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EU-Kommission droht Microsoft mit harter Strafe im Sanktionsstreit

17:09 - Montag, 21. März 2005 von Uwe Kauß
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: eu, kommission, droht, microsoft, mit, harter, strafe, im, sanktionsstreit 0 Kommentare

Microsoft droht ein tägliches EU-Bußgeld, das bis zu 5 Prozent seines täglichen, weltweiten Umsatzes erreichen kann, sollte das Unternehmen nicht die verhängten Sanktionen der EU-Kommission akzeptieren.

Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, die Kommission habe "ernsthafte Zweifel", dass die verhängten Auflagen ernsthaft umgesetzt worden seien.

Er verwies auf weiterhin fragwürdige Begrenzungen für Microsoft-KOnkurrenten bei der Lizenzierung von Schnittstellen für Netzwerkrechner. Der Sprecher ergänzte, die Geduld der Kommission sei "begrenzt" und drohte, ein tägliches Bußgeld gegen Microsoft zu verhängen, sollte der Konzern die Bedenken von Kroes nicht aufgreifen.

Der Konzern hat immer wieder versichert, die Auflagen "vollständig und prompt" umzusetzen. Ein Sprecher sagte zur Nachrichtenagentur VWD, das Unternehmen werde "in den kommenden Tagen" eine Lösung für die Kritikpunkte der Kommission finden.

Der Sprecher der Wettbewerbskommissarin erklärte dagegen, die EU-Kontrolleure hätten sich "noch keine Meinung" darüber gebildet, ob der Vorschlag von Microsoft zur Vermarktung einer XP-Version ohne Media Player ausreichend sei. Das Ergebnis eines Markttests werde derzeit noch analysiert, ergänzte er. Microsoft hatte zunächst vorgeschlagen, die neue Version "reduzierte Medien-Edition" zu nennen. Kroes lehnte dies ab, weil dies dem Verbraucher suggeriere, es sei kein vollwertiges Produkt. Microsoft hat daraufhin mehrere Namen vorgeschlagen. Auch der Preis der abgespeckten Version spielt bei der Beurteilung eine Rolle.

Der Markttest bei Software-Herstellern habe ergeben, dass Microsoft die Veröffentlichung von Server-Protokollen weiter verzögere, erklärte der Sprecher. So würden beim Lizenzerwerb Informationen zurückgehalten. Auch würden Wettbewerber gezwungen, eine volle Lizenz zu kaufen und müssten damit für Teile des Programmcodes zahlen, die sie womöglich gar nicht bräuchten. Überdies erscheine der Preis für die Lizenz überhöht, ergänzte er.


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