
Durch die Nutzung eines USB-Headsets mit externem Soundchip entstehen bezüglich der Batterielaufzeit keinerlei Nachteile - im Gegenteil: Im Vergleich zur Wiedergabe mittels internem Soundchip und Stereolautsprechern gewinnt man sogar 10 Minuten Akkulaufzeit. Die um 25-30 Prozent geringere Akkulaufzeit im Vergleich zum Officebetrieb (2:43) geht natürlich auch zu Lasten des DVD-Laufwerks sowie sämtlicher Systemeinheiten des PCs die arbeitsteilig für die Decodierung des Videosignals zuständig sind (CPU, GPU, Chipsatz Memory).
Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass das Headset im Standby-Betrieb eine Leistungsaufnahme von 500 mW besitzt. Wird der interne Audio-Chip des Notebooks dagegen nicht beansprucht, sinkt seine Stromaufnahme auf wenige Mikroampere. Wird die Soundwiedergabe also nicht permanent beansprucht, so ist einer Onboard-Lösung eindeutig der Vorzug zu geben.
Webcam
In Zeiten des Internets sind Videokonferenzen, seien sie nun privater oder geschäftlicher Natur, nichts Außergewöhnliches mehr. Alles was man dazu braucht ist ein (Mobil-)PC mit Internetverbindung und eine Webcam, oder ein Notebook mit integrierter Kamera sowie entsprechende Software.

Typische Webcam: Quick Cam 4000 Pro von Logitech
Um zu messen in welchem Maße der Einsatz einer Webcam bzw. das Führen einer Videokonferenz die Akkulaufzeit verringert, verwenden wir folgendes Setup: Als Webcam setzen wir Logitechs Quick Cam 4000 Pro ein. Mit dem Testsystem bauen wir mittels MSN Messenger und drahtgebundenes Netzwerk eine Videokonferenzverbindung zu einem entfernten Client auf. Die Gegenstelle ist ebenfalls mit einer Kamera bestückt.

Videokonferenz mit Bordmittel: MSN Messenger 7.5
Da der MSN Messenger, um Bandbreite zu sparen nur dann eine messbare Menge an Bilddaten überträgt, wenn sich die Bildinhalte ändern, bedienen wir uns eines kleinen Tricks. Für den Test richten wir die Kameras auf ein Fernsehgerät, das ein in einer Endlosschleife abgespieltes Video zeigt. Nur so ist gewährleistet, dass unser Testsystem auch permanent Videodaten überträgt und somit belastet wird.

Hohe Leistungsaufnahme: Laut Typenschild verbraucht die Kamera bis zu 1,5 Watt
Laut Typenschild verbraucht die Kamera bis zu 1.5 Watt. Bei unseren Messungen lag die Stromaufnahme lediglich bei 216 mA was einer Leistungsaufnahme von etwas mehr als einem Watt ergibt. Im Standby-Betrieb verbraucht die Kamera gerade mal 0.6 Watt.
Da die Applikationssoftware besser gesagt die CPU des Notebooks aber zudem die gesendeten und empfangenen Videodaten permanent komprimieren bzw. dekomprimieren muss, entsteht bei einer Videokonferenz eine erhebliche CPU-Belastung. Diese lag beim Pentium M 750 des Dell Latitude bei bis zu 40 Prozent. Die Leistungsaufnahme des gesamten Notebooks lag im Mittel bei diesem Test bei fast 33 Watt! Gegenüber dem normalen Office-Betrieb ist sie also um mehr als siebzig Prozent höher.

Übrigens: Wird die Internetverbindung für die Videokonferenz mittels internem WLAN-Modul hergestellt, verringert sich die Akkulaufzeit um zwei weitere Minuten.
