Hat ihr Computer erst einmal das Wohnzimmer erobert, muss dieser auch mit einer Fernbedienung aufrüstet werden. Das ist bei einem HTPC eigentlich schon Pflicht, denn wer will schon auf den bequemen Bedienkomfort verzichten, den man von Fernseher oder DVD-Player her kennt. Die Firma Soundgraph hatte mit als erster Hersteller diese Marktlücke gesehen und mit den verschiedensten Produkten einen wahren Siegeszug angetreten. Etliche Gehäusehersteller wie zum Beispiel Silverstone oder 3R System haben diese Lösungen in ihren HTPCs implementiert. Und andere Firmen haben die produkte von Soundgraph so weit wie möglich übernommen, aufgepeppelt und unter neuen Namen auf dem Markt gebracht.
So hat auch Thermaltake keine Eigenentwicklung gemacht sondern nur die Soundgraph-Produkte adaptiert. Ein gutes Händchen zeigt Thermaltake bei der Media Lab Serie an dem Frontpanel, das in dieser Version jetzt aus Aluminium gefertigt ist. Das sieht nobler aus, als bei den Originalen von Soundgraph.
Die M-Play Serie von V.L. System unterscheiden sich schon im Aussehen und im Funktionsumfang von dem Pedanten von Soundgraph. Als besonderes Feature beinhaltet der M-Play Blast eine selbstregulierende Lüftersteuerung. Angeschlossen ist auch ein Überwachungssensor, der vom M-Play Blast ausgewertet und bei zu hoher Hitze reagiert. Wird es dem zu heiß, wird die Umdrehungsgeschwindigkeit von zwei angeschlossenen Lüftern erhöht. Nach Abkühlung geht es dann zurück in den Normal Modus. Alle Aktionen und vieles Mehr, kann man in dem zweizeiligen Display mitverfolgen. Ohne die Lüftersteuerung und Hitzesensor kommt der M-Play 202 aus, sonst jedoch mit dem gleichen Software- und Displayfunktionen wie die Blast Version. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass erst mit Microsoft Media Center 2005 die M-Play Produkte alle Funktionen nutzen können. Über Plug-Ins können auch normale XP-Installation einige Funktionen nachladen, aber wie gesagt nicht alle. Aber damit kann man auch leben.
Bei den Infrarot-Fernbediungen von Soundgraph oder Thermaltake ist die Benutzeroberfläche nicht mehr zeitgemäß und auch die Funktionalität ist im Vergleich zum M-Play 202 oder Blast bescheidener. Anders sieht es bei der Neuen auf Funk basierend iMon-Serie von Soundgraph aus. Die Oberfläche sieht nicht nur nobel aus, sondern ist noch multifunktioneller geworden. Die kleinere Fernbedienung liegt gut in der Hand, besser als der große Knochen der IR-Lösung.
Wenn man auf das 5,25-Zoll-Display verzichten kann, sind Soundgraph iMON 2.4G DT oder Soundgraph iMon 2.4G LT den V.L. System Produkten vorzuziehen. Es geht hat nichts über eine Funkverbindung. Die funktioniert immer, auch wenn das Empfangsmodul nicht in Sichtweite steht. Will man jedoch Fernbedienung und ein schönes Display haben, so liegen die beiden V.L. Systems Produkte, das M-Play 202 und das M-Play Blast an der Spitze des THG Testergebnisses. Würden beide den vollen Funktionsumfang unter jedem Windows Betriebssystem wiedergeben, wäre sicherlich eine Empfehlung der Redaktion herausgesprungen. Aber nicht jeder hat dieses Betriebssystem im Einsatz und so bleibt es bei der jetzigen Bewertung.
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