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Flash: Ab in die Rente?

19:00 - 19/10/2004 von Wolfgang Grüner

Flash-Speicher sind aus unserem IT-Alltag nicht mehr wegzudenken. Es gibt nur wenige Segmente, in denen sich die nunmehr bereits 16 Jahre alte Technologie noch nicht breit gemacht hat. Immer dann, wenn kompakte, schnelle und nicht-flüchtige Speicherlösungen gefragt sind, wird auf Flash zurückgegriffen. Dies gilt vor allem bei digitalen Kameras, Handys und den rasch beliebter werdenden portablen USB-Sticks. Die Kapazitäten von Speicherkarten haben längst die Gigabyte-Grenze überschritten; aktuelle Compact-Flash-Karten sind beispielsweise mit bis zu acht Gigabyte für etwas weniger als 1000 Euro zu haben.

Die großen Hersteller - Samsung, Toshiba, Spansion (AMD/Fujitsu), Intel und ST Microlelectronics - freuen sich über ein stabiles Geschäft mit gesunden Umsatzzuwächsen von Quartal zu Quartal. Trotz des reifen Alters von Flash befindet sich die Branche immer noch in einem sich entwickelnden Markt mit kaum vorhersagbaren Produktions- und Umsatzvolumina.

Und trotzdem diskutieren Entwickler und Hersteller bereits unüberhörbar über mögliche Nachfolger von Flash als notwendige Evolution. Der Diskussionsstoff ergibt sich aus dem Fakt, dass heute zwar die Anforderungen an seine Zielmärkte erfüllt werden. Der Druck auf eine kontinuierlich schnelle Evolution der Speicher wächst allerdings zusehends aufgrund der rasanten technischen Entwicklung von Peripherie und der daraus entstehenden höheren Anforderungen an Geschwindigkeit und Kapazität von Flash.

Die Stimmen mehren sich, dass Flash in absehbarer Zeit "gerade noch gut genug" sein wird und mittelfristig ersetzt werden muss, so jedenfalls der Tenor der Branche. Mögliche Schwachpunkte von Flash-Memory sind demnach eine natürliche Grenze der Skalierbarkeit, bei der sich eine weitere Verkleinerung der Zellen sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen könnte, zu langsame Schreibgeschwindigkeiten sowie eine begrenzte Anzahl von Schreibzyklen.

Wir sind dem aktuellen Entwicklungsstand von den derzeit heißesten Technologietrends - Magneto-resistive RAM (MRAM), Ovonics Unified Memory (OUM) und Nanokristalle - nachgegangen und wagen einen Ausblick für die Zukunft des Speichers bis ans Ende der Dekade.

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