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Festplatte ohne Mechanik und superschnell: Gigabyte i-RAM
1 - Weg mit der Festplatte?

Festplatten haben es bis heute nicht geschafft, dem steigenden Leistungshunger moderner PC-Systeme nachzukommen. Besonders bei Audio-, Video- und Bildbearbeitung sowie bei Servern erkennt man schnell ihre Grenzen. Im Vergleich zu den Durchsatzraten anderer Systemkomponenten erscheinen die Eckdaten moderner Hard Drives noch immer ernüchternd niedrig. Ganz zu schweigen bei flüchtigen Speichern (RAMs) - hier erscheinen Zugriffszeiten und Transferraten wie eine Ewigkeit.
Seit Jahren gibt es Ansätze, die Leistungsfähigkeit des Speicher-Subsystems "Festspeicherplatte" zu beschleunigen, denn mit Ausnahme untergeordneter Speicherlaufwerke wie CD-ROM, DVD-ROM, Disketten oder sonstigen, wechselbaren Medien ist die Festplatte nach wie vor das langsamste Gerät eines modernen PCs. Nicht umsonst ist die Industrie bemüht, die Rotationsgeschwindigkeit von Festplattenlaufwerken langfristig weiter zu steigern.
Die bislang übliche Problemlösung nennt sich Solid State Disk, also eine Festplatte, die vollständig aus Speicherchips zusammengesetzt wird. Führend hierbei sind vor allem die amerikanischen Anbieter Bitmicro und SolidData, während letzterer nur auf komplette Appliances für professionelle Kunden setzt und Bitmicro einzelne Solid State Laufwerke anbietet, die man theoretisch auch als Endkunde erwerben kann. Theoretisch deswegen, da sich die Preise schnell in Schwindel erregenden Höhen von mehreren tausend Euro bewegen können.
Zum Einsatz kommen dabei Speichermodule, die durch eine Batterieschaltung für einen begrenzten Zeitraum vor Datenverlust geschützt werden . Ohne elektrische Ladung lässt sich der Zustand der CMOS-Transistoren heutiger Speicherchips nämlich nicht erhalten. Das Ergebnis ist jedoch sehr überzeugend: Solid-State-Laufwerke sind weit robuster gegenüber Erschütterung und sind wie zu erwarten vielfach schneller als magnetische Speichermedien - und das gerade beim Zugriff.
Der taiwansche Anbieter Gigabyte kam, vermutlich auf der Suche nach neuen, attraktiven Produktideen, auf eine interessante Idee: Was, wenn man eine Solid State Festplatte aus gewöhnlichen Speichermodulen zusammensetzen würde? Heraus gekommen ist das i-RAM, eine Platine mittlerer Größe mit vier DIMM-Sockeln, Pufferbatterie und Serial-ATA-Schnittstelle. Die Stromversorgung erledigt ein PCI-Stecker; einen freien Slot sollte man also mindestens haben, wobei die Karte aufgrund des Platzbedarfs der Speichermodule zur Seite den Platz zweier Steckkarten beansprucht.
- Seite vor Die Zutaten: i-RAM im Detail
- 1 Weg mit der Festplatte?
- 2 Die Zutaten: i-RAM im Detail
- 3 i-RAM im Detail, Fortsetzung
- 4 Los geht's: Speicherbestückung
- 5 Installation
- 6 Ohne Platz geht nichts
- 7 Leistungserwartung und Einsatzzwecke
- 8 Windows-Installation auf i-RAM: Genial oder verrückt?
- 9 i-RAM im RAID?
- 10 Testkonfiguration
- 11 Benchmarkergebnisse
- 12 Server-Performance
- 13 Datenbank- und Workstation
- 14 h2benchw
- 15 Startup-Zeiten
- 16 Fazit: Beeindruckend schnell, aber nichts für Zuhause
- 17 Ausblick: Hybrid-Festplatten
- 18 Mehr zum Thema
Schöner Bericht!
Mal sehen wie das werden wird.
mfg Gerit
@Gerit
Hast Du mal auf das Datum des Berichts geschaut? 2005(!)
Lt. Geizhals.at ist i-RAM bei etlichen Händlern für ca. 120 ? gelistet, allerdings ist es bei keinem Anbieter auch tatsächlich lieferbar.
Soviel zu "Mal sehen wie das werden wird"
DerPhil