Rechner friert dauernd ein

Forum Motherboards, Chipsätze & Speicher : Intel-Plattform - Rechner friert dauernd ein

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Hallo!
Ich bin neu hier und wende mich hilfesuchend an dieses Forum. Mein Problem:
Habe dauernd das Problem, dass beim Microsoft FS2002 der Rechner einfriert, manchmal nach 10 Minuten, dann nach einer Stunde. Es hilft immer nur der Reset.
Mein System:
P4 2,4 GHz FSB 400
Gigabyte 8IRX Mainboard
Pixelview GF Ti 4200 64 MB Grafik
2 x 256 MB DDR Kingston Value
2. GraKa: ATI 264VT4
3Com Ethernet-Adapter
Habe den Prozessor erst vor kurzem von 1,6 GHz aufgerüstet und hatte zuvor keinerlei Probleme mit 3D - Anwendungen.
Was ich jetzt schon alles probiert habe:
Gehäuse offen gelassen
Enermax 450 W - Netzteil eingebaut
sämtliche Detonator-Treiber des letzten Jahres getestet (zur Zeit 40.72)
die RAMs jeweils mit einem dritten getauscht und ausprobiert
im DirectX - Dialog die Soundbeschleunigung reduziert bzw. die AGP-Oberflächenbeschleunigung deaktiviert
neueste BIOS - Revision und Intel-Chipset-Drivers aufgespielt
2.Grafikkarte wieder ausgebaut
Prozessortemperatur immer wieder überprüft (max. 47°)
.und nichts von alledem hat geholfen.
Was ich jetzt bräuchte, ist wirklich einen guten Rat - schön langsam glaube ich fast, dass mein Mainboard nicht mit der neuen CPU "kann" - jedoch die ersten paar Betriebsstunden lief alles perfekt.
Bei 2D-Anwendungen tritt übrigens auch nie dieses Problem auf.
Kann mir jemand weiterhelfen, ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende und schon nah dran, das Mainboard auszutauschen (und mich wieder in ein Investitionsrisiko zu stürzen, da ich ja schon geglaubt habe, mit dem neuen Netzteil klappt es sicher.)
Danke im Voraus für eure - hoffentlich reichlichen - Postings!
Chrissy

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Moin Chrissy,
welches Betriebssystem und tritt das Problem nur mit dem MS FS2002 auf?
Nach dem, was Du schon alles getauscht hast kann ein Hardwarefehler ausgeschlossen werden. Was mich nur ein bisschen stutzig macht, dass das mit dem 1.6er problemlos lief. Schafft der Spannungswandler auf dem Board den Saft für den 2.4er?
Was sagt die Systemtemperatur? Bei offenen Gehäuse kann es auch Temperaturprobleme geben. Durch das Gehäuse gibt es einen Kamineffekt, ist das Gehäuse offen, fehlt die Strömungszirkulation. Da kann an einigen Stellen die Wärme dann schlechter abgeführt werden. Stell doch auch mal einen großen Zimmerventilator davor.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi
- 0 +

Danke für den Beitrag!
Uch verwende Win XP Home und das Problem tritt nur beim Flusi auf, da ich keine anderen Games spiele.
(Ich sehe den Flusi ja auch nicht als Spiel :-)
Auf jeden Fall habe ich jetzt Folgendes probiert, nämlich die PixelView Ti 4200 durch eine TNT2 versuchsweise zu ersetzen und der Rechner lief (zwar mit katastrophaler Framerate) über 90 Minuten lang problemlos. Zuvor war er immer meist nach 10 Minuten, maximal 45 - 60 Minuten eingefroren.
Was könnte also das Problem mit der Grafikkarte sein?
Wäre für weitere Tipps sehr dankbar!
Chrissy

Sieht eher nach einem Problem der Stromversorgung aus. Dein Netzteil bringt -12V, -5V, +12V, +5V und +3,3V. Dein Prozessor braucht aber weniger als 2V und auch eine Grafikkarte ab AGP4X braucht eine geringere Spannung als 3,3V. Dafür gibt es auf dem Board noch mal einen zusätzlichen Spannungswandler. Wenn dieser jetzt durch den neuen Prozessor (der braucht etwas mehr Saft) bis aufs letzte ausgereizt ist, kommen nach ein paar Minuten die Probleme.
Schau mal nach, auf Deinem Motherboard müssten irgendwo noch Leistungstransistoren mit Kühlkörper, ein paar Spulen und Kondensatoren sitzen. Das sollte der Spannungswandler sein. Mach mal kurz nach Einfrieren die Fingerprobe, aber Vorsicht, verbrenne sie Dir nicht. Sind diese schön schnuckelig warm (um nicht zu sagen kochend heiß) einen Lüfter raufsetzen oder Kühlkörper vergrößern.
Es kann auch sein, dass Dein Netzteil überlastet ist. Die Watt-Angabe ist ja nur die Gesammtleistung. Wenn nun alle wichtigen Spannungen aus einer der Versorgungsspannungen des Netzteils erzeugt werden macht das auch schon frühzeitigt die Beine breit. Die höchste Wahrscheinlichkeit liegt aber bei dem Wander auf dem Board. Prüf mal und gib Bescheid.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi
- 0 +

Danke für deine Info!
Ich habe mich jetzt entschlossen, das Motherboard gegen ein neues auszutauschen (mit Vorbehalt) und mal zu schauen, ob dann die ganze Sache wieder läuft.
Es wird ja wahrscheinlich daran liegen, dass das nun doch schon über ein Jahr "alte" Board die Aufrüstung auf 2,4 GHz nicht so problemlos verkraftet hat - Hinweis: Überhitzung des Spannungswandlers - zumal ich zuvor ja nur 1,6 GHz hatte. Mit der GF 4 Karte noch dazu wird es ihm einfach zuviel werden.
Danke!
Chrissy

Ist evtl. nur ein unterdimensionierter Kühlkörper. So ein Transistor kann ohne Probleme 150W verbraten. Er muß aber auch wissen wohin mit der Wärme. Mit einen kleinen Kühlkörper macht er schon bei 5W Verlustleistung schlapp. Warum haben sonst Audioverstärker so große Kühlkörper. Diese kleine Teile auf den Boards haben so einen Wärmewert von 5 - 10 K/W, d.h. pro Watt Verlustleistung erhöht sich die Temperatur um 5 - 10 Grad Kelvin (gleich Grad Celsius). Ein heutiger CPU-Kühler liegt bei unter 0,6 K/W.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi

wie? kelvin is doch nicht das selbe wie celsius, oder?
The ultimate LAN-Clan

Antworten Kralle
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Hiho !
Du schriebst was von zwei Grafikkarten? Dann gehe ich mal davon aus, dass eine davon'ne PCI Karte is?! Probier doch mal nur die PCI Karte.vielleicht beissen sich auch die Treiber (ATI, nVidia). Oder aktualisiere mal den CPU Treiber im Gerätemanager. Vielleicht hilft auch eine Windows Neuinstallation?! @Knuffi.Enermax baut sehr edele Netzteile, ich behaupte mal einfach das, dass Netzteil nicht Schuld ist. Ein Kollege hat 4 Festplatten, 'ne GF4 Ti 4200, 4 Zusatzlüfter, Audigy.2 Brenner usw. und nur'n 350 Watt Enermax.und da schwächelt nix!!
.adele

Moin sojourner,
ich habe nicht behauptet, dass Enermax schlechte Netzteile baut. Es soll aber Motherboardhersteller geben, die machen sich wenig Gedanken, woher sie die Spannungen nehmen. Wenn alle an der 3,3V-Leitung saugen bekommen die auch ein Enermax in die Knie. Die Versorgungsspannung des Prozessors aus der 3,3V-Leitung erzeugen und die Spannungsversorgung für AGP aus der 5V oder besser aus der 12V-Leitung erzeugen, das ist ein überlegtes Design und gleichmäßige Lastverteilung. Kostet dann aber auch ein paar Cent mehr.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi

Der Unterschied von Grad zu Grad ist gleich. Nur bezieht sich 0°Kelvin auf den absoluten Nullpunkt und 0°Celsius auf den Gefrierpunkt von Wasser. 0°Celsius sind also 273°Kelvin. Nur das von den Amis benutzte °Farenheit (oder wie schreibt man das) passt da nicht rein. Dort sind die Unterschiede von Grad zu Grad nicht gleich Kelvin oder Celsius. Auch kann ich nicht sagen worauf sich 0°F bezieht.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi
- 0 +

Hallo!
Danke für den Tipp, aber ich habe das Problem auch, wenn ich nur die AGP-Karte drinnen habe, obwohl die Kombination ein halbes Jahr lang mit dem 1,6 GHz-Prozessor tadellos gelaufen ist.
Chrissy

Ist auch ganz klar. Nehmen wir mal an, Deine Grafikkarte macht 15W Verlustleistung (sollte ca. hinkommen). Bei AGP x4 macht das 15W : 1,5V Spannungsversorgung = 10A. Jetzt kommt der Proz. Was braucht der XP? Nehmen wir mal auch 1,5V an(läßt sich besser rechnen und soll ja nur zur Anschauung dienen). Der 2000+ als T-Bred heizt (Vollast) ca. 60W, der 1600+ "nur" 45W (angenommene Werte). Nach dem Ohmschen gesetzt nuckelt also der 2000+ (60W : 1,5V = 40A) 40A, der 1600+ (45W : 1,5V = 30A) "nur" 30A. Laß in der Wirklichkeit 5A mehr Stromverbrauch zusammenkommen. Das ist der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt.
Überprüfen kannst Du das mit einer Grafikarte, die weniger Strom zieht (z.B. eine alte PCI-Grafikarte). So wird die Spannungserzeugung auf dem Motherboard entlastet. Wie gesagt, Fingerprobe. Welche Schaltwandlertransistoren werden am heißesten. Die dann zusätzlich kühlen (wie auch immer).
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi

Muß mich korrigieren. Habe mit Athlon gerechnet, Du hast ja den P4. Laut CPU-Guide liegen die Proz. beide ungefähr bei der selben Verlustleistung. Der 1,6er aber mit 1,7V und der 2,4er bei 1,5V. Also nuckelt der 2,4er bei gleicher Verlustleistung (nehmen wir mal 45W an) ca. 5,5A mehr. Auch das kann der berühmte Tropfen sein.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi

thx! gut zu wissen!
-273grad c ist ja auch stillstand vonne atome, nöch? daher nullpunkt und 0 kelvin bzw 0celsius = 273 kelvin!
The ultimate LAN-Clan

Antworten Kralle
- 0 +

Danke für den Tipp!
Leuchtet mir jetzt alles ein, habe mich zum Mainboard-Tausch entschlossen, da es mit einer TNT2-Karte ja tadellos funktioniert, ich aber natürlich auf meine GF4 nicht verzichten möchte.
Werde euch berichten, ob es mit dem neuen Board funktioniert oder ob ich wieder dringend eure Hilfe brauche.
Danke!
Chrissy

Scheinst ja zuviel Geld zu haben. Probier doch erst mal zusätzliche Kühlung des Spannungswandlers aus. So ein Kühlkörper, der auf die Transistoren des Spannungswandlers sitzt hat einen Wärmeleitwert von maximal 10K/W, d.h. der Transistor wird pro Watt Verlustleistung um 10°C wärmer. Nehmen wir mal einen Prozessorkühlkörper. Der hat (geschätzt) einen Wärmeleitwert von 2K/W (sehr positive Schätzung). Erst durch den Einsatz des Lüfters wird der Wirkungsgrad vervierfacht (Wärmeleitwert um die 0,5K/W). Mit einem Minilüfter sollte die Kühlleistung mindestens verdoppelt werden. So ein Schalttransistor kann mit ordentlicher Kühlung mindestens 100W Verlustleistung ab. Mit dem auf dem Board vorhandenen Kühlkörper ist aber schon bei ca. 10 Watt Verlustleistung Schluß. Und das ist dann kurz vor der thermischen Zerstörung von Silizium.
Gruß,
Knuffi

Antworten Knuffi
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Hallo!
Habe jetzt das neue Mainboard (Shuttle AV49N) eingebaut und bisher läuft der Rechner schon einige Stunden problemlos.
Übrigens: Ich habe nicht zuviel Geld, das Mainboard ist mit 90 Euro auch relativ billig.
Danke für eure Tipps!
Chrissy

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