Praxiswissen PMR: Perpendicular Magnetic Recording

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15:45 - 02/05/2006 von Patrick Schmid

Quelle: Hitachi.

Mit der Einführung der 1,8"-Laufwerksfamilie mit bis zu 60 GB startete Toshiba als erster Hersteller mit einem PMR-Laufwerk in den Markt. PMR steht für Perpendicular Magnetic Recording und arbeitet mit vertikaler Ausrichtung der magnetisierbaren Teilchen auf den Speicherscheiben (siehe Grafik). So lassen sich mehr Bits pro Fläche unterbringen, denn horizontale Aufzeichnungsverfahren leiden bei weiterer Erhöhung der Speicherdichte unter so genanntem Superparamagnetismus: Magnetische Teile beeinflussen sich dabei gegenseitig und kompromittieren somit die Datenintegrität.

Dank vertikaler Aufzeichnungsverfahren lassen sich die Datendichten mittelfristig von etwas über 100 Gigabit pro Quadratzoll auf mindestens das Doppelte steigern. Langfristig erhoffen sich die Hersteller sogar eine Verzehnfachung der möglichen Speicherkapazitäten pro Flächeneinheit.

Alle Anbieter arbeiten intensiv an PMR-Produkten. Hitachi spricht von 3,5"-Terabyte-Festplatten und 20-GB-Microdrives in naher Zukunft, Fujitsu kündigte bereits ein 2,5"-Laufwerk mit 200 GB Kapazität für die zweite Jahreshälfte an. Wirklich aktiv sind bislang allerdings nur Toshiba und Seagate. Toshiba dominiert im 1,8"-Segment, während Seagate die Momentus 5400.3 mit 160 GB sowie die Cheetah 15K.5 mit PMR-Technologie ausliefert. Auch eine 3,5" SATA-Festplatte mit 750 GB soll im Sommer erscheinen, und das ist vermutlich erst der Anfang.

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