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Prof gibt euro noch 5 Jahre

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Ein Interview vom 23-12-2002 in der WELT mit Prof. Schachtschneider (Eurokritiker) zur Zukunft des euro lässt aufhorchen !
Ich stimme seinen Feststellung weitgehend zu.

„Den Euro gibt es nur noch fünf Jahre“
Ein Jahr nach der Bargeldeinführung: Professor Schachtschneider entwirft ein düsteres Zukunfts-Szenario -
Interview (auszugsweise)
Durch die jüngste Umfrage, wonach nur jeder Vierte Deutsche den Euro akzeptiert, fühlt sich Karl Albrecht Schachtschneider bestätigt. Der 62-jährige Professor für Öffentliches Recht an der Wirtschaftsfakultät in Nürnberg, der 1998 vor dem Bundesverfassungsgericht den Prozess gegen die Einführung des Euro verlor, gibt der Gemeinschaftswährung noch höchstens fünf Jahre. Mit ihm sprach Alexander von Gersdorff.
- - -
wen's interessiert, das vollständige Interview
ist hier nachzulesen :
www.welt.de/data/2002/12/23/27441.html
- - -
und zum Schluss die Prognose vom Prof. :
Schachtschneider: Der Euro dürfte noch etwa fünf Jahre Bestand haben. Nicht Deutschland wird sich von ihm trennen, weil die deutschen Politiker die Desintegration nicht wagen werden, sondern eher Frankreich oder Italien, sobald dort die wirtschaftlichen und politischen Vorteile verpufft sind: Zinsen auf deutschem Niveau, Ende der Bundesbank-Diktatur. Die deutsche Wirtschaft ist dann allerdings schwer geschädigt.
DIE WELT: Was kommt dann?
Schachtschneider: Die Rückkehr zu Einzelwährungen, eventuell auch in Blöcken, beispielsweise Deutschland mit Österreich und Dänemark, dessen Krone de facto schon an den Euro gekoppelt ist. Die Mark kommt aber nicht so zurück, wie sie war. Das Vertrauen ist ruiniert.
Artikel erschienen am 23. Dez 2002

© WELT.de 1995 - 2002
"928forever"

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Ich hätte da noch einen Kritikpunkt:
Einheitliche Währung, aber keine einheitliche rechtl. Grundlage im €urogebiet.

Antworten Waalkamaan
- 0 +

Ich sage da nur:
"Eine Währung, sie zu knechten,."!
Mfe

Antworten Mfe

Der Euro kann nicht mehr sterben!
Er ist inzwischen zu einer Krisenwährung geworden (s. Irak-Konflikt) und zum jetzigen Zeitpunkt mehr Wert als der Dollar.
Er ist inzwischen so stabil wie die Deutsche Mark.
Es ist völlig normal, dass er noch nicht in hohem Maße von den Bürgern akzeptiert wird, schließlich wird er noch als Teuro angesehen. Das wird sich ändern.
Zahlreiche Staaten, die nicht der EU angehörigen, haben den Euro als Staatswährung eingeführt - oder haben ihre Währung an den Euro gekoppelt.
Die Kapitalmärkte haben ihre Werte inzwischen 1:1 angelegt (gleiche Mengen in Dollar und Euro).
Wird der Euro wieder abgeschafft oder trennen sich einige EU-Staaten davon, bricht das ganze Vertrauen in diese Währung zusammen. Die Folge:
Der Wert des Euro fällt rapide -
Das europäische Wirtschaftssystem bricht zusammen -
Es kommt zu einem weltweiten Zusammenbruch der Kapitalmärkte -
Die Weltwirtschaft bricht zusammen, da immense Milliarden-Werte vernichtet werden -
Wir erleben einen erneuten Schwarzen Freitag wie am 25. Oktober 1929.
Der Euro ist stabil, bleibt stabil und wird in weiteren Ländern eingeführt.

Antworten merano10
- 0 +

Der T-Euro wird leider nicht verschwinden und und sie deutsche Volkswirtschaft noch eine Menge Entbehrungen bringen.
Die Währung hat zahlreiche Firmen / Handelsketten zu massiven Preiserhöhungen gebracht. Die aktuell anzutreffende Propaganda ist eine schlichte Lüge, unter dem Schnitt sind die Produkte in der Tat teurer geworden. Wenn manche Produkte billiger wurden dann ging das auf Kosten von Gewinnmargen und Qualität. Für das Geld von Hazet Werkzeug kriege ich mitlerweile Snap-On. Gastronimoe, Handwerker, Einzehhandel.
In meiner Nähe hat ein Elektroladen die DM Preise einfach auf Teuro umgestempelt. Da gibt es so einen roten Stempel der jetzt einfach auf die Etiketten degrückt wird. Sieht ganz witzig aus. Statt 1.90DM steht da jetzt ein rotes E vor dem Preis.
"E 1.80 DM". Als fairen Ausgleich gibt es auf Nachfrage bis zu 40 Prozent Nachlass.
Das Hauptübel wird nicht die Währung werden. Bis auf die schamlose Ausnutzung der Gelegenheit durch gewisse Personen ist es egal, ob da jetzt A, B, E oder DM draufsteht.
Das Übel an sich ist Europa, vor allem in Bezug auf die Osterweiterung. Wir werden uns mit dem gesamten Osten mesen lassen müssen.
Was nutzen uns neue Märkte, wenn wir uns dadurch unendlich Konkurrenz machen?
Das mit der DDR war teuer genug, weitere Aktionen in dieser Richtung können wir uns nicht leisten!

Das Problem ist nicht unbeding die Währung, egal wie sie jetzt heissen mag .
Man hätte das Ding auch Dollar light nennen können .
Fakt ist das der Einzelhandel und insbesondere nur der Einzelhandel letztes Jahr ab mitte 2001 sich reichlich hinreissen lassen hat , sämtlich Preise noch oben zu korrigieren , um damit die ach so schönen Rabat-Aktionen aanfang diesen Jahre finanzieren zu können. Nur das die Rabat-Aktionen nicht in dem umfang ausgefallen sind , wie man vorher die Preise angehoben hat , so daß man wieder gleich auf wäre .
Wie kann es zum Beispiel sein das der Einzelhandel letztes Jahr das Rekordergebnis / Umsatz Weihnachtsgeschäft seit Kriegsende verkündet hat, und dieses Jahr heult das er 2.4 % weniger hat als letztes Jahr . Rechnen kann ja wohl jeder . Oder aber das ein Alfa 156 letztes jahr in der basis 32000 DM gekostet hat und dieses jahr 24000Euro .
Aber es ist nichts teurer geworden , nur etwa 0.2% , davon hab ich nix gemerkt von den 0.2 % für mich warens irgendwie 20.0 %.
In allen Ländern Europas in denen der Euro eingführt wurde , sind gesetze zur " Währung und Preisstabilität" erlassen worden , deshalb sind auch alle anderen Länder glücklich mit ihrem euro , es hat sich für sie nix geändert.Preislich.
Nur in deutschland , wo ja jeder Graßhalm einem Gesetzt unterliegt und geregelt ist durch diverse beamte die das überwachen , dort hat man ausgerechnet dieses gesetzt vergessen .
Was für ein zufall das man das hierzulande vergessen hat , wollte man so auf kosten der verbraucher etwa indirekt die Wirtschaft und den ach so armen Mittelstand unterstützen , hmmm . ein Schelm wer böses dabei denkt

Antworten frezzer999

Hi Frank,
das Argument mit der ehemaligen DDR ist absolut stichhaltig und der Kostentransfer dahín war bis jetzt gewaltig.
Was unsere Herren Politiker aber jetzt mit der Osterweiterung machen ist dieses innerdeutsche Problem in exponentieller Form. Die Kosten hierfür werden auf lange Sicht gewaltig sein und ich brauche nicht lange nachzudenken, wer dafür hauptsächlich zur Kasse gebeten wird.
Unser Lebensstandard wird für die breite Masse der deutschen Bevölkerung stagnieren, eher sogar sinken. Selbst die Mittelschicht blutet langsam aus. Ein schleichender Prozess der schon eingesetzt hat und viele merken es langsam.
Die Probleme die wir uns mit einer aufgeblähten EU und diesem scheiss Teuro einhandeln sind um ein vielfaches grösser als die, die mit dem Fall der Mauer innerdeutsch auftraten und an denen wir schon genug zu knabbern haben.
Der Professor hat m.E. auf der ganzen Linie recht und irgendwie beschleicht mich ein sehr ungutes Gefühl.
Ich erinnere nur mal an den Fettwanst Kohl "blühende Landschaften in wenigen Jahren, finanziert sich von selbst" sozusagen aus der Portokasse blablablahh.
Wir wurden damals verkohlt und jetzt wird der Bevölkerung wieder nicht alles gesagt was da auf sie zukommt, ich vermute das endet im selben Desaster, nur um einige Nummern grösser und hinterher hat man sich halt geirrt *achselzuckenderweise*
Die Realität und die damit verbundenen Schwierigkeiten kennt doch jeder und ich versteh nicht, wie unsere Politiker die Staaten in so ein Abenteuer stürzen können.
Den Amtseid "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden" blahblah, vergiss es.
Ich kann mich noch gut erinnern, als im TV Politiker und Wirtschftsweise orakelten, wie toll und wohlstandsfördernd die Entwicklung nach Einführung des Teuro doch werden würde und nicht nur ich hab davon leider noch nichts gemerkt, ganz im Gegenteil !
Die EU mutiert zum Dinosaurier und alle wissen was mit diesen Viechern passiert ist, alle grossen Reiche sind über kurz od. lang wieder zerfallen, weil sie unregierbar waren.
Die ehemalige UdSSR ist das beste und jüngste Bsp. dafür, der EU und uns steht das noch bevor.
Die USA kann man nunmal nicht mit der EU vergleichen, das ist wie Äpfel mit Birnen.
In der EU werden die unterschiedlichsten Völker mit z.T. konträren Interessen und Mentalitäten unter ein Dach gepresst und ich bin mal gespannt , wie lange das gutgeht.
Der Teuro und die Abschaffung der allmächtigen Bundesbank, das ist der sehr hohe (zu hohe) Preis für die Wiedervereinigung, den wir alle als Kriegsfolgeschaden jetzt zu bezahlen haben.
Gruss,
Rainer *need4speed*
"928forever"

Antworten need4speed
- 0 +

Warten wir ab, welche Länder noch in die EU kommen werden. Ich will hier keine Namen nennen oder irgendwelche Länder diskriminieren, aber meiner Ansicht nach kommt da zu viel hinzu!
Expansion darf nicht um jeden Preis erfolgen. In einer Gemeinschaft muß ein homogener Lebensstand gesichert sein um Migration zu unterbinden. Wie wird dieser Stand wohl aussehen? Ehemals Deutsche Normen jetzt in ganz Europa? Wer soll das bezahlen?
Es bleiben 2 Möglichkeiten:
1.)Innere Spannungen wegen unausgeglichenen Divergenzen (Lebensstandard, Gesetze, Versorgung)
2.)Abnahme des deutschen Standards zugunsten der anderen Länder (darauf wird es hinauslaufen).
Eines nur so geschrieben: die Russen hätten vor 12 Jahren nicht derart viel versprochen und derart viel Geld verschenkt.
Und jetzt mit Europa: Deutschland hat die Angewohnheitm immer nur die negativen Regelungen zu übernehmen. Das einzig Positive war die Gewährleistung von 24 Monaten. Ansonsten wurde einiges schlechter. Das beginnt mit dem Führerschein und hört mit Copyrightgesetzen auf.
Argument Nr. 1 sind immer wieder die Märkte:
1.)Wir investieren (=verschenken) unser Geld an bisher zurückgebliebene Nationen.
2.)Wir exportieren Produkte in diese Nationen und freuen uns über den Umsatz. Daß wir das mit unserem eigenen Geld bezahlt haben interessiert keinen mehr.
3.)Wenn die Nationen dann hinreichend entwickelt sind, haben diese ihre eigegen Firmen und kaufen nicht mehr unsere Produkte.
4.)Der Glaube daß deutsche Ingineurskunst der von anderen Nationen überlegen ist, ist absolut falsch. Einerseits bilden wir genügend "Gäste" aus die nach erfolgtem Studium uns mit unserem KnowHow konkurrenz machen, Andererseits ist akademisches Wissen heute auf breiter Front verfügbar.
5.)den Massen die keine Ingenieursmäßige Ausbildung zugute gekommen ist wird jetzt eine echte Konkurrenz geboten. Dank Osterweiterung wird es hier bald günstige Handwerker und Arbeiter etc. geben.

Hey Leute!
http://www.fifoost.org/EU/geschichte/osterweiterung.gif
. welche Länder dazu kommen werden, ist sonnenklar..
Auch ist wohl klar, dass die Putzfrau (die heute aus Polen kommt) dann aus vielleicht Litauen stammt.
Politisch gibt es dazu keine Alternative - dieser "Block" ist z.B. bevölkerungsreicher als die USA - und zu deren Weltmachtbestrebungen muß es ein europäisches Gegengewicht geben.
Das kann nicht aus 25 Einzelstaaten bestehen.
Ich bin Eurer Meinung - die Lasten werden sozialisiert - die Gewinne privatisiert. im Zeichen des "€" und der Globalisierung.
Ich muss mir nur unsere scheidenden Wirtschaftslenker ansehen - Schmiss an der Backe und eine geradlinige Einstellung. har har.
solong maldini

Antworten maldini

..was ist das nur für ein weißer Fleck auf der Landkarte?
Ach ja, wie damals das rebellische gallische Dorf kocht heute die liebe Heidi ihr eigenes Süppchen.
.
Mir geht das auch fürchterlich gegen den Strich, dass demnächst der Ostblock der EU angehören wird. Dann werden Unsummen an Wirtschaftsförderung dort reingepumpt, die Billiglöhner überschwemmen unseren Arbeitsmarkt (Freizügigkeit in der EU) und der hiesige Arbeitsmarkt hat noch mehr Probleme.
Aber wie Du schon sagtest, maldini, politisch gibt es keine Alternative. Das Gegengewicht zu den USA und dem asiatischen Block, der kommen wird, muss hergestellt werden.
Aber wo ist die politische Einheit? Wir brauchen eine europäische Regierung, einen Europa-Kanzler, keine 25 Staaten, die ihr eigenes Süpplein kochen.
So lange das nicht ist, bleibt Europa politisch untergewichtet.

Antworten merano10
- 0 +

Warum muß ein Gegengewicht zu den USA aufbegaut werden?
Die Schweiz macht das auch nicht!?

Zitat
--
Aber wo ist die politische Einheit? Wir brauchen eine europäische Regierung, einen Europa-Kanzler, keine 25 Staaten, die ihr eigenes Süpplein kochen.
So lange das nicht ist, bleibt Europa politisch untergewichtet.
--
Hi,
genau da liegt der Hund doch begraben !
Die politische Union wollen die erzwingen, indem man zuerst das gemacht hat, was normalserweise am Ende eines solchen Prozesses stattfindet, die Währungsunion.
Ein Experiment, das kein Beispiel auf der Welt bisher hat und viele hochrangige Experten haben das auch immer kritisiert und angezweifelt, dass das funktioniert.
Meine Sorge ist, dass die recht behalten werden, aber das wäre eine finanzielle Katastrophe erster Güte.
Eine regierung und ein Präsident ?
Das erleben nicht mal unsere Enkel, weil das pures, illusionistisches Wunschdenken bleibt. Warum ?
Die nationalstaatlichen Interessen dieser Vielvölkergemeinschaft unterschiedlichster Geschichte und Kulturen sind viel zu unterschiedlich und im Gegensatz zu unser Regierung, ob schwarz od. rot, werden diese Interessen auch von manchen Regierungen sehr offensiv vertreten.
Beste Bsp. sind Frankreich, England und Spanien. Ha, die lachen doch nur über den dummen deutschen Michel, der nach wie vor demütig den Geldbeutel aufmacht für alles und jedes.
Ich geb Frank_S 100% recht, wir schaufeln uns wirtschaftlich und sozial unser eigenes Grab. Gleicher unter gleichen und das heisst Nivellierung auf Mittelmass. Die Entwicklung ist bereits eingeläutet und die Arbeitslosigkeit wird durch billige Arbeitskräfte, verbunden mit Reisefreiheit innerhalb der EU auch nicht kleiner, ganz im Gegenteil.
Deutschland ist ja jetzt bereits bei manchen Kritererien ins untere Mittelfeld abgerutscht und wird von andern überholt.
Da freut sich vielleicht der kleine Mann, dass er jetzt endlich einen billigen Handwerker aus dem osten bezahlen könnte, doch oh Schreck, selber arbeitslos und am Hungertuch nagend kann er sich auch das nicht mehr leisten.
Deutschland ist jetzt schon ins Hintertreffen geraten und was heisst es eigentlich, wenn immer mehr Nationen mit eigenen Interessen am grossen, runden Tisch Platz nehmen ?
Noch mehr als bisher Einigung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und das ist , wie gahabt, immer die Suche nach einem faulen Kompromiss und niemals die Optimallösung.
Ich sag euch eins, so wie das angelegt und geplant ist, wird das dauerhaft nicht gehen und gegen die USA ist auch die EU ein Nichts, sowohl wirtschaftlich und erst recht militärisch.
Die USA haben nämlich schon lange das, wovon hier manche nur träumen, einen Präsidenten und eine Regierung und nicht lauter Einzelregierungen, die ihre Nationalstaastsinteressen im Auge haben müssen, um wiedergewählt zu werden (jüngstes Bsp. Frankreich)
Machen wir uns doch nichts vor,
der gegenwärtige Höhenflug des Teuro ist auf die Kriegsängste im Irak zurückzuführen und nicht weil die EU und der Teuro plötzlich so stark sind.
mfG
need4speed
"928forever"

Antworten need4speed

Hi Frank,
das ist das, was uns die Politiker seit Jahren eingebläut haben und wenn man's nur lange genug vorgebetet bekommt, dann glaubt man's am Schluss irgendwann.
Die Amis lachen doch nur über Europa, diesen zerstrittenen Haufen eitler Nationalstaatsregierungen, die über die Währungsunion zwangsvereint sind.
Schon jetzt driften manche Staaten in Haushaltsdefizit, Verschuldung und Inflation dermassen weit auseinander, dass die EZB mit den Zinsen machen kann was sie will, es ist immer verkehrt. Was für den einen gut ist, ist gleichzeitig für die andere Nation schädlich. Kein Land kann mehr so auf seine spezielle Situation währungspolitisch reagieren, wie es eigentlich sinnvoll wäre, die Mechanismen über den Wechselkurs sind ja ausgeschaltet.
Deutschland zahlt mit der Aufgabe der währungspolitischen Souveränität einen sehr hohen Preis und es ist fraglich, wie dieses Experiment ausgehen wird.
Warum wohl wurde darüber bei uns nicht mit einem Votum des Volkes darüber abgestimmt wie es selbst in Frankreich üblich war oder jetzt bei den Tommys ansteht ?
Tjahh, warum wohl. jeder kann's sich denken warum bei uns nicht das Volk wählen durfte.
Warum haben mehrere Wirtschaftprofessoren wie Prof. Schachtschneider vor dem BVG dagegen geklagt ?
Sind das alles nichtswissende Querulanten ? Meine Erfahrung sagt mir, auch Politiker machen kapitale Denkfehler und wenn's schiefgeht will's hinterher keiner gewusst haben und das Volk muss dann den Dreck ausbaden.
Mich wundert nur, dass viele in meinem Bekanntenkreis exakt auch so argumentieren und die Gefahren sehen, aber unsere Politiker stur am eingeschlagenen Weg festhalten.
Die Angleichung des Lebensstandard innerhalb der EU wird kommen und zwar so, dass er andernorts ansteigt und bei uns entsprechend absinkt und dann sind wir vereint, so wie es sich viele gewünscht haben, denen eine mächtige Wirtschaftsmacht Deutschland eh schon immer ein Dorn im Auge war
Denen war's ja nach der Wiedervereinigung himmelangst, dass Deutschland noch mächtiger werden könnte innerhalb der EU, deshalb wurde da gleich mal ein Riegel vorgeschoben.
Der deutsche Michel lässt ja alles mit sich machen.
Wenn ich da an die Thatcher in den 80igern denke, die hat für die Tommys öfters mal auf den Tisch gehauen und sich
nicht die Butter vom Brot hat nehmen lassen.

mfG
need4speed
"928forever"

Antworten need4speed
- 0 +

Nivellierung auf Mittelmass. Das ist ein sehr, sehr guter Begriff der die Sache auf den Punkt bringt!
Fehlendes Nationalbewußtsein unterstützt diese Entwicklung.
Eines ist noch zu bendenken: hätte ganz Europa EINE Regierung, so wäre das kein Vorteil für uns hier.

Ich habe letztens im Radio (B 5 Aktuell, das ist gleichbedeutend mit dem MDR; Nachrichtensender) einer Reportage über die Osterweiterung gehört. Speziell ging es um den Agrarsektor, aber das besondere: alles aus der Sicht der Polen, Ungarn, Tschechen, Bulgaren, usw.
Ergebnis: Die wollen auch nicht. Manche fürchten den Markt an sich (z.B. Nudelindustrie: Image Tschechen vs. Image Italiener) andere, die Polen, schimpfen über zu niedrige Subventionen (sollten erst garnix bekommen, jetzt liegt der Satz bei 55%-65% des Westniveaus; wird in drei Schritten jährlich um 5% erhöht).

Antworten Waalkamaan
- 0 +

Subventionen gehören per Grundgesetzt untersagt. Das ist auch so ein Problem in Deutschland: vom Bergbau bis zur Bahn wird alles subventioniert.

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