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Episode II: Angriff der Chipsätze - Intel 845E und 845G für 533 MHz FSB und DDR-SDRAM

19:00 - Montag, 20. Mai 2002 von Patrick Schmid
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1 - Episode II: Angriff der Chipsätze - Intel 845G und 845E

Intels zweite Generation von DDR-Chipsätzen für den Pentium 4 ist startklar: Der 845E bietet Support für 533 MHz FSB, sein großer Bruder 845G gar ein verbessertes Speicherinterface für DDR333 sowie integrierte Grafik. Wie vermögen sich die beiden Krieger gegen VIAs neuen P4X333 zu behaupten?
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Derzeit hat Intel für die Pentium-4-Prozessoren mit 2,4 und 2,53 GHz lediglich einen RDRAM-Chipsatz im Portfolio, den 850E. Erklärtermaßen lautet der Speicher der Zukunft jedoch DDR. Da sowohl SiS als auch Hauptkonkurrent VIA bereits adequate Chipsätze ausliefern, steht Intel gehörig unter Zugzwang. Ab heute stehen daher zwei neue Modelle zur Auswahl: Der überarbeitete 845E sowie der 845G. Können sie die Performance-Krone im DDR-Bereich zurückerobern?

Der Pentium 4 hat eine lange RDRAM-Tradition: Die ersten Prozessoren liefen ausschließlich mit diesem Speichertyp, da er mehr Bandbreite als damalige SDRAM-Speicher bot und darüber hinaus auch pseudosynchron betrieben werden konnte: Die 400 MHz des Arbeitsspeichers harmonieren prima mit dem ebenso schnellen Prozessorbus des Pentium 4. Dagegen kann SDRAM oder DDR-SDRAM mit seinen 133 bzw. 266/333 MHz nur asynchron betrieben werden.

Auch die aktuellen Pentium-4-Modelle profitieren weiterhin von RDRAM, denn bei nunmehr 533 MHz FSB laufen auch die Speicher bei dieser Taktrate (PC1066 RDRAM). Eines sei gleich vorweg genommen: Intels 850E-Chipsatz ist und bleibt das Maß der Dinge, ist jedoch auch wieder kostspieliger, denn passender Rambus-Speicher ist noch kaum erhältlich.

Doch RDRAM-basierte Pentium-4-Systeme wurden von DDR-Chipsätzen bereits nach wenigen monaten sowohl preislich als auch hinsichtlich der geboteten Leistung geschlagen: ALi, SiS und VIA entwickeln schließlich nicht nur für den Pentium 4, sondern auch für die Athlon-Prozessoren von AMD. Nach DDR266 und DDR333 wird bereits unter Hochdruck an DDR400 gearbeitet. Intel und Rambus hätten daher zu befürchten, dass die kostspielige Architektur nach nur wenigen Monaten wieder überflügelt wird, ohne dass die Entwicklungskosten durch verkaufte Stückzahlen zufriedenstellend gedeckt würden.

Mit dem überarbeiteten 845E und dem gänzlich verbesserten sowie um intergrierte Grafik erweiterten 845G will Intel nun versuchen, die Marktanteile zu festigen bzw. wieder stärker auszubauen. Ob das gelingen kann, wird dieser Artikel klären.


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