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Anwendungsgebiete für Plasma

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19:00 - 22/04/2005 von Benoît Dupont

Plasmabildschirme findet man meist in qualitativ hochwertigen, großformatigen Videosystemen. Wegen ihrer Größe und der guten Videoleistung eignen sie sich hervorragend für die Anzeige von DVDs, HD und andere Medien. Plasma ist traditionell im Highend-Bereich des Marktes angesiedelt, wo die hohen Kosten, die Phosphoralterung und der hohe Energieverbrauch von geringerer Bedeutung sind als hohe Leistung und Qualität.

Die zukünftige Entwicklung ist klar: LCD wird den Plasmamarkt erobern und die Plasmadisplays immer mehr in den Großformatbereich verdrängen. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Wenn man die Technologie erst einmal im Griff hat, ist die Herstellung von LCDs einfacher und billiger.

Falls sich diese Situation nicht durch neue Innovationen ändert, wird Plasma auf spezielle Anwendungsgebiete im Heimbereich beschränkt bleiben, bei denen ein sehr großes Bild bei nicht zu geringem Abstand gewünscht wird. Die Einsatzbereiche werden durch den notwendigen Betrachtungsabstand allerdings stark eingeschränkt.

Das Flimmern von Plasmabildschirmen erklärt auch, warum diese Technologie für Computeranwendungen kaum von Interesse ist.

LCD-Technologie

Noch viel versprechender Außenseiter

Der Begriff "Flüssigkristall" geht nicht nur auf das letzte Jahrhundert zurück, sondern bereits auf das davor: Der Ausdruck stammt aus dem Jahr 1889 von Friedrich Reinitzer, der das Phänomen zwischen zwei Schmelzpunkten einer chemischen Substanz beobachtete. Und er kommt nicht aus der Elektronik, sondern aus der Botanik. Doch begann RCA erst 1968, sich für das Phänomen zu interessieren, und erfand die erste Flüssigkristall-Anzeige. 1969 entdeckte James Fergason den Twisted Nematic-Effekt (TN). Das war eine bahnbrechende Entdeckung, denn alle gewöhnlichen LCD-Displays basieren auf diesem Prinzip der gedrehten Polarisationsebene. 1973 erfand George Gray das Biphenyl-Flüssigkristall, durch das Flüssigkristall-Lösungen geschaffen werden konnten, die unter normalen Druck- und Temperaturbedingungen stabil waren. Und schon 1986 stellte NEC den ersten tragbaren Computer mit einem Flüssigkristall-Bildschirm, einem LCD (Liquid Crystal Display), her. Seit 1995 werden LCD-Panels mit großen Diagonalen von über 28" (71 cm) produziert.

Es ist interessant, dass Plasma mit audiovisuellen Anwendungen verknüpft war, die LCD-Technologie hingegen über Computer und Mobilgeräte zur Reife entwickelt wurde. In dieser Hinsicht ist sie ein Außenseiter, wenn es um Fernseh-Bildschirme geht. Doch hat sie bestimmte Qualitäten, die aus ihr eventuell auch in diesem Bereich die führende Technologie machen könnten.

Funktionsprinzip recht eigenartig

Der Hauptunterschied zwischen Plasma und LCD-Technologie liegt darin, dass LCD-Pixel kein Licht ausstrahlen. Alle Qualitäten, aber auch alle Fehler der Technologie rühren von dieser zentralen Eigenschaft her.

Wie bei anderen Technologien besteht ein LCD-Pixel aus drei Subpixeln in den Elementarfarben. Das Funktionsprinzip ist dennoch interessant. Das LCD strahlt kein Licht aus, sondern funktioniert wie ein Schalter, was der Grund dafür ist, warum LCDs eine weiße Hintergrundbeleuchtung benötigen. Das Licht, das von der weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestrahlt wird, durchdringt den Flüssigkristall und wird dann durch einen Filter gefärbt. Jedes Subpixel hat den gleichen Aufbau - nur die Farbe des Filters ändert sich je nach Pixel. Der Flüssigkristall jeden Pixels kann elektrisch gesteuert werden wie ein Ventil. Für die Steuerung des Rot-, Grün- oder Blau-Anteils jedes Pixels kann mehr oder weniger Licht durch den Kristall durchgelassen werden.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 26/04/2008 15:35
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-0+

Großartiger Artikel der sehr in die Tiefe geht und mit guten physikkalischen und technischen Details gläntzt!

MrBurns 07/07/2008 03:32
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Ich glaub, thg sollte sich in Zukunft mit Prognosen zurückhalten.

Der Artikel ist mittlerweile 3 Jahre alt und Kathodenstrahl-Fernseher müssten demnach seit einem Jahr veraltet sein, was aber noch immer nicht der Fall ist (die Bildqualität ist bei CRTs noch immer besser und bei kleineren Bilddiagonalen haben sie auch noch immer den höchsten Marktanteil).

Anonymer Nutzer 30/08/2008 23:02
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Röhrengeräte bieten immer noch die beste Bildqualität. Das wissen auch die Händler, daher stehen Flachbildschirme nie mit Röhrengeräten zusammen, um dem Kunden nicht die Möglichkeit des Bildvergleichs zu geben. Und die Röhrengeräte liefern, sofern man sie überhaupt noch findet, ein dank absichtlich zu niedrigem Antennensignal ein mehr oder weniger verrauschtes Bild, so dass man sich zu den Flachbildschirmen hingezogen fühlt. Die sind dann der Renner. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich derart verarschen lassen, zumal die Preise, auch wenn sie schon deutlich gesunken sind, nicht grade als Schnäppchen gelten können. 1000 Euro für eine Bildqualität auszugeben, die an die antiquierten VHS-Videorekorder erinnert, läßt sich wohl nur durch derartige Manipulation erklären. Gibt es einen einzigen Vergleichstest, in dem Röhren- und Flachbildschirmgeräte miteinander verglichen wurden?

Anonymer Nutzer 14/09/2008 14:36
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Ja gab es auf planetopia

Anonymer Nutzer 18/09/2008 11:44
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Hab ich leider nicht gesehen. Zu welchem Ergebnis ist man denn da gekommen?

Anonymer Nutzer 08/10/2008 00:37
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Da ist viel Schnee von gestern.
Der Energieverbrauch ist heute in der Praxis bei Plasma und LCD praktisch gleich. Das ist einfach ein ÖKO-Märchen aus der Werbung.
Neue Plasmabildschirme haben eine Lebensdauer von 100 000 Stunden.
Ich habe meinen durchaus guten ( In Vergleichstests besten )32 Zoll LCD gegen einen 42 " Plasma getauscht. Die Farben sind natürlicher und das Bild plastischer.
Wer je hochwertige digitale Photos auf einem LCD und einem Plasma TV verglichen hat, wird ohne Zögern zum Plasma greifen. Das Bildergebnis ist überwältigend.
Damit will ich nichts gegen die LCD sagen, diese haben nämlich bei bestimmten Anwendungen tatsächlich ihre Berechtigung.

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