Zum Preisvergleich Lexmark C522n

Zwar ist der Lexmark C522n ästhetisch und ergonomisch gelungen, doch hat er einige Mängel. Speziell seine Performance entspricht nicht den Herstellerangaben.
Ergonomie und Funktionen
Die Ergonomie gehört zu den starken Seiten dieses Druckers. Dank seines großen LC-Displays kann man leicht in den Menüs navigieren. So kann er graphisch die Position eines Papierstaus oder eines zu ersetzenden Verbrauchsmaterials darstellen. Das Gehäuse ist groß, aber vertikal ausgerichtet, so dass die Grundfläche kleiner ist. Mit seinen rund 26 kg ist er relativ leicht.
Druckgeschwindigkeiten
Lexmark gibt eine Geschwindigkeit von 19 Seiten pro Minute bei Schwarzweiß an, doch zeigen unsere Tests, dass die wirkliche Leistung weit darunter liegt. Die Druckengine selbst kann solche Geschwindigkeiten theoretisch erreichen, doch nimmt der Drucker öfters eine Neukalibrierung der Farbe vor. Diese dauert manchmal über 1 Minute, was die Druckzeiten erheblich verlängert. Die höchste gemessene Geschwindigkeit liegt bei 6,4 Seiten pro Minute, also kaum schneller als ein Multipass-Modell. Auch die Rechenzeit des Treibers ist sehr lang, was dazu führt, dass es viel länger als bei den anderen hier getesteten Modellen dauert, bis die erste Seite gedruckt wird. Es dauerte über eine Minute, das Photoshop-Dokument zu drucken - dreimal so lange wie beim LaserJet 3600.
Druckqualität
Wie der Magicolor 5430DL hat auch der Lexmark C522n Schwierigkeiten, Details in den Bildern überzeugend darzustellen. Kleine weiße Punkte auf einem roten Hintergrund tauchen nicht auf und bestimmte Linien in der Excel-Grafik sind kaum zu sehen. Immerhin kommt er mit Dokumenten, in denen Text und Grafik gemischt sind, gut zurecht.
Kosten pro Seite
Lexmarks Politik bezüglich der Kartuschen kann zu großen Schwankungen bei den Kosten pro Seite führen. So bietet der Hersteller zwei Arten an: Standardkartuschen und solche, die aus dem Lexmark Return Program (LRP) kommen. Letztere sind 30% bis 40% billiger als die Standardkartuschen und wurden auch für die Berechnung der Kosten pro Seite für diesen Artikel herangezogen. Bei 3 und 14 Cent pro Seite bei Schwarzweiß- bzw. Farbdruck sind die Kosten relativ hoch, aber mit Standardkartuschen wären es ca. 5 bzw. 20 Cent gewesen. Zu bemerken ist, dass es für diesen Drucker keine Kartuschen mit hoher Kapazität gibt, während sie kurioserweise für seinen Bruder (den C524n), der mit exakt der gleichen Druckengine arbeitet, erhältlich sind.
Kurzfazit
Trotz seiner ansehnlichen Optik und seinem standardmäßigen Netzwerkanschluss hat der C522n zu viele Macken. Lexmark muss erst die Aufwärmprozedur und Treiber überarbeiten, um dem Gerät eine gewisse Attraktivität zu verleihen.
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