Wichtigster Ansatzpunkt ist, vor dem Kauf eines neuen Netzteils zu prüfen, wie hoch die benötigte Leistung ist. Hierfür muss der Nutzer den Energiebedarf des PC-Systems errechnen. Bei Laufwerken und Komponenten ist die Leistungsaufnahme relativ einfach zu bestimmen. Meistens geben Hersteller den Strombedarf auf dem Produkt oder im Handbuch an. Schwieriger ist die Bedarfsermittlung bei dem Motherboard, beim Speicher und bei der CPU. Hier ist eine Tabelle mit dem durchschnittlichen Verbrauch der einzelnen Komponenten eines Systems hilfreich.
AMD bietet im Builders Guide for Desktop/Tower Systems Beispieltabellen an. Um die minimale Leistung des Netzteils zu ermitteln, gibt AMD folgende Formel zur Hand: Der Strombedarf der CPU plus 80 Prozent der summierten Leistung aller anderen Komponenten. Zudem sollte noch eine Reserve für zukünftige Erweiterungen eingeplant werden. In der Tabelle haben wir den Strombedarf eines Highend-Systems aufgeführt, welches die Grundlage für unseren Test bildet.
Neben der Gesamtleistung spielen die kombinierten Leistungen eine große Rolle. Die +3,3-Volt-, +5-Volt- und +12-Volt-Spannungen können nicht gleichzeitig beliebig belastet werden. So liegt beispielsweise bei einem 300-Watt-Netzteil die maximale Belastbarkeit der +3-Volt-Leitung in Verbindung mit der +5,5-Volt-Leitung bei etwa 180 Watt. Die wichtigsten Angaben zum Netzteil stehen auf dem Etikett und - sofern vorhanden - im Handbuch. Häufig fehlt jedoch die Angabe zur kombinierten Leistung.
