EU-Staaten wollen sich zu Anti-Spam-Bündnis zusammenschließen
Nächste NewsDie EU-Staaten wollen die Spam-Flut künftig gemeinsam bekämpfen. Die für die Informationsgesellschaft zuständige Kommissarin Viviane Reding erwartet nach Angaben ihres Sprechers, dass sich alle 25 EU-Staaten schon bald zu einem Anti-Spam-Bündnis zusammenschließen. Bisher haben 13 Staaten miteinander verabredet, identifizierte Versender von Spam auch über die Grenzen zu verfolgen. Deutschland hat sich der Initiative noch nicht angeschlossen - es gebe aber "positive Signale" aus Berlin, erklärte der Sprecher.
In der EU sollen nach Schätzungen mehr als die Hälfte aller versendeten Mails als Spam einzstufen sein. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem Gesetz, das den Spam-Versand mit bis zu 50.000 Euro Strafe belegen soll.
Der Kommissionssprecher betonte allerdings, nationale Initiativen reichten nicht aus, da viele Versender von Werbeemails grenzüberschreitend tätig seien. Derzeit kämen 80 bis 90 Prozent aller in der EU verbreiteten Spam-Mails aus Drittstaaten, allen voran aus den USA und China. Die EU setze daher verstärkt auch auf die internationale Zusammenarbeit.
Quelle: Tom's Hardware
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