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Namhafte Online-Dienste und Printmedien der Fachpresse gehören zweifelsohne zu den meinungsbildenden Medien. Unter anderem werden die dargebotenen Hardware-Tests von Entwicklern, Distributoren, Händlern und Herstellern gelesen. Und das, obwohl die Vergleichstests vorrangig den Endanwender als Zielgruppe adressieren. Sämtliche Tests haben zumindest das eine Ziel: Gute Produkte von schlechten abzugrenzen. Das hat zur Folge: Wer beispielsweise als Board-Hersteller in einem populären Magazin oder bei Tom's Hardware einen Vergleich gewinnt, verstärkt die Nachfrage und steigert automatisch den Verkaufsumsatz. Allein aus diesem Grund legen alle Hersteller großen Wert darauf, bei allen Vergleichstests so gut wie möglich abzuschneiden.
Namhafte deutsche PC-Zeitschriften wie beispielsweise "PC Professionell", "Chip", "c't - Magazin für Computertechnik" oder "PC Welt" testen mit hohem Aufwand, um die Praxistauglichkeit von Hauptplatinen zu ermitteln. Spätestens dann, wenn ein neuer Chipsatz für eine bestimmte Plattform verfügbar ist, werden Vergleichstests durchgeführt.
Ähnlich geht es den Online-Magazinen und somit auch uns: Bei den meisten Tests steht das Kriterium "Performance" - quasi als Resultat der Benchmark-Ergebnisse - sehr stark im Vordergrund. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie in den Labors der Computer-Redaktionen getestet wird: Die Gewichtung der Leistung eines Motherboards, die als Basis zur Ermittlung des Gesamtergebnisses herangezogen wird, beträgt nicht selten mehr als 50 Prozent. Das bedeutet im Klartext: Das Kriterium "Ausstattung" der Motherboards geht häufig mit 20 Prozent in die Gesamtwertung ein, was sich in der Praxis auch als sinnvoll erweist, da die meisten Produkte sich kaum noch voneinander unterscheiden.