Die Netzteile des Testfeldes sind mit Lüftern versehen, um ausreichende Kühlung der Elektronik zu gewährleisten. Diese können eine unangenehme Geräuschkulisse produzieren, wenn eine hohe Last abgefordert wird.
Hier stellen Engelking und Verax gute Lösungsansätze vor, die für nahezu geräuschlosen Betrieb sorgen. Unter Volllast fällt das Leadmen LP-6100 E recht lautstark auf: Es schafft einen Spitzenwert von 54,5 dB (A). Damit konkurriert das Netzteil mit einem guten Staubsauger der Mittelklasse.
Ergonomie der Netzteillüfter
Das Betriebsgeräusch ist ein weiteres entscheidendes Qualitätsmerkmal, das mit 70 Prozent in die Wertung für die Ergonomie einfließt. Das Messgerät Mediator 2238 von Brüel & Kjaer misst die Geräuschentwicklung der Lüfter in einem Abstand von 50 Zentimetern.
Da alle getesteten Netzteile über temperaturgeregelte Lüfter verfügen, hängt die Lautstärke der Netzteile stark von der Belastung des Netzteils ab. Daher wird zum einen das Betriebsgeräusch kurz nach dem Einschalten ohne Last und zum anderen im stark erwärmten Zustand unter Volllast ermittelt.
Praxis: Das perfekte Netzteil
Vor dem Kauf eines neuen Netzteils ist der Leistungsbedarf des PC-Systems zu ermitteln. Bleibt der Rechner beim Einschalten still, ist der erste Gedanke meist: Das Netzteil ist kaputt. Wenn sich aber im laufenden Betrieb Systemabstürze häufen oder das Bild am Monitor einfriert, dann beginnt die Fehlersuche meistens beim Motherboard und den Komponenten.
Doch auch hier lohnt sich vor dem Austausch des Motherboards oder der Grafikkarte die Überprüfung des Netzteils. Gerade bei Modellen der Billigklasse, die schon längere Zeit im Einsatz sind, kann die Spannungsstabilität stark nachlassen. Wenn der Rechner kürzlich mit neuen Komponenten aufgerüstet wurde, ist das alte Netzteil schnell zu schwach. Vor dem Kauf eines neuen Stromlieferanten sollten einige Vorüberlegungen stehen.
