Objektive Tests unter Werkseinstellungen

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18:00 - 09/02/2005 von David Bonnivard

Testbild

Um es gleich vorwegzunehmen: Wir waren enttäuscht. Die verschiedenen Weißstufen waren kaum zu unterscheiden, außer bei geringem Kontrastverhältnis. Das bedeutet, man erhält nur dann ordentliches Schwarz, wenn das Weiß einheitlich sehr hell ist. Die Farben waren etwas blass, was sich aber verbessern lässt. Die Graustufen waren nicht immer klar getrennt und es erschienen ein paar dominante Farben, vor allem Blau. Die Schärfeeinstellung musste deutlich erhöht werden, um korrekt getrennte vertikale Linien zu erhalten. Die Auflösung war insgesamt etwas schlechter als bei der Konkurrenz, und das Bild sieht schnell nach einem Computerbild aus, wenn die Schärfe zu sehr erhöht wird. Die Geometrie hingegen war in Ordnung, die Kreise waren im Seitenverhältnis 16/9 und 4/3 perfekt rund.

Subjektive Tests

Optimierung vor subjektiven Tests
Kontrast: 85
Helligkeit: 52
Farben: 57
Farbton: 50
Schärfe: 73
Schwarzpegel: Hoch
Farbtemperatur: Mittel
Cinema Black Pro: Ein

Unser erster Eindruck aus den Testbildn bestätigte sich beim Ansehen der Filmauszüge. Zum Beispiel fehlte es in der Szene in Blade II , in der die Falltür zur Kanalisation geöffnet wird, ein wenig an Kontrast und die verschiedenen Graustufen wurden nur unzureichend wiedergegeben. Hier und da traten je nach Kameraführung außerdem bisweilen Funken auf. Die Aktivierung der Video-Rauschunterdrückung war nicht sehr effektiv, verbesserte aber die Gesamtwiedergabe geringfügig. Die Farben in Nemo waren nicht so leuchtend wie bei den anderen Videoprojektoren im Test. Der fehlende Kontrast erzeugte den Eindruck als wäre vor der Leinwand ein Schleier. Die Hintergründe waren nicht stabil und die Details wiesen eine schlechte Auflösung auf. Der Gittereffekt war in jedem unserer Filmausschnitte sichtbar. Die Anzeige von größeren Bildern als 2 m ist daher nicht drin, es sei denn, Sie sitzen 5 m von der Leinwand entfernt.

Obwohl die ersten Ergebnisse nicht sehr viel versprechend waren, versuchten wir es mit Minority Report , einem sehr schwer anzuzeigenden Film. Das Ergebnis war eindeutig: Die Leistung war die schlechteste unter allen getesteten Projektoren. Wir schafften es nicht, ein Bild mit irgendeiner Kontrastabstufung anzuzeigen. Wir bekamen entweder alles oder nichts, egal ob bei Helligkeit, Schwarztiefe oder Detailgenauigkeit. Breitbild-Aufnahmen lieferten nicht genug Details, um genau erkennen zu können, was eigentlich auf der Leinwand gezeigt wurde.

Der Sony VPLHS3 ist der einzige der für diesen Artikel getesteten Projektoren mit einem HDMI-Eingang für die Anzeige hochauflösender Bilder in 720P und 1080i. Also schlossen wir ihn über HDMI an den Samsung HD945 DVD-Player an. In dieser Kombination lieferte der VPLHS3 Bilder mit deutlich weniger auffälligem Gittereffekt. Wir konnten problemlos ein 2,5 Meter großes Bild im Abstand von 4 m anzeigen. Die Breitbilder waren viel stabiler, und die beim S-Video-Anschluss auftretenden Funken verschwanden völlig. Allerdings war das Kontrastverhältnis immer noch schlechter als bei der Konkurrenz, und der Schwarz-Weiß-Abgleich war weiterhin schwierig zu erzielen.

Wir würden den VPLHS3 nur empfehlen, wenn Sie einen DVD-Player mit HDMI-Ausgang besitzen oder kaufen möchten. So können Sie die Formate 480p, 576p, 720p und 1080i anzeigen, die für eine deutlich bessere Auflösung und mehr Flimmerfreiheit sorgen.

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