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Endlich verfügbar: 9 Athlon 64 Motherboards mit Sockel 939

18:00 - Mittwoch, 12. Januar 2005 von Patrick Schmid
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1 - Einleitung

Nach Monaten mit nur geringer Modellauswahl springen jetzt zahlreiche Hersteller auf den Sockel-939-Zug. Mit Recht, denn diese Architektur bietet hohe Leistung und dürfte sogar für zukünftige Dual Core Athlons taugen. Im Test neun aktuelle Modelle für AGP und PCI Express.
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Nach etlichen Monaten der Dürre sind Hauptplatinen für AMDs begehrten Athlon-64-Prozessor im Sockel 939 nun endlich überall gut zu bekommen - bislang gab es nur Boards der großen Hersteller, und diese waren vergleichsweise teuer. Die mit Zweikanal-Speicher arbeitenden Sockel-939-Systeme bieten hohe Performance bei akzeptablen Kosten, doch mit der auf High End ausgerichteten Modellpolitik stellte sich AMD selbst ein Bein und vereitelte einen möglichen Traumstart dieser Plattform.

Der Grund dafür ist jedoch nachvollziehbar, denn die Athlon-64-Chips sind mit 144 bzw. 193 mm² (512 kB und 1 MB L2-Cache) nicht gerade klein. Im Gegensatz zu Intel kann AMD bislang lediglich auf 200-mm-Wafern fertigen (Intel: 300 mm), was den Stückzahlen eine natürliche Grenze setzt. Eine zu große Nachfrage hätte AMD bei plötzlicher Nachfrage unter Umständen also nicht bedienen können.

Nun gibt es jedoch Prozessoren aus AMDs neuer Fertigung in 90 Nm, die bereits durch ihre erfreulich geringe Verlustleistung von sich reden machten. Bislang hat AMD Athlon-64-Prozessoren auf Basis des Winchester-Kerns als 3000+, 3200+ und 3500+ (1,8 bis 2,2 GHz) auf den Markt geschickt - genau diese halten wir für besonders interessant, da sie hohe Performance leisten und preislich im Rahmen bleiben. Noch dazu ist der Spielraum zum Overclocking schon jetzt ordentlich.

Als weiterer Katalysator für den Absatz der Athlon-64-CPUs im Sockel 939 sollen die nun allmählich erhältlichen PCI-Express-Chipsätze dienen. Während VIA mit dem K8T890 noch immer auf sich warten lässt, setzt sich der Radeon Xpress von ATI noch nicht so recht durch. Erste Boards kommen daher durchweg mit dem nForce 4 Ultra von NVIDIA , der preislich wie auch hinsichtlich der Ausstattung dominiert.

Doch keine Sorge: Auch AGP ist noch längst nicht tot. Während sich bei einer Neuanschaffung die Investition in PCI-Express-Komponenten so langsam lohnt, so kann auch der Kauf einer AGP-Platine heute durchaus Sinn machen. Dann nämlich, wenn Sie im letzten halben Jahr bereits für eine starke Grafikkarte tief in die Tasche gegriffen haben, die jetzt nicht schon wieder ersetzt werden sollte.

Zu guter Letzt bleibt noch das Schlagwort SLI (Scalable Link Interface) zu erwähnen. Diese von NVIDIA eingesetzte Schnittstelle ermöglicht es, zwei Grafikkarten miteinander zu koppeln, um die 3D-Leistung im Idealfall zu verdoppeln. Doch dazu sind natürlich auch zwei x16 PCIe-Slots für Grafikkarten notwendig. Der erste dazu geeignete Chipsatz ist NVIDIAs nForce4 SLI. Ein ähnliches Modell für den Pentium 4 soll folgen und auch VIA arbeitet seit längerem an einem Produkt. Da dieser Markt bisher als äußerst exklusiv und kostspielig gelten darf, haben wir der Vollständigkeit halber lediglich zwei SLI-Platinen mit nForce4 SLI ins Testfeld aufgenommen (Asus A8N-SLI Deluxe, MSI K8N Diamond).

Alle anderen Kandidaten basieren entweder auf VIAs K8T800 Pro (AGP), dem K8T890 (PCI Express), dem SiS 755FX sowie den NVIDIA-Chipsätzen nForce3 Ultra (AGP) und nForce 4 Ultra (PCI Express).


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