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Erkundungsreise: Intel plant 925XE-Chipsatz mit FSB1066

19:00 - Montag, 19. Juli 2004 von Patrick Schmid
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1 - Intels Pläne: FSB1066 im Blickpunkt

Corsair, Crucial und Samsung liefern PC5300-Speichermodule aus, besser bekannt als DDR2-667. Eigentlich ließen diese sich erst beim kommenden 925XE-Chipsatz nutzen. Wir zeigen schon heute, was der Taktsprung bringt und gehen noch einen Schritt weiter.
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Intels Sockel-775-Plattform ist inzwischen seit einem guten Monat offiziell zu haben, doch die Menge an Produkten im Handel ist bislang noch dürftig. Dieses Mal liegt es nicht an den Prozessoren, denn bis auf die 3,6-GHz-Version, die nur schleppend in den Verkauf gelangt, sind die neuen Chips weltweit gut zu bekommen. Probleme machen stattdessen die Hauptplatinen. Neben zahlreichen Kinderkrankheiten musste Intel eine Charge ICH6-Chips aufgrund eines Fertigungsproblems zurückrufen. Zudem gab es diese Woche für die aktuellen Quartalszahlen eine Rüge, was auch nicht gerade zu einer Stimmungsverbesserung beiträgt.

Bereits im Spätsommer will Intel aber schon wieder Briketts ins Feuer werfen, und zwar in Form eines schnelleren Chipsatzes und aufgerüsteten Prozessoren. Interessant ist kaum die Taktsteigerung des Pentium 4 um gerade einmal 5,5% auf 3,8 GHz, sondern die ersehnte Einführung des E0-Stepping, das dem Prescott endlich deutlichen Mehrwert gegenüber dem alten Northwood-Kern verleihen wird: Das Execute Disable Bit oder kurz XD (AMDs No-Execute-Bit bzw. NX lässt herzlich grüßen) verhindert im Team mit Service Pack 2 für Windows XP die ungewollte Ausführung von vermeintlich bösartigem Programmcode, was von zahlreichen Viren durch Verursachung eines Pufferüberlaufs praktiziert wird. Zudem gibt es Thermal Monitoring 2 und den so genannten Enhanced Halt State, der der CPU ermöglicht, bei Langeweile komplett abzuschalten und so die Verlustleistung zu senken.

Das minimiert, so viel ist jetzt schon zu sagen, die Verlustleistung unter hoher Last natürlich kein bisschen, doch allein die Implementierung des Enhanced Halt State und das erweiterte Thermal Monitoring mit automatischer Anpassung von Takt und Spannungsversorgung lässt weit reichende Schlüsse zu. Es handelt sich hierbei um ein Feature, das den Taktmultiplikator im laufenden Betrieb zu ändern vermag - wie Speedstep oder AMDs PowerNow. Das bedeutet einerseits, dass Intel in Zukunft vielleicht Stromsparfunktionen auch endlich in Desktop-CPUs integriert. Andererseits muss dazu der Zugriff auf verschiedene Taktmultiplikatoren möglich sein, ähnlich wie das bei allen Athlon-64-Prozessoren der Fall ist. Letzten Endes ist es gut möglich, dass alle E0-Chips zahlreiche, nach unten offene Multiplikatoren besitzen und für Overclocking richtig interessant werden könnten.

Bliebe noch die Frage, was eigentlich mit der 64-Bit-Erweiterung namens Extended Memory 64 Technology (EM64T) passieren soll. Nach unserer Einschätzung ist diese Funktion im Prescott-Chip längst vorhanden und liegt bislang brach. Da Intel nun ohnehin das NX-Bit einführt, könnte man doch gleich dem neuen Pentium-4-Prozessor 720 im 4. Quartal die EM64T-Funktionalität spendieren - zumal das passende Windows XP mit etwas Glück noch in diesem Jahr zu haben sein sollte. Den Spott, wiederholt in AMDs Fußstapfen zu treten, könnte man mit einem Mal abwälzen. Doch eines nach dem anderen.


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