Von der Leuchtstoffröhre zum Plasmapixel, Forts.

Seite zurück Seite vor
19:00 - 22/04/2005 von Benoît Dupont

Ein Plasmabildschirm mit 1280x768 Pixeln enthält ca. drei Millionen Subpixel und sechs Millionen Elektroden. Natürlich kann man unmöglich sechs Millionen Leitungen für die unabhängige Steuerung der Subpixel verlegen, also werden die Leitungen gebündelt (multiplexiert). Die vorderen Leitungen gehören jeweils zu einer ganzen Zeile, die hinteren zu einer ganzen Spalte. Die Platinenelektronik des Plasmabildschirms wählt nacheinander die Pixel aus, die im Panel aufleuchten sollen. Das geschieht sehr schnell hintereinander und ist damit für den Benutzer unsichtbar - etwa wie das Scannen bei Kathodenstrahl-Monitoren.

Es gibt noch andere Arten von Plasmabildschirmen, aber wir werden hierzu nicht ins Detail gehen. Die momentan häufigste Variante ist der ACC-Bildschirm (Alternative Coplanar Current) mit drei statt zwei Elektroden pro Pixel.

Aus Transparenzgründen bestehen die vorderen Elektroden ("Scan" und "Sustain") aus ITO.


Die Ansteuerung von ACC-Bildschirmen ist zwar komplizierter, aber sie bieten den großen Vorteil, dass der Plasmafluss länger aufrechterhalten werden kann als bei herkömmlichen Bildschirmen. In der ersten Stufe wird eine "Ladungsbarriere" mit einem starken Spannungsunterschied von 300 V als +100 V und -200 V zwischen der Scan- und der Datenelektrode angelegt. Danach wird die Polung durch das Anlegen eines Wechselstroms zwischen den Scan- und Sustain-Elektroden (+180 V, -180 V, +180 V etc.) ständig gewechselt. Der Vorteil hierbei ist, dass der Fluss aufrecht erhalten werden kann, die Datenelektrode aber für die Ansteuerung des nächsten Pixels frei bleibt. Auf die gleiche Weise können die Entladungen über diese Datenelektrode unterbrochen werden.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 26/04/2008 15:35
Ausblenden
-0+

Großartiger Artikel der sehr in die Tiefe geht und mit guten physikkalischen und technischen Details gläntzt!

MrBurns 07/07/2008 03:32
Ausblenden
-0+

Ich glaub, thg sollte sich in Zukunft mit Prognosen zurückhalten.

Der Artikel ist mittlerweile 3 Jahre alt und Kathodenstrahl-Fernseher müssten demnach seit einem Jahr veraltet sein, was aber noch immer nicht der Fall ist (die Bildqualität ist bei CRTs noch immer besser und bei kleineren Bilddiagonalen haben sie auch noch immer den höchsten Marktanteil).

Anonymer Nutzer 30/08/2008 23:02
Ausblenden
-0+

Röhrengeräte bieten immer noch die beste Bildqualität. Das wissen auch die Händler, daher stehen Flachbildschirme nie mit Röhrengeräten zusammen, um dem Kunden nicht die Möglichkeit des Bildvergleichs zu geben. Und die Röhrengeräte liefern, sofern man sie überhaupt noch findet, ein dank absichtlich zu niedrigem Antennensignal ein mehr oder weniger verrauschtes Bild, so dass man sich zu den Flachbildschirmen hingezogen fühlt. Die sind dann der Renner. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich derart verarschen lassen, zumal die Preise, auch wenn sie schon deutlich gesunken sind, nicht grade als Schnäppchen gelten können. 1000 Euro für eine Bildqualität auszugeben, die an die antiquierten VHS-Videorekorder erinnert, läßt sich wohl nur durch derartige Manipulation erklären. Gibt es einen einzigen Vergleichstest, in dem Röhren- und Flachbildschirmgeräte miteinander verglichen wurden?

Anonymer Nutzer 14/09/2008 14:36
Ausblenden
-0+

Ja gab es auf planetopia

Anonymer Nutzer 18/09/2008 11:44
Ausblenden
-0+

Hab ich leider nicht gesehen. Zu welchem Ergebnis ist man denn da gekommen?

Anonymer Nutzer 08/10/2008 00:37
Ausblenden
-0+

Da ist viel Schnee von gestern.
Der Energieverbrauch ist heute in der Praxis bei Plasma und LCD praktisch gleich. Das ist einfach ein ÖKO-Märchen aus der Werbung.
Neue Plasmabildschirme haben eine Lebensdauer von 100 000 Stunden.
Ich habe meinen durchaus guten ( In Vergleichstests besten )32 Zoll LCD gegen einen 42 " Plasma getauscht. Die Farben sind natürlicher und das Bild plastischer.
Wer je hochwertige digitale Photos auf einem LCD und einem Plasma TV verglichen hat, wird ohne Zögern zum Plasma greifen. Das Bildergebnis ist überwältigend.
Damit will ich nichts gegen die LCD sagen, diese haben nämlich bei bestimmten Anwendungen tatsächlich ihre Berechtigung.

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Bildschirme (PC-Monitore)
Alle Bildschirme (PC-Monitore) Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner