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Filmkonserven: Festplatten-Player mit TV-Anschluss

19:00 - Donnerstag, 18. August 2005 von Siggy Moersch
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1 - Einleitung

DVD-Player mit DivX-Unterstützung waren bislang eine gute Alternative zum lauten Wohnzimmer-PC. Jetzt kommen die ersten Multimedia-Boxen, die Filme direkt von der Festplatte abspielen können und kaum größer als ein Taschenbuch sind.
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Externer Speicher mit DivX-, XVid- und DVD-Ausgabe

DVD-Player sind heutzutage in fast jedem Wohnzimmer zu finden und haben VHS-Bänder längst abgelöst. Viele dieser Player können sogar DivX- und MP3-kodierte Dateien wiedergeben. Doch das noch einen großen Nachteil. Man muss zuerst die Dateien auf einen Rohling quetschen, um diese dann auf dem Standalone-Player abzuspielen zu können. Das setzt jedoch voraus, dass man einen DVD-Brenner und viele Rohlinge sein eigen nennen muss. Eine neue Alternative sind HDD-Player, in denen sich, je nach Bauform eine 2,5-/ 3,5-Zoll-IDE-Festplatte einbauen lässt. Diese Video-Player verzichten ganz auf optische Medien. Die Dateien werden per USB 2.0 auf die eingebaute Festplatte überspielt. Der Kopiervorgang dauert pro Gigabyte knapp eine Minute, was akzeptabel ist. Das Abspielen erfolgt dann direkt von der Platte des HDD-Players mit dem gleichen Komfort, wie man ihm vom DVD-Player kennt. Und per Fernbedienung bequem vom Sofa aus.

HDD-Player akzeptieren eine große Anzahl von Video- und Audiokompressionsverfahren. Zu den wohl Bekanntesten zählen DivX, xVid und MP3. Im Gegensatz zu MPEG-2 (DVD) sind DivX-kodierte Dateien wesentlich kleiner und nehmen somit weniger Speicherplatz in Anspruch. Durch immer besser werdende Komprimieralgorithmen des Videocodes steht DivX und Co. dem DVD-Pendanten um nichts nach. Die neusten Funktionen des DivX-Codecs unterstützt jetzt sogar Menüs und Kapitelverwaltung, ähnlich wie man es von einer DVD her kennt. Leider werden diese Menüs (noch) nicht von den Playern unterstützt. Will man diesen Komfort jedoch weiterhin benutzen, muss man auf die DVD-Struktur ausweichen. Das vom DVD-Medium bekannte Video_TS-Verzeichnis, wird von den HDD-Player als solches akzeptiert. Alle Funktionen, wie Kapitel, Untertitel oder alternative Sprachen oder Kamerawinkel lassen sich wie bei einem Standalone-Player bedienen und nutzen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Boxen diese Funktionen des DivX-Codecs durch ein Firmware-Update unterstützen.

Bei geschützten MP3-Dateien, die man sich aus dem Internet zum Beispiel bei I-Tunes herunterladen kann, wird eine Wiedergabe von den Playern verweigert. Das Gleiche gilt auch bei Video-Downloadportalen, die DVD- oder AVI-Dateien anbieten. Mit Digital Rights Management geschützte Dateien brauchen zum Abspielen immer einen Online-Zugang, was die HDD-Player nicht besitzen. Erst nach dem Empfangen eines Freischaltcode kann zum Beispiel der Microsoft Media-Player die DRM-Datei wiedergeben. Dieser empfangene Code gilt aber nur für diesen einen Computer und lässt sich nicht auf die HDD-Player oder einen anderen Computer übertragen.

Unsere drei Testkandidaten haben quasi einen riesigen Speicherplatz. Mit einer 500-GByte-Festplatte könnte man zirka 10.000 Minuten Video in MPEG-2 speichern. Mit DivX komprimierten Videodateien wären das im Idealfall 60.000 Minuten oder besser gesagt 41 Tage. Das hört sich noch besser an, wobei man bei der Qualität keinen Abstrich machen muss. Bei MP3-Musikdateien würden gleich 3 Monate ununterbrochene Wiedergabe garantiert sein.


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