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Erstes Motherboard mit dem Final i815E/Solano2-Chipsatz

19:00 - Dienstag, 27. Juni 2000 von Thomas Pabst
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1 - Einleitung

Mit dem CUSL2 testen wir das erste Motherboard von Asus mit dem i815E-Chipsatz (Solano2) und zeigen Ihnen die Unterschiede zum Solano 1 sowie anderen VIA- und Intel-Chipsätzen auf.
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Mit einer IDE-Datenbandbreite von 100 MByte pro Sekunde und integrierter Grafik motzt Intel seinen in die Jahre gekommenen, aber immer noch erfolgreichen BX-Chipsatz auf. Mit dem i815E (Solano2) und dem i815 (Solano) stehen damit endlich wieder zwei Chipsätze zur Verfügung, die preisgünstigen PC133-SDRAM-Speicher unterstützen und nicht den maßlos überteuerten RDRAM, den sowieso keiner haben will. In diesem Test vergleichen wir den i815E mit dem Vorgänger 440BX und dem Apollo Pro 133A von VIA mit PC133-SDRAM. Darüber hinaus erhalten Sie die Leistungswerte für Intels RDRAM-Sorgenkinder, die wir auf einer i820/Camino- und einer i840/Carmel-Plattform testen.

Rambus? Nein, danke!

Was steckt nun hinter dem i815? Wie Sie in unserer Preview erfahren konnten, ist der i815 und der i815E der direkte Nachfolger des BX-Chipsatzes und unterstützt nun offiziell PC133 SDRAM. Der Unterschied zwischen dem i815/Solano und dem i815E/Solano2 ist gering, wie sie später in der detaillierten Beschreibung feststellen werden. Damit stellen der Solano und der Solano2 die erste Alternative zu den erfolglosen i820- und i840-Chipsätzen dar. Die schlechte Akzeptanz verdanken die i820er und i840er Chipätze weniger den durchschnittlichen Performance-Werten, sondern eher den hohen Preisen von RDRAM-Modulen, die fast immer noch mehr als das vierfache vergleichbarer SDRAM-Module kosten. Ein Beispiel: Heute kostet bei Alternate ein PC133 SDRAM Modul mit 128 MByte 349 Mark, während man für 128 MByte PC800 RDRAM satte 1499 Mark hinlegen muss.

Nach einem misslungenen Start des ersten RDRAM-Chipsatzes und späterer Rückschläge aufgrund des MTH-Problems scheint langsam bei Intel ein Umdenken einzusetzen. Zumindest holte Chipzilla seine alten i815/Solano-Pläne aus der Schublade. Es scheint, dass Intel auf geschickte Weise versucht, sich langsam selbst von seiner störrischen RDRAM-Politik zu verabschieden, indem die Firma ganz nebenbei wieder einen SDRAM-tauglichen Chipsatz auf den Markt bringt, der "offiziell" für die Wünsche von OEMs zugeschnitten ist.


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