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Von der Leuchtstoffröhre zum Plasmapixel

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19:00 - 22/04/2005 von Benoît Dupont

Die Anwendung dieser Technologie bei Pixeln in einem Plasmabildschirm ist recht unkompliziert. Jedes Pixel besteht aus drei identischen mikroskopisch kleinen Hohlräumen mit einem Edelgas (Xenon) und jeweils einer Elektrode an der Vorder- und Rückseite. Durch Anlegen eines starken Wechselstroms an die Elektroden wird das Plasma in den Hohlräumen in Bewegung versetzt. Das Plasma sendet UV-Strahlen aus (im Diagramm violett dargestellt), die auf die Szintillatoren unten im Hohlraum treffen. Diese Szintillatoren sind so gewählt, dass sie Licht jeweils einer Grundfarbe aussenden - Rot, Grün oder Blau. Das farbige Licht dringt durch das Glas und wird für den Benutzer sichtbar.

Plasmapixel funktionieren zwar ähnlich wie Leuchtstoffröhren, aber die Herstellung ganzer Panels von ihnen wirft einige technische Probleme auf. Die erste Schwierigkeit bei der Herstellung besteht in der Größe der Pixel selbst. Ein Plasma-Subpixel hat ein Volumen von 200 x 200 x 100 µm - mehrere Millionen von ihnen nebeneinander anzuordnen, ist kein leichtes Unterfangen. Als Nächstes muss die vordere Elektrode möglichst transparent sein; hier verwendet man Indiumzinnoxid (ITO von englisch "indium tin oxide"), das sowohl leitfähig als auch transparent ist. Leider kann die ITO-Schicht noch so kurz sein, der elektrische Widerstand des Materials für eine gute Stromleitung wäre zu hoch. Also fügt man häufig eine dünne Schicht Chrom hinzu. Chrom ist ein viel besserer Leiter, hat aber äußerst schlechte Eigenschaften in punkto Lichtdurchlässigkeit.

Schließlich müssen geeignete Szintillatoren (oder "Leuchtstoffe") gefunden werden. Welche Leuchtstoffe in Plasmapixeln zum Einsatz kommen, hängt von der gewünschten Farbe ab:

Grün : Zn2 SiO4 :Mn2+ / BaAl12 O19 :Mn2+ Rot : Y2 O3 :Eu3+ / Y0,65Gd0,35BO3 :Eu3+ Blau : BaMgAl10 O17 :Eu2+

Diese drei Leuchtstoffe erzeugen Wellenlängen zwischen 510 und 525 nm für Grün, 610 nm für Rot und 450 nm für Blau. (Die genauen chemischen Formeln sind für die Funktionsweise von Plasmabildschirmen unwichtig, aber für die Chemiker unter Ihnen sind sie vielleicht interessant.)

Das letzte Problem liegt in der Ansteuerung der Pixel, denn wie wir gesehen haben, muss die Intensität der drei Grundfarben-Subpixel unabhängig voneinander geregelt werden können, um unterschiedliche Farbschattierungen hervorzurufen.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 26/04/2008 15:35
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-0+

Großartiger Artikel der sehr in die Tiefe geht und mit guten physikkalischen und technischen Details gläntzt!

MrBurns 07/07/2008 03:32
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Ich glaub, thg sollte sich in Zukunft mit Prognosen zurückhalten.

Der Artikel ist mittlerweile 3 Jahre alt und Kathodenstrahl-Fernseher müssten demnach seit einem Jahr veraltet sein, was aber noch immer nicht der Fall ist (die Bildqualität ist bei CRTs noch immer besser und bei kleineren Bilddiagonalen haben sie auch noch immer den höchsten Marktanteil).

Anonymer Nutzer 30/08/2008 23:02
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Röhrengeräte bieten immer noch die beste Bildqualität. Das wissen auch die Händler, daher stehen Flachbildschirme nie mit Röhrengeräten zusammen, um dem Kunden nicht die Möglichkeit des Bildvergleichs zu geben. Und die Röhrengeräte liefern, sofern man sie überhaupt noch findet, ein dank absichtlich zu niedrigem Antennensignal ein mehr oder weniger verrauschtes Bild, so dass man sich zu den Flachbildschirmen hingezogen fühlt. Die sind dann der Renner. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich derart verarschen lassen, zumal die Preise, auch wenn sie schon deutlich gesunken sind, nicht grade als Schnäppchen gelten können. 1000 Euro für eine Bildqualität auszugeben, die an die antiquierten VHS-Videorekorder erinnert, läßt sich wohl nur durch derartige Manipulation erklären. Gibt es einen einzigen Vergleichstest, in dem Röhren- und Flachbildschirmgeräte miteinander verglichen wurden?

Anonymer Nutzer 14/09/2008 14:36
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Ja gab es auf planetopia

Anonymer Nutzer 18/09/2008 11:44
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Hab ich leider nicht gesehen. Zu welchem Ergebnis ist man denn da gekommen?

Anonymer Nutzer 08/10/2008 00:37
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Da ist viel Schnee von gestern.
Der Energieverbrauch ist heute in der Praxis bei Plasma und LCD praktisch gleich. Das ist einfach ein ÖKO-Märchen aus der Werbung.
Neue Plasmabildschirme haben eine Lebensdauer von 100 000 Stunden.
Ich habe meinen durchaus guten ( In Vergleichstests besten )32 Zoll LCD gegen einen 42 " Plasma getauscht. Die Farben sind natürlicher und das Bild plastischer.
Wer je hochwertige digitale Photos auf einem LCD und einem Plasma TV verglichen hat, wird ohne Zögern zum Plasma greifen. Das Bildergebnis ist überwältigend.
Damit will ich nichts gegen die LCD sagen, diese haben nämlich bei bestimmten Anwendungen tatsächlich ihre Berechtigung.

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