der in diesem Screenshot dargestellten Weise absendet, dann ergibt sich folgendes Szenario:

Die Email ist für Michael bestimmt. Carmen und Tom erhalten einen Durchschlag dieser Email (CC), sind aber nicht direkt angesprochen. Der Absender will außerdem, dass Andrea über die Kommunikation bescheid weiß, ohne dass Michael, Carmen oder Tom davon wissen. Also wird Andrea eine Blindkopie der Email zugestellt (BCC). Über die Empfänger einer Blindkopie weiß nur der Absender bescheid

Besonders im geschäftlichen Bereich kann die falsche Verwendung des CC-Feldes verheerende Folgen haben. Man stelle sich nur mal vor, ein Händler verschickt einen Newsletter an seine Kunden und trägt sämtliche Empfängeradressen unter CC oder als Empfänger ein. Jeder, Mitbewerber der seine Tätigkeit ernst nimmt, wird sicherlich ebenfalls Empfänger des Newsletters sein und bekommt so ohne jeglichen Aufwand den kompletten Kundenstamm seines Konkurrenten gratis per Email mitgeteilt! Eine unschöne Sache, die dem Händler durch seinen Verunglückten Newsletter unter Umständen hohe finanzielle Einbußen bereiten kann.

Selbst eine E-Mail, die nur an einen einzigen Empfänger gerichtet ist, kann schon einen nicht unerheblichen Schaden verursachen. Eine kleine Unaufmerksamkeit und man trägt im Empfänger-Feld des E-Mail-Programms den falschen Adressaten ein (Frank, Michael oder Thomas kommen schließlich häufig vor) und lässt ihm so unter Umständen Informationen zukommen, die nicht für ihn bestimmt waren. Hier hilft nur, im E-Mail Programm die Funktion "sofort senden" abzuschalten und die Übermittlung der E-Mail nach vorheriger Überprüfung der Empfänger bewusst erst durch einen Klick auf "Senden" einzuleiten.

Durch den Faktor Mensch und dem technischen Hintergrund zur Abwicklung beim Versand von elektronischer Post gleicht die E-Mail eher einer Postkarte, die vom Briefträger mitgelesen und unter Umständen falsch zugestellt wird.


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Kommentare zum Beitrag
Hans Wurst 27/03/2007 13:04
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Hans Wurst

Und wieder ein paar Anmerkungen:
1. SHA-512 ist auch via S/MIME möglich.(Unter Windows nur Thunderbird, Mit Outlook und Co. erst ab XP SP3 oder VISTA SP1)
2. Da viele Nutzer Thunderbird oder Evolution nutzen, solltes erklärt werden, wie es dort eingerichtet wird.

Anonymer Nutzer 27/07/2008 14:15
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