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Einfaches Grundprinzip

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19:00 - 22/04/2005 von Benoît Dupont

Die Grundidee hinter der Funktion von Plasmabildschirmen ist recht einfach: Jedes Subpixel ist eine mikroskopisch kleine Leuchtstofflampe, die eine der Grundfarben aussendet - Rot, Grün oder Blau. Durch Variieren der Lichtintensität der einzelnen Subpixel können viele verschiedene Farbschattierungen erzeugt werden.

Das Prinzip eines Plasmabildschirms ist dasselbe, nach dem die uns allen bekannten Leuchtstoffröhren funktionieren: Ein Edelgas (z.B. Argon) wird in einer Röhre eingeschlossen. An jedem Ende der Röhre befindet sich eine Elektrode, an die Hochspannung (mit einigen Hundert Volt) angelegt wird. Das Edelgas hat keine elektrische Ladung, wird durch die Spannung aber angeregt und zu Plasma umgewandelt, ein Gas aus freien Elektronen und positiven Ionen (die Summe der Ladungen bleibt weiterhin Null). Wegen des Potenzialunterschiedes fließen die Elektronen zur positiven Elektrode, die positiven Ionen werden vom negativen Ende der Röhre angezogen. Bei diesen Bewegungen kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Atomen. Beim Zusammenstoß gewinnen die Atome an Energie und ihre Elektronen springen auf eine höhere Energiestufe. Beim Zurückspringen in ihre ursprüngliche Energiestufe geben Sie ein Photon ab, ein "Lichtquäntchen".

Das abgegebene Licht ist das Resultat der Plasmabewegung unter Einfluss eines starken elektrischen Felds. Aber es reicht nicht aus, eine ständige Energiedifferenz an die Anschlüsse der Röhre anzulegen: Damit Licht ausgesendet wird, muss das Plasma ständig in Bewegung gehalten werden, also legt man Wechselstrom an die Anschlüsse an. Diese Spannung lässt die Gas-Ionen von einem Anschluss zum anderen hin- und herwandern.

Dabei gibt es allerdings ein Problem: Das vom Plasma abgegebene Licht ist unsichtbar. Es handelt sich dabei nämlich um ultraviolette Strahlung, die erst in sichtbares Licht umgewandelt werden muss. Hierfür sind die Wände der Röhre mit einem UV-empfindlichen Puder beschichtet, das (im Fall von konventionellen Leuchtstoffröhren) weißes Licht aussendet. Dieses Puder, das häufig Phosphor genannt wird, ist ein Szintillator: ein Material, das ein Lichtwellenbereich in einen anderen umwandeln kann.

Der Einsatz von Szintillatoren ist in Bildschirmtechnologien nicht neu. Kathodenstrahlröhren enthalten Szintillatoren, die den Elektronenstrahl in rotes, grünes oder blaues Licht umwandeln.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 26/04/2008 15:35
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-0+

Großartiger Artikel der sehr in die Tiefe geht und mit guten physikkalischen und technischen Details gläntzt!

MrBurns 07/07/2008 03:32
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Ich glaub, thg sollte sich in Zukunft mit Prognosen zurückhalten.

Der Artikel ist mittlerweile 3 Jahre alt und Kathodenstrahl-Fernseher müssten demnach seit einem Jahr veraltet sein, was aber noch immer nicht der Fall ist (die Bildqualität ist bei CRTs noch immer besser und bei kleineren Bilddiagonalen haben sie auch noch immer den höchsten Marktanteil).

Anonymer Nutzer 30/08/2008 23:02
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Röhrengeräte bieten immer noch die beste Bildqualität. Das wissen auch die Händler, daher stehen Flachbildschirme nie mit Röhrengeräten zusammen, um dem Kunden nicht die Möglichkeit des Bildvergleichs zu geben. Und die Röhrengeräte liefern, sofern man sie überhaupt noch findet, ein dank absichtlich zu niedrigem Antennensignal ein mehr oder weniger verrauschtes Bild, so dass man sich zu den Flachbildschirmen hingezogen fühlt. Die sind dann der Renner. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich derart verarschen lassen, zumal die Preise, auch wenn sie schon deutlich gesunken sind, nicht grade als Schnäppchen gelten können. 1000 Euro für eine Bildqualität auszugeben, die an die antiquierten VHS-Videorekorder erinnert, läßt sich wohl nur durch derartige Manipulation erklären. Gibt es einen einzigen Vergleichstest, in dem Röhren- und Flachbildschirmgeräte miteinander verglichen wurden?

Anonymer Nutzer 14/09/2008 14:36
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Ja gab es auf planetopia

Anonymer Nutzer 18/09/2008 11:44
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Hab ich leider nicht gesehen. Zu welchem Ergebnis ist man denn da gekommen?

Anonymer Nutzer 08/10/2008 00:37
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Da ist viel Schnee von gestern.
Der Energieverbrauch ist heute in der Praxis bei Plasma und LCD praktisch gleich. Das ist einfach ein ÖKO-Märchen aus der Werbung.
Neue Plasmabildschirme haben eine Lebensdauer von 100 000 Stunden.
Ich habe meinen durchaus guten ( In Vergleichstests besten )32 Zoll LCD gegen einen 42 " Plasma getauscht. Die Farben sind natürlicher und das Bild plastischer.
Wer je hochwertige digitale Photos auf einem LCD und einem Plasma TV verglichen hat, wird ohne Zögern zum Plasma greifen. Das Bildergebnis ist überwältigend.
Damit will ich nichts gegen die LCD sagen, diese haben nämlich bei bestimmten Anwendungen tatsächlich ihre Berechtigung.

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