Tom's Hardware > Foren > Off Topic > Feedback an die Redaktion > Warum haben wir uns das angetan?
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……aber das muss ich doch auch wissen
Jaja, sie muss alles wissen. Alles, wirklich alles, auch wenn wir es ihr hundertmal erklären müssen, sie muss es wissen – und versteht doch nichts davon.
……das ist immer noch mein Haus
Sicher ist es dein Haus, und es bleibt auch dein Haus, wir wollen es doch gar nicht haben. Wir sorgen doch nur dafür, dass es in Ordnung bleibt. Niemand kann es dir wegnehmen, niemand will das. Einer muss aber dafür sorgen, dass es nicht verkommt.
……ich muss doch auch mal Geld haben, ich muss mir Geld holen
Du hast doch Geld. Auf deinem Konto ist genug drauf, wenn du mal was brauchst. Warum willst du dir Geld holen? Sag Bescheid, dann fährt jemand mit dir und wir holen zusammen was ab.
……und wenn ich mir mal was größeres kaufen will, dann brauch ich doch Geld
Natürlich, dann ist doch genug da. Aber was willst du dir denn größeres kaufen? Ach so, wenn du dir mal ne Bluse kaufen willst oder Blumen für den Friedhof. Aber dafür ist doch genug da!
……aber ich brauche doch Geld im Haus
Mama, wie oft soll ich dir das noch erklären. Jeden Abend die gleichen Fragen. Erinnere dich doch mal, was du mit dem Geld gemacht hast: Mülleimer, Rumpelkammer, zwischen der Wäsche, im Schuh usw. usw. Aber………….
Nix aber, wenn du was brauchst, sag uns Bescheid.
……warum habt ihr mir schon wieder den Schlüssel weggenommen
Wir haben ihn dir nicht weggenommen, wir waren doch gar nicht hier. Wohin hast du ihn denn jetzt wieder gelegt. ………suchen, suchen, suchen – und doch nicht mehr finden.
……mach das Licht aus und die Tür zu
Wieso, ich hab doch gar kein Licht angemacht. Nein, wer war es denn dann, der es angelassen hat im Keller, Bad Schlafzimmer, Küche. Wieso, ich doch nicht! Und außerdem ist das doch mein Haus. Da kann ich das Licht anlassen, soviel ich will!
……Überschwemmung
Wieso! Ich bin doch gar nicht im Badezimmer gewesen! Und wer hat gerade geduscht? Du musst das Wasser wieder abdrehen. Wieso, dass hab ich doch gemacht!
……eine Etage unter uns (Keller)
Ann….., Ann……. keiner da, wo bist du denn. Kellertreppe hoch: Ist keiner da, wo seit ihr denn, ja wo sind die denn alle. (Hab noch keine Zeit zum Antworten gehabt, so schnell kann sie sprechen.) Achsoo. Mach bitte die Tür zu und das Licht wieder aus. Welche Tür, ich hab kein Licht angemacht.
……sie war bei der Verwandtschaft
Da war so ne alte Frau, die hab ich nicht gekannt. Aber das war doch die und die, bei der warst du doch und hast dich mehrere Stunden mit ihr unterhalten. Nein, die war nicht da, die hab ich überhaupt nicht gesehen.
……zum Friedhof/Totensonntag in die Kirche
Seit einer Woche darüber gesprochen, dass wir alle – mit ihr – dorthin wollen.
Samstagabend: Der Pastor ruft an. Was ist denn mit der Frau los. Die ist bei eurer Nachbarin und ruft mich von dort aus an, ganz verzweifelt und aufgelöst. Niemand ging mit ihr zum Friedhof, keiner würde sie in die Kirche mitnehmen, sie wollte ins Heim……verdammt noch mal, diese Frau.
Sonntagmorgen: Um 9 Uhr schellt es – ich wollte eure Mutter abholen, damit sie in die Kirche kommt……………………………..Um halb zehn fahren wir gemeinsam in die Kirche, wie geplant und seit einer Woche bekannt.
Sonntagnachmittag: Eine Nachbarin am Telefon – War das denn so schlimm? Was? Der Geruch bei deinem Vater im Zimmer? Wieso? Ja konntest du nicht mehr zu ihm gehen, weil es so gestunken hat? Ich bin bis zum letzten Atemzug bei ihm gewesen, wie kommst du darauf? Ja deine Mutter hat gesagt, er hätte zuviel gestunken (vor seinem Tod), du wärest nicht mehr nach ihm gekommen……………….
……heute
Meine Frau kommt von der Arbeit und geht, wie immer, zuerst zu ihr: Verdammt noch mal, dein Mann hat mich heute morgen vielleicht zur Schnecke gemacht, der hat mich vielleicht angeschrieen. Das kann nicht sein, der hat heute morgen gearbeitet, dass redest du dir wieder ein. Nein, das ist doch wahr, frag deine Kinder, die waren dabei. Mama, die beiden waren nicht da, die sind beide zur Arbeit. Ist ja doch wahr……..
Wir sind platt, wir haben keine Nerven mehr und kaum noch Kraft. Es ist kaum noch möglich, über einen etwas längeren Zeitraum klare Gedanken zu fassen.
Und glaubt mir, das ist nur ein Auszug der Vorkommnisse.
Alzheimer ist eine der grausamsten Krankheiten, die ich kenne.
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[color=red]GESTERN ist Geschichte, MORGEN ein Geheimnis, HEUTE ein Segen.

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Geteiltes Leid ist nicht gleich halbes Leid.
Mein Großvater mütterlicherseits hatte vor kurzem zwei Schlaganfälle, seitdem zunehmende Alterdemenz.
Meine Großmutter väterlicherseits leidet unter Parkinson, ist medikamentenabhängig geworden weil sie seit Jahren die schlimmsten Medikamente in sich hereingeworfen hat, darunter auch Psychopharmaka. Auch sie leidet immer mehr unter einer altersbedingten Demenz.
Das ist zwar nicht so schlimm wie Alzheimer, aber ich kann glaube ich ein wenig nachvollziehen, wie sich deine Familie fühlen muss. Unsere Nerven werden auch jede Woche auf eine harte Zerreissprobe gestellt.
Dazu kann ich leider nur traurigerweise sagen: Was willst du machen? Sieh zu dass du bei bei all dem ein Mensch bleibst.
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Please sign here

Hol Dir mindestens Rat in einer Selbsthilfegruppe für Alzheimer-Angehörige.
Die Organisation einer 24h - Betreuung ist ohne externe Hilfe außerhalb einer Großfamilie physisch unmöglich. Es wäre sicher nicht im Sinne deiner Mutter gewesen - als sie noch geistig voll beisammen war - dass ihr euch in ihrer Betreuung aufreibt. Irgendwann ist nur noch der Aufenthalt in einem Pflegeheim sinnvoll, so bitter das für die Angehörigen ebenfalls ist.
P.S.
Ich habe gut reden. Ihr habt binnen kurzer Zeit jetzt den zweiten Abschied eines von euch geliebten Menschen zu verkraften, und das jeweils quälend langsam. Viel Kraft.

Antworten 6522

Oh ja.
Unser Großtantchen hat das auch. Aber die ist jetzt im Altersheim. In Senden. Die hat unsere Großtanten und Großonkel reichlich genervt, unser Großonkel hat sogar einen Herzinfarkt davongetragen.
Vorsicht, merano!
Hoffe für dich, dass für deine Schwiegermama auch ein Heimplatz frei wird.
Und wieder einmal: Höchste Hochachtung vor deiner Leistung.
Boh schon so spät. ich muss weg!

Antworten Fred Affe

Ohje, Merano! Ihr werdet zur Zeit aber geprüft. :|
.zumindest Tagespflege wäre eine Überlegung wert, als Schutz für Sie vor sich selbst. In der Zeit in der ihr arbeitet und nicht da seit kann sie dann wenigsten kaum was gefährliches anstellen (Strom, Gas, etc.).
Ich wünsch euch allen Kraft!
http://320093323630-0000.bei.t-online.de/Signatur7.gif

Antworten Waalkamaan

Ich denke auch, dass ihr in diesem Extremfall auf externe Hilfe zurückgreifen solltet.
Es bringt ihr nichts, wenn sie mit euch zusammen ist, denn sie vergisst es wieder. Oder noch schlimmer: sie redet sich solch Sachen ein, die garnicht stimmen.
Und ihr habt nur darunter zu leiden und endet irgendwann selbst im Wahnsinn.
Sowas hält keiner auf die Dauer aus, da müsst ihr euch helfen lassen. Wenigstens halbtags.
Nothing is over untill we decided it!

Antworten Uhlix

Echt krass !
Wenn mann bedenkt dass das jedem passieren kann.
Naja was soll ein 16 jähriger dazu sagen??
Schlieslich hab ich von solchen dingen keine Ahnung. Trotzdem hoffe ich dass du eine Lösung auf das Problem findest

Antworten Egidius

Noch ein Artikel mit etlichen Links zum Thema.
www.heise.de/tr/artikel/42185

Antworten 6522

Hy merano,
ich finde auch, das ihr euch profesionelle Hilfe holen solltet. Ich weiss auch, das es nicht unbedingt über eine Pflegeversicherung abgedeckt wird (kommt auf denjenigen an, der das prüft).
Aber bevor ihr komplett ausfallt -Deiner Mutter ist damit am aller wenigsten geholfen- braucht ihr wirklich professionelle Unterstützung.
Ich hoffe das Ihr einen Weg und Kraft findet, dies durchzustehen.

Antworten mieleman

Zunächst mal herzlichen Dank an alle.
@6522
Das ist ein interessanter Link.
Also, die Selbsthilfegruppe haben wir natürlich schon vor Monaten aufgesucht. Ergebnis dieser Gespräche ist vorrangig:
Die Person kann ja nicht dazu. Sie weis ja nicht, was sie tut. Nervenschonend ist es stets, nur freundliche Worte zu wählen, auch wenn es schwer fällt. Alle Wünsche sollten mit "ja, machen wir" beantwortet werden. In fünf Minuten hat der Mensch es eh vergessen.
So weit, so gut, aber so schlau waren wir auch schon. Die Gruppe hat uns nur geringfügig mehr Wissen gebracht.
Natürlich kommt der Zeitpunkt, wo wir es nicht mehr alleine bewältigen können, wo eine Teilpflege mit Fremdpersonal durchgeführt werden muss. Der Zeitpunkt ist aber heute noch zu früh.
Die Pflegekasse lehnt bisher ab, null Pflegegeld. Es ist eine grandiose Sauerei, dass diese Krankheit, die von den Pflegenden enormen Einsatz verlangt, nicht in dem erforderlichen Maße gewürdigt wird. Der Zeitaufwand ist minimal so hoch wie bei jemandem in Pflegestufe 2. Der Unterschied ist nur: Er muss nicht gefüttert, angekleidet usw. werden. Was aber zur Beaufsichtigung drauf geht, das interessiert nicht.
Gestern hatten wir Besuch von einem Facharzt, der diese Kranken stationär behandelt. Von uns aus hiess es dann, die Frau hat bestimmt noch 15 Jahre vor sich, da organisch gesund. Und dann kam der Schock: Gehen sie von 2 Jahren aus, maximal 5 Jahren. Sie wird bettlägerig werden, und dann kommen die Nebenkrankheiten, die ihr Leben kosten wird.
Als dieses Amtsgespräch beendet war, haben wir uns nur angeguckt: Jetzt erst recht. Wir haben eine Pflicht zu erfüllen, ganz freiwillig, und so lange, wie unsere Kraft dafür ausreicht. Und die ist jetzt wieder gewachsen.
Ganz klar, wir werden über kurz oder lang wieder eine solche Phase durchmachen, in der wir uns diese Frage stellen: Warum haben wir uns das nur angetan. Es sind aber nur 2-5 Jahre, und das schaffen wir, ganz bestimmt.
Ganz klar ist aber auch, dass sich in meinem Hirn eine Veränderung ergibt: Die Prioritäten sind anders gesetzt, und die Anspannung ist so groß, dass ich langatmige Themen aussparen muss. Dafür - fehlt schon jetzt die Kraft.
Euch allen nochmal herzlichen Dank. Eure Worte haben mich wiedermal ein Stückchen weiter gebracht. Das brauche ich in solchen Situationen.
Ich brauche
zwei Wochen allein mit meiner Frau auf einer einsamen Hütte
:)
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[color=red]GESTERN ist Geschichte, MORGEN ein Geheimnis, HEUTE ein Segen.

Antworten merano10

Hy merano,
bestimmt werdet ihr das schaffen.. ;-)
Dafür meine volle Hochachtung!!
Diese Leistung zu erbringen, in der Pflege erkrankter Menschen, ist ein unheimlicher Kraftakt. Zumal wenn sich zu der Erkrankung noch Siechtum hinzufügt, was dies immer wieder fast aussichtslos erscheinen lässt.
Ich war fast 16 Jahre mit meiner EX zusammen, davon 10 Jahre verh.. Ich habe in dieser Zeit alles an Krankheiten mitbekommen was man sich nur vorstellen kann.
Ihr Beruf ist Krankenschwester, und ich kenne sie seit Ihrem ersten Praktikum in der Mainzer Uni-Klinik.
Aus diesem Grund kann ich dies ein wenig nachvollziehen.

Antworten mieleman

Nur ein kleiner Nachsatz:
Natürlich rede ich hier von meinen Problemen und Nöten, von Situationen, auf die einen das Leben nicht vorbereitet. Das sind Dinge, die normalerweise in den eigenen vier Wänden bleiben.
Ich spreche aber ganz bewusst darüber. Unter Euch gibt es sicherlich einige, die über dreißig, über 40 Jahre alt sind. Wenn Ihr dann in eine ähnliche Situation kommt - der Herrgott möge Euch davor bewahren - dann habt Ihr schonmal von den Erfahrungen eines Betroffenen gelesen.
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[color=red]GESTERN ist Geschichte, MORGEN ein Geheimnis, HEUTE ein Segen.

Antworten merano10

Wie lange reicht die Kraft noch?
Ich weis es nicht, ich befürchte, nicht mehr lange.
Wie oft sind wir jetzt schon die Straßen und Häuser abgefahren und gegangen? Was hat sie an? Heute waren es Schlappen, keine Jacke oder Mantel. Nur noch eine Viertelstunde, dann hätte ich die Polizei um Hilfe gebeten.
Wir haben sie gefunden.
Telefonkabel zerschnitten, Rolladengurt zerschnitten, Schrank zerstört usw. usw. Hat sie alles nicht gemacht. Aber ne Schublade in der Hand, um den Rolladen abzustützen.
Und die ständigen Aggressivitäten, dieses verfluchte Giften. Da können wir mit Engelszungen reden, nichts, wir wollen ihr was. Den ganzen Tag nur Wut und Hass von ihr. Ihr habt mir nichts zu sagen, das ist mein Haus.
Überschwemmung, Fullday alle Lampen an, zerstörte Gardinen, Heizungsgebläse immer auf volle Pulle und Fenster auf - mir ist kalt.
Was soll ich jetzt machen? Ich weis es nicht. Tür abschließen und Schlüssel weg? Dann geht sie durchs Fenster. Fenster auch abschließen, dann ist es Freiheitsberaubung.
Wir haben inzwischen die Betreuung für sie, die Bedeutung ist ihr natürlich nicht klar. Wir dürfen alles machen, was zu ihrem Wohle ist. Es ist schon in Ordnung, wenn wir abwägen und für eines entscheiden. So sagt die Richterin.
Wieviele Stunden pro Tag gehen an Betreuung drauf? Ich kann es nicht zählen. Da es aber in erster Linie eine psychische Belastung sowie Suche und Reparaturen ist, lehnt die Pflegeversicherung jegliche Leistung ab.
Wisst Ihr was, wir sind kurz vor dem Ende. Meine Frau macht 140 Stunden Geld verdienen im Monat - das Haus der Schwiegermutter muss ja erhalten werden. Das sind sechs Arbeitstage in der Woche.
Wenn ich Euch einen Rat geben darf: Tut Euch dass nie an. Verzichtet auf Geld und Gut, es wird Euch eh genommen. Ihr bleibt aber euer eigener Herr, Eure Psyche und Kraft bleiben erhalten, Ihr braucht keine Verantwortung zu tragen und die Ehe - das wohl Wichtigste - bleibt kerngesund.
Und jetzt möchten wir bedauert werden.
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[color=red]GESTERN der GLAUBE, HEUTE die ERNÜCHTERUNG, MORGEN kommt ANGST.

Antworten merano10

Hallo Merano,
liest sich sehr deprimierend und bestimmt nicht jede Ehe hält so einer Belastung stand. Ich wünsche euch trotzdem viel Kraft das alles durchzustehen und in deinem/euren Sinne, dass es nicht mehr ewig dauert. Wenn jemand nicht mehr Herr seiner Sinne ist, wo ist da das Leben noch lebenswert frage ich mich ?
frdl. Grüsse,
speed
"928forever"

Antworten need4speed

Oh ja. wohlbekannt, leider alles sehr wahr. Großtante Mechthild wohnte bei Verwandten (bei ihrer Tochter), und hatte Demenzerkrankung. Nur noch angegiftet hat sie alle, und ins Altersheim wollte sie nicht. Mittlerweile ist sie doch da, und es scheint ihr ziemlich gut getrieben. Unser lieber Großonkel musste sogar einen Herzinfarkt erleiden, damit diese Entscheidung fiel - Tu Du dir das nicht auch an. Bemüht euch um einen schönen Heimplatz, auch wenn teuer, er ist es wert.
Boh schon so spät. ich muss weg!

Antworten Fred Affe

Hey merano!
. schwer getan - leicht gesagt.
Aber ich glaube - es ist an der Zeit - einen Profi dranzulassen. Wir haben alle nur einLeben, dund eures ist nich weniger wert als Ihrs - und Anteilsscheine auf ein würdiges Altern kann man so auch nicht erwerben.
solong maldini

Antworten maldini

Tja, jetzt ist es so weit. Das war meine Überraschung nach meiner Rückkehr vom Treffen.
Die dritte Phase der Krankheit hat vor einiger Zeit begonnen. Es ist leichter geworden - und doch viel anstrengender.
Es gibt keine Diskussionen mehr - aber auch kaum noch eine Frage. Wenn SM wach wird, zieht sie sich an (Drei Hosen, zwei Blusen, unterschiedliche Strümpfe, aber keine Unterwäsche) und kommt zu uns hoch. Es klopft bei mir: Wo ist Ann.(meine Frau, ihre Tochter). Ich erkläre es, sie begreift es nicht.
Ich - bin ein unbekannter Mensch und werde mit sie angesprochen. Genauso ergeht es meinen Kindern. Seit einigen Tagen fragt sie auch meine Frau: Wo ist Ann. Ja ich bin doch hier, ich bin deine Tochter. Weist du, was deine Tochter bedeutet? Nein. Wann kommt Ann.Ich sitze doch hier. .
Ihr Schlafzimmer - unbekannt. Ein Bett - unbekannt. Darin schläft man - unbekannt. Das Bad/WC - unbekannt. Waschbecken und WC - unbekannt. Am Samstag lagen die ersten Kürtel im Waschbecken, gestern und heute ebenfalls. Im Waschbecken, wie schafft sie das?
Also sind jetzt Pampers angesagt sowie die stündliche Aufforderung, zur Toilette zu gehen.
Und wie sieht es mit dem Essen aus? Klar, Hunger hat sie immer, auch mitten in der Nacht, oder direkt nach dem Essen. Nicht das sie zu wenig bekommt, nein nein. Das Sättigungsgefühl ist nicht mehr da. Sie kann sich auch nicht mehr erinnern, dass sie vor fünf Minuten vom Tisch aufgestanden ist. Mundgerecht ist selbstverständlich.
Und wie sieht es mit der Körperpflege aus? Bestens, sie muss gewaschen werden, auch beim Duschen - was eigentlich nicht geht - muss geholfen werden.
Und die Notdurft? S.o.
Wir haben also jetzt eine 100 % Betreuung, aber immer noch Pflegestufe eins. Ein Pflegedienst ist jetzt angesagt.
merano10

Antworten merano10

Oh man,
ich trau mich schon gar nicht mehr so recht, auf dieses Thema von Dir zu antworten.
Weil ich irgendwie nicht die richtigen Worte finde, um Dir und dem Rest Deiner Familie mein Beileid auszusprechen.
Das ist echt eine verdammt harte Zeit für Euch. Und ich weis wirklich nicht, wie ich Euch bei diesem Problem mit Deiner Schwiegermutter, behilflich sein kann.
Einfach so einen Ratschlag hier loslassen möcht ich aber auch nicht, da ich persönlich noch nicht in einer solchen Situation gewesen bin.
Mir bleibt eigentlich nur, Euch viel Glück zu wünschen, und ich hoffe das Ihr diese schwere Zeit gemeinsam durchsteht.

Antworten Flyer

Musst Du doch garnicht, und auch sonst niemand :-)) Ich glaube bald, dass es nur für mich ist, so um den Kopf zu entkrampfen.
Wer immer nur die Vorderseite der Medaille sieht, bekommt einen Schock, wenn er eines Tages auf dem Rand steht und erstmalig die Rückseite betrachten muss.
merano10

Antworten merano10

Hy merano,
erstmal schön das Du gut heimgekommen bist. Zu dem Thema mit Deiner SM kann ich nichts mehr hinzufügen.. auch mir fehlen die Worte hier einen sinnvollen Satz zu äussern, oder euch Mut zu machen.
Ihr benötigt dringlichst professionelle Unterstützung, ohne die werdet ihr selbst nicht alt werden.
Weiteres werde ich Dir heute abend schreiben, wir können dann auch mal telefonieren.
Gruß an den Rest der Familie und Kopf hoch..

Antworten mieleman

Mein tiefstes Beileid.
Möge Gott euch Kraft schenken das durchzustehen.
Mehr kann ich nicht dazu sagen.

Antworten pcpanik

Ihr seit lL - liebe Lümmel
Ich habe das gleiche Problem wie Ihr: Was Gescheites soll ich jetzt darauf antworten?
Lasst mich in diesem Thread meinen Kopf freischreiben, das tut mir gut. Mal so ab und an ein kleiner Monolog. Und Ihr, Ihr kümmert Euch überhaupt nicht um mich.
Hier bin ich Luft für Euch, auch das hilft mir.
Eines in Euren Gedanken verstehe ich aber nicht: Nun glaubt doch bittschön nicht, das die jetzige Situation schon weltbewegend ist. Noch ist die Sache harmlos. Die wirkliche Aufgabe, in der wir echt gefordert werden, die kommt erst noch!
macht gut
merano10

Antworten merano10

Zitat :


Und Ihr, Ihr kümmert Euch überhaupt nicht um mich.
Hier bin ich Luft für Euch, auch das hilft mir.


Jetzt hörste dich aber an wie Tuffy.
:) :)

Antworten Saty

Ach was Saty,
hier in diesem Thread, nur in diesem, bin ich Luft für Euch.
Andernorts bin ich stets der Himalaya - der hat bekanntlich in seinen Höhen ne ziemlich dünne Luft.
hihihi

Antworten merano10

Hy merano mein Lieber.. ;-)
nein weltbewegend sind diese Dinge schon. Mit einer Handbewegung ist dies schon lange nicht mehr zu bewältigen.
Die Anspannung in Deinem Gesicht habe ich gesehen. Du bist nicht mehr frei, kannst so gut wie keine eigenen Wünsche mehr wahrnehmen, betrifft den Rest Deiner Familie ebenso.
Eine solche Last treibt einem den Spass, Humor und Witz aus den Augen. Aber genau das möchte ich nicht bei erleben.. ;-)
Ich freue mich riesig auf das kommende Treffen, denn da werde ich mehr Zeit einplanen, wir können dies ja gen Norden verschieben, was Dir mehr Zeit einräumt.

Antworten mieleman

Wie wärs mit dem Sauerland? :-) Hm? Hmm?? Hmmm?

Antworten pcpanik

Jetzt wirds aber etwas zu privat fürs OT. meint ihr nicht?

Antworten Saty

jep.. hier ist Schluss.. ;-)

Antworten mieleman
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Zu:

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