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Es muss nicht immer Intel sein: HP Ipaq H1940 mit Samsungs S3C2410

18:00 - Samstag, 27. Dezember 2003 von Harald Thon
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2 - Applikationsprozessor á la Samsung: Der S3C2410

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Samsungs S3C2410 ist, ähnlich wie die Xscale-Chips von Intel, weit mehr als ein simpler Mikroprozessor. Ob man das gute Stück nun High-Performance-Mikrokontroller-Lösung wie Samsung oder vollmundig Application-Processor gemäß dem Intel-Wording nennt, soll uns vollkommen egal sein. Das Blockschaltbild zeigt jedenfalls, dass Samsung auf dem 196 mm² großem Chip weit mehr als nur den CPU-Core untergebracht hat.


Alles in einem Chip: S3C2410 = 16/32bit RISC Microprozessor-Core + diverse Funktionseinheiten

Der Core des Prozessors (ARM920T) wurde wie die Bezeichnung schon andeutet von Advanced Risc Machines Ltd. entworfen. Abweichend vom Blockschaltbild arbeitet der S3C2410 im Ipaq H1940 mit einem Takt von maximal 266 MHz. Maximal deshalb, weil Samsungs Applikationsprozessor - wie es sich für eine Mikroprozessor, der für den Einsatz in mobilen Geräte gedacht ist, gehört - über diverse Stromsparmechanismen verfügt: So übernimmt eine Software-Steuerung die Absenkung des CPU-, System- und Peripherie-Bustaktes sowie die Abschaltung einzelner Funktionsblöcke, wenn gerade wenig Leistung gefordert wird.

Der S3C22410 beherrscht insgesamt vier Betriebsmodi: Normal, Idle, Slow und den Power-Off. Im Normal-Mode sind alle Funktionsblöcke des Chips in Betrieb. Dennoch können selbst in dieser Betriebsart die Taktsignale einzelner Peripherieblöcke, wie z.B. die der IR-Schnittstelle, selektiv per Software abgeschaltet werden. Im Slow-Mode wird die Taktfrequenz des CPU-Cores lediglich verringert, um schließlich im Idle-Mode vollkommen angehalten zu werden. Die Leistungsaufnahme des Chips im Normal-Modus liegt laut Herstellerangaben oberhalb der 300-Milliwatt-Marke. Im Slow-Modus reduziert sie sich auf Werte um die 30 mW. Hier beträgt der maximale Core-Takt nur noch 12 MHz.

Im Gegensatz zu den Xscale-Produkten von Intel haben Samsungs Ingenieure im S3C2410 zusätzlich noch ein SD/SDIO- Schnittstelle und einen USB-Host integriert. Diese helfen beim Gerätedesign zusätzliche Bauteile und damit Kosten zu sparen. Darüber hinaus ist Samsungs Mikrocontroller der erste Prozessor für mobile Endgeräte mit einer Schnittstelle für NAND-Flash-Memory. NAND-Flash-Memory ist nicht nur schneller wie NOR-Flashmemory, sondern im Vergleich dazu auch noch wesentlich günstiger.


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