Enthüllung: FSB-Tricks der Board-Hersteller
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Wettbewerbsvorteil durch Overclocking?
- 2 – Fachpresse: Einfluss Benchmarks auf Bewertung
- 3 – Technische Grundlagen: Schnelles Motherboard
- 4 – Brand im THG-Labor: Athlon 1400

Dieses Thema beschäftigt uns nun schon seit einiger Zeit: Zahlreiche Hersteller takten den Front Side Bus ab Werk höher als die Spezifikation es vorschreibt. Somit verschaffen sich die Kandidaten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Firmen, die sich ehrlich an die White Papers halten. Sowohl unser letzter Test von insgesamt 16 Platinen DDR für AMD: 16 Boards mit VIA KT266 als auch die Kolumne Testsieger durch werksseitiges Übertakten ließ die Wogen bei vielen Lesern höher schlagen.
Der Grundtenor vieler Lesermails: Unlauterer Wettbewerb, der beispielsweise von Herstellern wie Asus (Marktführer) oder QDI praktiziert wird. Durch mehr Speed dank Overclocking erheischen sich Firmen seit geraumer Zeit Testsiege bei namhaften PC-Fachzeitschriften und Online-Medien. Da wir vehement mit dieser Thematik konfrontiert wurden, absolvierten wir in unserem Münchner Labor umfangreiche Tests. Um eine repräsentative Aussage zu erhalten und den Vermutungen vieler Leser auf den Grund zu gehen, untersuchten wir speziell diejenigen Platinen, die in unseren vergangenen Vergleichstests vorderste Ränge belegten. Nach drei Tagen war das Ergebnis da und wir konnten es kaum glauben: Einige Hersteller betreiben bewusst und mit Vorsatz die "Politik" der Übertaktung ab Werk. Obwohl die gesteigerte Performance letztendlich dem Anwender zugute kommt, sind wir der Meinung, dass diesem Treiben Einhalt geboten werden muss.
