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Notebook-Prozessor im PC: Leise und sparsam

18:13 - Montag, 22. Mai 2006 von Patrick Schmid
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2 - Typischer Energiebedarf Ihres PCs

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Komponente Desktop-PC Energiespar-PC Ersparnis
Prozessor ca. 30-120 W ca. 10-35 W ca. 60-70%
Plattform ca. 15-50 W ca. 10-30 W ca. 20-40%
Grafik ca. 10-120 W ca. 5-25 W ca. 50-80%
Netzteil verschieden verschieden k.A.
Andere ca. 15-30 W ca. 5-20 W ca. 30-50%
Gesamtbedarf* ca. 70-350 W** ca. 35-110 W
* Alle Angaben ohne Display/Monitor
** höherer Energiebedarf bei Dual- und Quad-Chip Grafiklösungen sowie bei großer Anzahl an Laufwerken und Komponenten

Die Tabelle zeigt die heute übliche Leistungsaufnahme der wichtigsten PC-Komponenten. Dabei haben wir jeweils eine stark variierende Bandbreite angegeben, die sich anhand der Unterschiede zwischen verschiedenen Komponente bzw. möglichen Lastzuständen unterscheidet:

Prozessor
Mit steigender Taktrate steigt der Energiebedarf. Gleichzeitig reduziert ein geringer Takt die Leistungsaufnahme, beispielsweise nach Aktivierung der Sparfunktionen Cool & Quiet (AMD) bzw. SpeedStep (Intel). Auch der Prozessortyp spielt einen wesentlichen Unterschied: Die modernen Intel-CPUs Pentium D 900 und Pentium D 6x1 in 65-nm-Technik sind wesentlich sparsamer als die Vorgänger Pentium D 800 und Pentium D 500/600 in 90 nm. Für AMD gilt dies auch; aufgrund generell höherer Energieeffizienz jedoch in abgeschwächter Form. Plattform
Hier ist die Hauptplatine same aller On-Board-Komponenten gemeint. Dazu gehören nicht nur funktionelle Einheiten wie Sound-Chip oder zusätzliche Controller, sondern auch die durch Spannungwandlung bedingte Verlustleistung. Aktuelle Intel-Chipsätze sind keine Sparwunder; Chipsätze für Athlon-64-Systeme sind dagegen meist sparsamer, da der Speichercontroller bei AMD im Prozessor integriert ist. Platinen, die auf Notebook-Chipsätzen basieren, sind teils erheblich sparsamer. Grafik
Moderne Grafikkarten bieten immer ausgefeiltere Möglichkeiten der Programmierung, um mehr und mehr visuelle Effekte oder künftig auch Physik-Berechnungen für realistische 3D-Umgebungen zu übernehmen. Doch gleichzeitig steigt der Leistungshunger der viele hundert Millionen Transistoren beinhaltenden Chips nach wie vor enorm an. Zwischen 15 und 30 W veranschlagt heute praktisch jede aktuelle Grafikkarte nur für die Anzeige des Windows-Bildschirms.
Sobald die 3D-Einheiten aktiv werden geht es richtig zur Sache: 60-120 W Leistungsaufnahme sind für aktuelle Grafikkarten völlig normal, weshalb Topmodelle immer häufiger einen Zusatzstecker zur Energieversorgung besitzen: Das Bus-Interface liefert bei Lastspitzen nämlich nicht genug Power! Der Einsatz zweier Grafikkarten im Crossfire-Modus (ATI-Plattformen) oder SLI-Konfiguration (Nvidia) verdoppelt den Energiebedarf für die 3D-Darstellung fast.
Für Energiespar-PCs ist der Einsatz einer im Chipsatz integrierten Grafiklösung zwingend erforderlich (siehe Messergebnisse). Der Anwender muss somit eine Entscheidung fällen: Will er Top-3D-Grafik oder Energieeinsparung? Netzteil
Die meisten netzteile arbeiten bei Spitzenleistung weniger Effizient, so dass auch hier Energieleistung verloren geht. Genaue Angaben sind hierfür allerdings schwierig, da wir keine Messungen vorgenommen haben. Andere
Letzten Endes bleiben noch die Festplatte und ein DVD-Laufwerk (oder zwei). Beide zusammen konsumieren in der Praxis selten mehr als ein paar Watt. Durch den Einsatz einer kleinen 2,5"- oder 1,8"-Festplatte lassen sich wenige Watt einsparen - jedoch bedeutet dies auch einen spürbaren Performance-Verlust, denn kleine Laufwerke sind grundsätzlich deutlich langsamer als 3,5"-Modelle. Die Kapazität ist dabei sekundär; wichtig für die Leistungsfähigkeit ist die Datendichte sowie die Rotationsgeschwindigkeit.

Dieser Artikel geht auf die einzelnen Systemkomponenten nicht im Detail ein sondern beschäftigt sich primär mit den Prozessoren und exemplarisch zusammengestellten Systemen.


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