Hallo, mich nerven schon seit langer Zeit die überhöhten Kosten für Tintenpatronen. Möchte gerne selbst nachfüllen. Wer kann einen Tipp geben, bei welchem Drucker es einfach und sicher in Farbe und S-W klappt? Bin dankbar für Erfahrungsberichte und Tipps. Gruß HM
Das Nachfüllen wird zunehmend komplizierter und man muss angesichts der immer feiner werdenden Druckkopf-Düsen inzwischen peinlich sauber arbeiten. Z.B. EPSON-Drucker reagieren auf Nachfülltinten zunehmend allergischer. Was angesichts der vielen angeblich für HP+EPSON+Canon usw. passenden Nachfüllsets nicht weiter verwundert. Am besten sind noch die Patronen von diversen Canon-Drucker nachfüllbar, aber oft kommen Nachfüll-Sets aus obskuren Quellen oder werden völlig überteuert angeboten, z.B. indem als normale Nachfüllmenge die Hälfte des Original-Patronen-Inhaltes angegeben wird. Mein i560 z.B. druckt mit kompatiblen Patronen von JetTec preiswerter als mit manchen handelsüblichen Nachfüllsets. Ungefähre Kosten für das kompatible Verbrauchsmaterial (Papier DIN A4 +Tinte) derzeit: 1,4ct für doppelseitigen Textdruck auf Normalpapier im Entwurfsmodus. 1,4ct für einseitigen Textdruck im Normalmodus. 32ct für Fotodruck auf Hochglanzpapier mit 200g/m². Der Textdruck im Entwurfsmodus ist bei Canon i560/i865 derzeit überdurchschnittlich gut. Der Entwurfsmodus sorgt für sparsameren Tintenauftrag, was gut zu doppelseitigem Druck auf Normalpapier passt. Das reicht im Regelfall für Rundschreiben, Handbücher und Skripte aus. Im Normalmodus färben Bilder usw. schon mal gerne bis auf die Blatt-Rückseite durch. Da auch Warentest für Tintenpatronen von Geha, JetTec, KMP, Pelikan, Pearl sein o.k. gegeben hat, halte ich das Risiko, dass Canon die gesetzliche 24monatige Gewährleistung verweigert, für vertretbar gering. Wer weniger als 200 Blatt Normalpapier im Monat bedruckt, spart sich das Nachfüllen besser und nimmt z.B. einen EPSON C84 mit Original-Verbrauchsmaterialien oder einen noch kleineren Drucker. Wer eine bessere Fotoqualität will, sollte weitgehend die Hände von kompatiblen Verbrauchsmaterialien lassen.
Wenn ich mir so den Ersatztintenmarkt anschaue, sind die Markenersatzpatronen (Geha etc.) auch nicht so viel billiger als Originalpatronen. Vom Nachfüllen mit Spritze und so halte ich nicht viel. Kann eine Sauerei werden. Meiner Meinung nach ist ein Canon Drucker immer noch am günstigsten, ein Single Ink Drucker vorausgesetzt.
3,30 bzw. 3,10¤ für die JetTec-Patronen für i560/i865 und diverse andere Canon-Drucker bei Reichelt liegen über dem Daumen bei einem Drittel des Preises von Originalpatronen. Geha erzielt Spitzenpreise bei den kompatiblen Patronen. Die zur Canon BCI-3eBK kompatible Patrone ist beim Textdruck/Schwarz sogar besser als das Original. Geha geht das Geschäft mit kompatiblen Verbrauchsmaterialien sehr professionell an, d.h. bietet Tintenpatronen, Fotopapier und passende Farbprofile an. Was man bei den kompatiblen Tinten möglichst vermeiden sollte, ist der Markenwechsel. Die guten Hersteller von kompatiblen Herstellern prüfen maximal die Verträglichkeit ihrer Tinte mit dem Original. Der Wechsel von einer kompatiblen Tinte zur nächsten sollte - wenn überhaupt - nur über eine zwischengeschobene Originalpatrone erfolgen. Ansonsten kommt es gelegentlich zu Verklumpungen und in der Folge zu Verstopfungen des Druckkopfes. Wir sind uns einig, dass derzeit der Betrieb von Canon Single-Ink-Druckern vergleichsweise günstig ist, aber speziell bei Textdruck/schwarz/Normalqualität und Verwendung von Originalpatronen hält z.B. Epson leidlich mit. So fällt das Amortisieren der höheren Canon-Druckerpreise nicht ganz leicht. Die c't hat die Kosten von Gerät zuzüglich Verbrauchsmaterial im Heft 26/03 für diverse Drucker mit Original-Verbrauchsmaterialien durchgerechnet. Der derzeit verbrauchsgünstigste und kleinste Canon Single-Ink-Drucker (i560) amortisiert sich nicht so schnell z.B. gegenüber einem C84 von Epson. Je nach Druckaufkommen kann sogar ein Drucker mit Zweipatronen-System preiswerter sein. P.S.: Ein K.O-Kriterium für den C84 könnte sein, dass die Durabrite-Tinten keinen Hochglanzdruck auf Fotopapier ermöglichen. Dafür ist der Druck auf Normalpapier brillianter und wischfester als beim i560.
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