Experten uneinig über DRM-Ansätze

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14:14 - 28. Oktober 2004 von Wolfgang Gruener

Wenig Fortschritt hin zu einem allgemein akzeptierten Modell zum Schutz von Urheberrechten digitaler Inhalte ließen Industrievertreter auf der in dieser Woche abgehaltenen Jupiter Media DRM-Konferenz erkennen. In Podiumsdiskussionen zankten sich Berater, Hersteller von Digital-Rights-Management-Software (DRM) sowie Hersteller aus der Unterhaltunsgelektronik, ob ein solches Urheberrecht überhaupt durchzusetzen sei.

DRM-Systeme werden im Allgemeinen genutzt um für Konsumenten digitaler Inhalte Spielregeln für deren Verwendung festzulegen. Ziel ist es, damit die unerlaubte Weitergabe der Inhalte per Kopierschutz zu unterbinden. Nach Meinung von Michael Vergara vom Krptographie-Softwareanbieter RSA liege die grundsätzliche Problematik von DRM im Zögern der Firmen, Informationen mit anderen Firmen in einer DRM-Kette zu teilen und damit ein notwendiger Informationsaustausch zwischen Diensten, Geräten und Drittfirmen wie etwa Banken behindert werde.

Bill Rose, Geschäftsführer von WJR Consulting sagte, dass der Schutz von Inhalten kaum möglcih sei, da Anwender einmal erhaltene Rechte nicht mehr aufgeben wollen. So würden User digitale Medien mit Videokassetten vergleichen und es für selbsteverständlich erachten Videos aufzunehmen und die Inhalte an Freunde weiterzugeben. Rose kritisierte, dass Rechteinhaber bislang eine "faire Verwendung" von digitalen Inhalten zu kompliziert machten.

Letzlich sei es der Anwender, der mit seinem Geldbeutel festlege, wie ein Anwendungsmodell von digitaler Musik und Videos aussehe. Demnach müsse es gestattet sein, Inhalte mit anderen Usern auszutauschen und auf verschiedenen Geräten verfügbar zu machen - ein Prozess, der auch per DRM nicht eingedämmt werden könne: "Verbraucher finden immer einen Weg, das System zu umgehen", so Rose.

Quelle: Tom's Hardware

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