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EU-Kommission bereitet Wettbewerbsklage gegen Intel vor
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: eu, kommission, gegen, intel 0 Kommentare
Die EU-Kommission bereitet eine Anklage gegen Intel vor. Dem Chiphersteller wird der Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen. Das berichtet die Financial Times Deutschland.
Nach Angaben aus mit dem Fall vertrauten Kreisen werfen die Wettbewerbshüter dem weltgrößten Chipproduzenten der Zeitung zufolge vor, Computerhersteller durch Rabatte an sich zu binden, um so den Konkurrenten AMD aus dem Markt zu drängen. Damit missbrauche Intel seine marktbeherrschende Stellung im Markt für Mikroprozessoren.
Laut FTD hege die Brüsseler Wettbewerbsbehörde zudem den Verdacht, der US-Konzern behindere AMD durch Kampfpreise. Der Entwurf für die Klageschrift müsse aber noch einige interne Prozeduren durchlaufen; daher seien Änderungen noch möglich. Zudem habe Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes noch kein grünes Licht für die Anklage gegeben.
Mit der durch die Beschwerde vom Konkurrenten AMD ausgelöste Anklage werde sich der seit Jahren schwelende Kartellstreit zwischen der Kommission und dem Konzern zuspitzen, schreibt das Blatt. Könne Intel die Vorwürfe der Behörde nicht entkräften, drohe dem Chiphersteller ein hohes Bußgeld - bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes sind möglich.
Erst vor wenigen Wochen hat die Kommission ihre Untersuchung ausgeweitet. Das Bundeskartellamt überstellte eine eigene Prüfung an die Brüsseler Behörde. Hier geht es um Vorwürfe, der Chiphersteller habe mit den Elektronikmärkten und Metro-Töchtern Media Markt und Saturn eine Vereinbarung getroffen, wonach AMD-Produkte nicht ins Sortiment aufgenommen werden sollen.
Intel wollte das mögliche Kartellverfahren in Europa nicht kommentieren. "Wir kooperieren weiterhin mit der Kommission in der seit 2001 andauernden Untersuchung und sind der Meinung, dass unsere Geschäftsmethoden fair und rechtmäßig sind", sagte Intel-Sprecher Chuck Mulloy der FTD. "Dies ist ein nicht öffentlicher und vertraulicher Prozess, und weitere Stellungnahmen unsererseits wären unangebracht."
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