Hallo zusammen! IST: In einer Arztpraxis werden jeden Tag die Daten auf Streamer-Bändern gesichert. Es gibt 5 Bänder (1 für jeden Wochentag), die jährlich komplett gewechselt werden. Das Datenvolumen beträgt > 3 GB und steigt weiter. Um Abends weitere Daten einzugeben, wird das jeweilige Band am Heim-PC wieder eingelesen, um dann erneut gesichert und morgens in der Praxis wieder eingelesen zu werden. Das ganze ist, wie man sich vorstellen kann, ziemlich aufwändig und nicht gerade schnell. Aber ein Datenverlust war noch nie zu beklagen. Der Software-Anbieter kann mir leider nur diese Lösung anbieten. Laufwerke, die nie länger als die Garantie halten und Bänder sind nicht gerade billig. SOLL: Nun suche ich nach einer besseren, schnelleren Lösung, die trotzdem die gleiche Sicherheit meiner Daten gewährleistet. USB-Festplatten scheinen immer mehr verbreitet zu sein. Meine Idee sind 2-3 Festplatten, die im Wechsel zum Einsatz kommen. Sie sollen klein, leicht und in der Praxis und zu Hause unkompliziert zu handhaben sein. ABER: Ein Datenverlust scheint bei diesen Platten nicht immer ausgeschlossen, wie ich gelesen habe. Nun bin ich etwas ratlos. Auch nach dem Studieren des aktuellem Artikels hier bin ich nicht wirklich schlauer. MEINE FRAGE: Bei welchem Hardware-Hersteller bin ich auf der sicheren Seite, welcher gleichzeitig die o.g. Anforderungen erfüllt. Vielen Dank schon jetzt, Gorgus
Hi, jup, Festplattensicherung ist bei weitem nicht so sicher wie bei Streamerbänder, aber eine ausreichende Sicherung kann gewährleistet werden. Es passiert selten, das mal eine Festplatte den Geist aufgibt. Klein und handlich.da fallen mir spontan die 2.5"-USB Gehäuse für die Notebookfestplatten ein, der ganze Spaß ist zwar etwas teurer, aber gemessen an den Daten, die zu sichern sind, lohnenswert. Als Plattenhersteller kann ich aus eigener Erfahrung jeden empfehlen, ob Maxtor, Seagate, Samsung.alles das gleiche. Gehäuse kostet um die 40€, Platten sind wesentlich teurer als die 3.5-Zoller (30GB um die 80€). Wenn's etwas billiger sein soll, dann nehme ein 3.5"-USB-Gehäuse, hier kannst du die "normalen" Platten einsetzen. Gehäuse ca. 30€, Platte (80GB) ca. 50-60€. Die Sicherung an sich sollte eigentlich "sicher" sein, so wie ich's verstanden habe werden ja tägliche Backups gemacht, da kann ja nix schiefgehen, es werden ja auch mehrere Platten eingesetzt. Vom zeitlichen Aufwand her macht man auf jeden Fall gut. Grüße aus der KBV, Olle may the force be with us. RespectP2P
Hi, noch eine Frage und ein paar Anmerkungen dazu : wenn bisher auf Streamerband gesichert wurde : handelt es sich um ein SCSI-System ? 2,5 Zoll (Notebook-) Festplatten : kleinund handlich und wie bereits gesagt wurde, um einiges teurer als ihre 3.5 Zoll Kollegen. 3,5 Zoll Festplatten SCSI-Festplatten sind um einiges zuverlässiger, aber auch teurer als ihre ATA-Kollegen. Kann an einen bestehenden SCSI-Controller i.d.R. auch extern problemlos eingebunden werden. Firewire ist als externe Lösung deutlich schneller als mit USB2.0 - Schnittstelle. Im Handling wäre Firewire od. USB der SCSI-Schnittstelle immer vorzuziehen. Im ATA-Bereich gibt es noch die RAPTOR-Serie von Western-Digital. Eine sehr schnelle (10000 u/min) Platte mit wesentlich haltbarerem u. zuverlässigerem Aufbau als normale IDE/ATA-Platten, aber auch einiges teuerer. Zuverlässigkeit ist vergleichbar mit SCSI-Platten, auch in der Geschwindigkeit. empfehlenswerte Hersteller : SCSI : Maxtor, Fujitsu, Seagate IDE/ATA : Maxtor, Western-Digital, Seagate, Samsung um die Produkte d. Fa. Excelstore würde ich einen grossen Bogen machen, Hitachi/IBM hatte in der Vergangenheit auch schon viele Probleme bereitet. Von der Fa. IOMEGA gibt es ein kostengünstiges Wechselfestplattensystem namens "REV" mit 90 GB Medien und kleinen Laufwerken, bis zu 8x schneller als DDS-4 Bandstreamer. Geräte sind mit allen Schnittstellen erhältlich : USB2.0, Firewire, Atapi und SCSI. Über die Zuverlässigkeit dieses neuen Systems kann ich allerdings keine Angaben machen. In der Vergangenheit hatte ich mit den JAZ-Laufwerken der Fa. IOMEGA nur äusserst schlechte Erfahrungen gemacht, ich kaufe von denen nix mehr. Gruss, speeed "928forever"
Und ob da was schief gehen kann. Eine Backup ohne [URL=http://www.thgweb.de/lexikon/Generationenprinzip>Generationenprinzip[/url] mit einer Handvoll Kassetten, die obendrein zum Hin- und Hertragen zwischen zwei PCs genutzt werden, reicht im Ernstfall u.U. nur 3 Tage zurück, was bei aus welchen Gründen auch immer schleichender Datenkorruption (Viren, aber auch manche Hardware-Fehler) zu wenig sein kann. Es könnte sich bei den Preisen für vernünftige Streamer sogar fast schon rechnen, von zu Hause aus z.B. via [URL=http://www.thgweb.de/lexikon/Vpn>VPN[/url] am Praxisnetz zu arbeiten und die Sicherungsbänder zwar auszulagern, aber nicht mehr zum Datenherumtragen zu nutzen. Ich vermute mal, dass das auch jetzt nicht jeden Tag geschieht, aber die Bänder müssen so an einem Tag bis zu zwei komplette Backup- und Restore-Vorgänge aushalten, obendrein anscheinend mit dem kompletten Datenbestand. Wer nur sichert, kommt - je nach Organisation der Daten - unter der Woche mit vergleichsweise kleinen inkrementellen Backups aus. Leider ist die Anbindung des Heim-PCs an das Praxisnetz bestimmt nicht für jede Praxissoftware praktikabel, aber wenn, kann man schon dadurch jede Menge Zeit sparen. Bei guter Datenkompression der Backup-Software in der Praxis käme man u.U. sogar mit den vergleichsweise recht preiswerten DVD-RAM als Sicherheitsmedium hin. Wenn möglich, in Cartridge. Immerhin passen da gut 4GB drauf, komprimiert je nach Daten teils deutlich mehr. DVD-RAM ist derzeit nicht das schnellste Medium. 3x-DVD-RAM schaffen mit Read-after-Write ein gutes MB pro Sekunde, wodurch so etwas nur als Sicherungsmedium in der Praxis praktikabel ist, d.h. Backup anstoßen, Backup-Cartridge vom Vortag aus dem Praxis-Tresor nehmen, einpacken, nach Hause fahren, dort in den Tresor legen und am Heim-PC im Praxisnetz nach Ende der Datensicherung weiterarbeiten. Manche Ärzte sind - da auch für sie das Geld eher selten auf den Bäumen wächst - mit Investitionen in die EDV sehr zurückhaltend. Dementsprechend ist dann teilweise auch das Leistungsvermögen der mit der Praxissoftware beauftragten Systemhäuser (die bisherige Schilderung ist kein Ruhmesblatt für das betreuende Systemhaus). Am Rande: Der schönste Clou ist inzwischen, dass Medikamentenhersteller kräftig die Praxissoftware subventionieren. Mit dem Erfolg, dass die Bedienung dann am schnellsten geht, wenn die Medikamente dieses Herstellers genommen werden. Vermutlich würde es sich für die Krankenkassen und damit die Versicherten kräftig rechnen, wenn sie diese Dinge den Ärzten völlig umsonst zur Verfügung stellen und kontinuierlich pflegen würden.
Vermutlich würde es sich für die Krankenkassen und damit die Versicherten kräftig rechnen, wenn sie diese Dinge den Ärzten völlig umsonst zur Verfügung stellen und kontinuierlich pflegen würden.
Wäre zu schön um wahr zu sein, die Idee gab es schon mal (von Seiten der KBV), gäbe aber nur Stress mit den PVS-Herstellern, weil die dann ihren Mist nicht mehr absetzen können. may the force be with us. RespectP2P
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