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Notebook-Prozessor im PC: Leise und sparsam

18:13 - Montag, 22. Mai 2006 von Patrick Schmid
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5 - Warum Dual Cores?

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Prozessoren mit zwei und letztlich auch mit vier und mehr Recheneinheiten pro Chip gehört die Zukunft, denn durch Parallelisierung der anstehenden Rechenlast lässt sich die Verarbeitungsdauer deutlich stärker reduzieren als durch die heute noch möglichen Taktsteigerungen. 4 GHz und mehr wären mit Gewalt zwar machbar, erscheinen im Verhältnis zu den Nachteilen (enorme Verlustleistung, hoher Energieverbrauch, hoher Kühlungsbedarf) jedoch wenig sinnvoll.

Der Schlüssel zur Leistungssteigerung liegt in der so genannten Thread-Optimierung von Anwendungen: Je modularer diese Aufgebaut sind, umso besser können einzelne Anwendungstränge (Threads) vom Betriebssystem auf vorhandene Recheneinheiten verteilt werden (Multi-Threading). Das Betriebssystem bedient sich übrigens der gleichen Technik, um bei Vorhandensein von zwei oder mehr CPU-Einheiten die Rechenzeit zuzuteilen (Multi-Tasking). Zwei Kerne ermöglichen schon heute eine praktisch verzögerungsfreie Reaktionsfähigkeit Ihres Systems: Eingaben werden prompt beantwortet, das System "hängt" zu keiner Zeit.

Man könnte nun meinen, dass zwei Kerne automatisch auch zweimal soviel Energie benötigen. Dies trifft nicht zu, denn ein Mehrverbrauch ist nur bei hoher Last für beide Kerne festzustellen; und selbst dann sind die gestellten Aufgaben oft deutlich schneller erledigt als mit einem Single Core, so dass der Mehrverbrauch über eine deutlich kürzere Zeitspanne stattfindet. Darüber hinaus müssen die Hersteller ihre Energiespezifikationen einhalten: Plattformen (auch Notebooks) sind für einen gewissen Maximalverbrauch vorgesehen, der durch neue Prozessoren mit mehr Recheneinheiten nicht überschritten werden darf. Um den Minimalverbrauch kümmern sich zunehmend Stromsparfunktionen, die nicht benutzte Einheiten eines Prozessors zeitweise in den Schlaf schicken.

Fazit: Bis auf wenige, konkrete Ausnahmen ist ein durchschnittlicher Dual-Core-Prozessor einem Single Core im Alltag überlegen.

Thronanwärter: Intel Core Duo T2600...

Intel Core Duo T2600: Dies ist nach wie vor Intels Mobil-Topmodell und hinsichtlich Performance pro Watt besser als jegliches Pentium-4 oder Pentium-D-Modell.

Der Core Duo ist Intels erster Schritt zu einer neuen Mikroarchitektur, die Mitte des Jahres debutiert. Eckpunkte sind eine größere Verarbeitungsbreite, größerer Cache, intelligenter Speicherzugriff und Befehlsverkettung (µOps Fusion) sowie weitere Verbesserungen in der SSE-Einheit (128 Bit-Verarbeitung in einem Zyklus). Intel behauptet derzeit, bei gleichem Takt etwa 20% mehr Performance anzubieten als der Mittbewerber AMD. Erste Benchmarks auf Intel-Testsystemen scheinen dies zu belegen. Allerdings wurde dabei auf die verwendete Plattform und mögliche Optimierungen (Hybrid-Festplatten, Speichertakt und -typ) nicht eingegangen.


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