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moin moin
Ist schon was dran, bei den Konzernen sollte man beschäftigt sein. Da wird weniger gearbeitet für mehr Geld.
Mein Großer arbeitet als Azubi bei dem größten ortsansässigen Arbeitgeber mit über 500 Mitarbeitern. Die haben jetzt einen neuen Haustarif auf IG-Metall-Basis ausgehandelt:
40 Std.-Woche statt 37,5
Weihnachtsgeld Null statt 50 %
Urlaubsgeld Null statt max. 50 %
15 % Mehrarbeitszuschlag bis zur 4. Stunde
25 % Mehrarbeitszuschlag ab der 5. Stunde.
Im Gegenzug bis 2009 keine betriebsbedingten Kündigungen.
Hat doch was, oder?
merano10

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Wenn genug Arbeit da ist für 40 Stunden ist das ja noch annehmbar.
Wenn auch der Wegfall von Weihnachts- und Urlaubsgeld (Urlaubsgeld halt ich eh für Schwachsinn, aber Weihnachtsgeld wär schon ok) schmerzt.
Genau nach dem selben Muster macht es anscheinend ganz Deutschland immo.
Bei uns(KFZ Handwerk) siehts ganz ähnlich aus:
Arbeitgeber stellen keine Verhandlungspartner mehr oder treten ganz aus dem Tarif aus.
Weihnachts- und Urlaubsgeld gestrichen und 150Std. UNBEZAHLTE Mehrarbeit für die nächsten 2 Jahre (entspricht also ca. einer 38Std.-Woche statt 36h wie bisher). Im Gegenzug keine Kündigungen bis Ende 2006.
Wahrscheinlich folgt ein Haustarif, aber da gibts noch keine genauen Informationen oder Pläne.
Das Problem ist meiner Meinung nach die Mehrarbeit, weil oftmals nicht genug Arbeit für 38 Wochenstunden da ist. D.h. die Angestellten müssen unproduktiv rumsitzen und drücken somit den Leistungslohn deutlich nach unten.
Im Endeffekt verbringt man also mehr Zeit auf Arbeit für weniger Geld und das find ich ne Schweinerei!
Wenn genug Arbeit da wäre würd ich auch 40Std. arbeiten, ohne Diskussion. Aber so ist's S******e.
Nothing is over untill we decided it!

Antworten Uhlix

was ich nicht verstehe,warum sollen die menschen die arbeit haben noch mehr arbeiten für das gleiche geld und gleichzeitig haben mehr als 5 mio keinen job und würden gerne arbeiten. ganz nebenbei steigen die unternehmensgewinne immer weiter und immer weniger menschen haben etwas davon.

Antworten T250_man

Ich hatte noch nie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Ich hatte schon immer die 40h Woche.
Wozu aufregen? So siehts eben in der IT aus. Normalzustand.
Deutschland leidet auf hohem Niveau.

Antworten Saty

Die läppische 1.000.000.000,00 €.
http://forumv2.tomshardware.fr/images/smiles/icon_rolleyes.gif
Schlingel
If a man speaks deep in the forest and there is no woman there to hear him; is he still wrong?

Antworten Schlingel

Hey T250,
da sprichst Du mir etwas zu allgemein:)
Das von mir oben angeführte Beispiel hat folgenden Hintergrund:
Die Lohnkosten bei 37,5 Stunden sind zu hoch, das Unternehmen ist nicht mehr voll wettbewerbsfähig. Deshalb Erhöhung der Arbeitsstunden ohne Lohnausgleich = niedrigere Lohnkosten = wieder wettbewerbsfähig.
Hinzu kommt noch der Wegfall von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie geringere Überstundenzuschläge.
Die Vertreter der IG-Metall haben die Notwendigkeit eingesehen und zugestimmt. Ohne diesen Beschluss wären Teile der Produktion gen Osten ausgelagert und Entlassungen notwendig geworden.
Es herrscht seit Monaten Einstellungsstop. Keinem Arbeitslosen hätte eine Einstellung etwas gebracht, vielen würden für 1 Neuen 10 Alte entlassen und es ging trotzdem gen Osten.
Was die Unternehmensgewinne betrifft, kannst Du den Mittelstand nicht mit den Konzernen vergleichen. Der deutsche Mittelstand hat fürchterlich zu knacken.
merano10

Antworten merano10

Die Lohnkosten bei 37,5 Stunden sind zu hoch, das Unternehmen ist nicht mehr voll wettbewerbsfähig. Deshalb Erhöhung der Arbeitsstunden ohne Lohnausgleich = niedrigere Lohnkosten = wieder wettbewerbsfähig.
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zu allgemein,da der anteil der personalkosten nicht in allen bereichen kostenbestimmend ist,sondern nur einen geringen anteil an den gesamtkosten hat.
Die Vertreter der IG-Metall haben die Notwendigkeit eingesehen und zugestimmt.
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sarkasmus? da bei der aktuellen arbeitslosenquote für ´zickige arbeitnehmer´schnell ersatz gefunden werden kann,ist der die verhandlungsposition für die gewerkschaft natürlich denkbar schlecht.
Was die Unternehmensgewinne betrifft, kannst Du den Mittelstand nicht mit den Konzernen vergleichen. Der deutsche Mittelstand hat fürchterlich zu knacken.
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aber die konzerne sind es doch die damit angefangen haben,die löhne zu drücken und die arbeitszeit zu verlängern. wenn nix mehr rauszupressen ist, gehts ab nach osteuropa oder china,dann hats auch nix gebracht die letzen 2 jahre davor unbezahlte überstunden zu leisten und auf xmas/urlaubsgeld zu verzichten.im mittelstand und bei kleinen unternehmen magst du recht haben,aber wenn es dort nicht gut läuft,sind die mitarbeiter sicher auch gerne bereit für einige zeit abstriche in kauf zu nehmen.

Antworten T250_man

Zitat :


zu allgemein,da der anteil der personalkosten nicht in allen bereichen kostenbestimmend ist,sondern nur einen geringenanteil an den gesamtkosten hat.



Das ist deinerseits zu allgemein. Ganz klar, dass der prozentuale Anteil der Lohnkosten immer artikelabhängig ist. Wenn Material- und Maschinenkosten sowie Produktionsnebenkosten ausgereizt sind, was bleibt dann noch? Dann bleiben nur noch Lohn-, Verwaltungs- und Standortkosten.

Zitat :


sarkasmus? da bei der aktuellen arbeitslosenquote für ´zickige arbeitnehmer´schnell ersatz gefunden werden kann,ist der die verhandlungsposition für die gewerkschaft natürlich denkbar schlecht.


Nein, kein Sarkasmus. Das ist die Aussage des Bezirksbevollmächtigten der IG-Metall, der arbeitnehmerseitig die Verhandlungen geführt hat. Es ist kein Konzern, sondern ein höchst sozialer Familienbetrieb, der noch nie einem Arbeitnehmer (nicht mal einem) gekündigt hat. Vielmehr werden immer wieder soziale Härtefälle eingestellt (z.B. Behinderte).

Zitat :


aber die konzerne sind es doch die damit angefangen haben,die löhne zu drücken und die arbeitszeit zu verlängern. wenn nix mehr rauszupressen ist, gehts ab nach osteuropa oder china,dann hats auch nix gebracht die letzen 2 jahre davor unbezahlte überstunden zu leisten und auf xmas/urlaubsgeld zu verzichten.im mittelstand und bei kleinen unternehmen magst du recht haben,aber wenn es dort nicht gut läuft,sind die mitarbeiter sicher auch gerne bereit für einige zeit abstriche in kauf zu nehmen.


Da werde ich auch widersprechen müssen. Auch die heimischen Betriebe, ob klein oder mittel, haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, Zweigbetriebe im Ostblock oder Portugal/Irland aufzumachen oder Produktionszweige dorthin auszulagern. Das ist aber relativ stillschweigend über die Bühne gegangen, an der Öffentlichckeit vorbei. So richtig bemerkt haben es nur die Betroffenen bzw. die Öffentlichkeit erst, als die Konzerne vor Ort Schließungen vornahmen. Die Kleinbetriebe haben schon lange die Arbeitszeiten von 35 auf 37,5 Stunden erhöht, um Kosten zu sparen. China ist natürlich auch ein Punkt. Was mir an Deinen Einwenden aber gar nicht gefällt, ist der Ausdruck "rauspressen". Daraus leite ich Dein evtl. Denken "Arbeitgeber stinkreich und Arbeitnehmer Kirchenmaus" ab. Es ist doch kein Rauspressen, wenn wieder 7,5 bzw. 8 Stunden am Tag gearbeitet werden, wenn dadurch die Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Ich habe noch übersehen, dass es eine zusätzliche Vereinbarung gibt: Sollte der Firmengewinn über 2 % (in Worten: zwei) liegen, wird entsprechend des Mehrwertes UG und WG gezahlt. Das bedeutet also, dass die Bilanz offengelegt wird.
Nur so nebenbei und völlig wertfrei: Ich bin von Haus aus Lohn- und Finanzbuchhalter, kenne mich auch mit Kalkulationen aus und war 30 Jahre selbständig. Dann wurde die DDR gekauft, der Ostblock machte die Grenzen auf und wir konnten unseren Lohnbetrieb schließen.
merano10

Antworten merano10

wir könnten hier noch lange diskutieren und würden nie einer meinung sein,dafür sind unsere standpunkte zu verschieden. nur frage ich dich,wie lange soll das spiel so weiter gehen? bis wir hier osteuropäisches oder chinesisches lohnniveau haben? bei deutschen preisen versteht sich.

Antworten T250_man

Hy merano,

Zitat :


Da werde ich auch widersprechen müssen. Auch die heimischen Betriebe, ob klein oder mittel, haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, Zweigbetriebe im Ostblock oder Portugal/Irland aufzumachen oder Produktionszweige dorthin auszulagern. Das ist aber relativ stillschweigend über die Bühne gegangen, an der Öffentlichckeit vorbei. So richtig bemerkt haben es nur die Betroffenen bzw. die Öffentlichkeit erst, als die Konzerne vor Ort Schließungen vornahmen. Die Kleinbetriebe haben schon lange die Arbeitszeiten von 35 auf 37,5 Stunden erhöht, um Kosten zu sparen. China ist natürlich auch ein Punkt. Was mir an Deinen Einwenden aber gar nicht gefällt, ist der Ausdruck "rauspressen". Daraus leite ich Dein evtl. Denken "Arbeitgeber stinkreich und Arbeitnehmer Kirchenmaus" ab. Es ist doch kein Rauspressen, wenn wieder 7,5 bzw. 8 Stunden am Tag gearbeitet werden, wenn dadurch die Arbeitsplätze erhalten bleiben.


Du schreibst in einem Satz von heimischen Betrieben und Konzernen.. haben wir denn überhaupt noch einen Konzern, der ausser VW rein Deutsch ist?
Die Bestimmungen in diesen Unternehmen/Konzernen werden doch schon seit langem vom Ausland aus geführt.
Und ich kenne leider kein Mittelständisches Unternehmen, welches auch nur die Möglichkeit hat, eine Zweigstelle im Ausland anzulegen.
Es ist kein Problem eine 40 Stunden Woche als Angestellter oder Arbeiter zu haben, damit ein Unternehmen dadurch wirtschaftlicher arbeiten kann. Aber wie schaut es denn aus, wenn ein Mitarbeiter auf Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld schon verzichtet, dies dann auch noch bei seinem Lohn hinnehmen muss, der Vorstand aber sich dann eine entsprechende Millionenschwere Abfindung beschert..?

Antworten mieleman

Ich verstehe wirklich nicht, was ihr immer auf Euren Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld beharrt.
Bei dem dicken Konzern, wo ich grade (nicht festangestellt) bin, sinds 13.7 Jahresgehälter plus Gewinnbeteiligung. Das ist doch nicht die Normalität. wie kann man sowas voraussetzen?
Wenn das auf 13.0 runtergeschraubt werden sollte, ist hier die Hölle los. Da wird dann wieder 4 Wochen gestreikt.
O-Ton: "Was sollen wir denn noch alles hinnehmen? Wir haben dieses Jahr schon auf eine Gehaltserhöhung verzichtet."
*kopfschüttel*
In anderen Ländern kann man von solchen Verhältnissen nur träumen.

Antworten Saty

wenn DU jahrelang diese 13.7 gehälter bekommen hättest,würdest du doch mitschreien oder?

Antworten T250_man

Nicht wenn ich dadurch mein Job sichern könnte.
Und Du? :)

Antworten Saty

ich bin zum glück nicht in der situation um meinen job fürchten zu müssen,auch weihnachts/urlaubsgeld und die jährliche gratifikation sind (noch?) nicht in gefahr.
ich bin mir aber sicher,daß ich mich schwarzärgern würde,wenn meine gewerkschaft solch einen mist zur vermeintlichen job sicherung aushandeln würde. das würde sich zumindest bei mir unmittelbar auf die motivation auswirken.

Antworten T250_man

Wenn wir auch 13,7 Jahresgehälter UND Weihnachts- und Urlaubsgeld würden sich zwar auch alle aufregen wenn Weihnachts-/und Urlaubsgeld wegfallen, aber es blieben 13,7 Jahregehälter übrig.
Wir bekommen aber nichtmal 12 von euren Jahresgehältern!
Da tut's ohne Sonderzahlungen schon ordentlich weh am Jahresende. Ich konnte das erste Mal in meinem (noch relativ kurzen) Leben keine Weihnachtsgeschenke kaufen.
Klingt vielleicht blöd und viele sagen, dass man Weihnachten nicht wegen der Geschenke feiert, aber erzähl das mal den Kleinen die eigentlich darauf warten.
Ich will nicht sagen, dass wir am Hungertuch nagen. Dann würd ich jetzt nicht hier schreiben.
Aber die Ausgangssituation ist eine andere und was derzeit zum Teil abläuft ist seeehr nah an der Grenze zur Ausbeutung von Arbeitskraft, weil sie nicht mehr angemessen entlohnt wird.
EDIT:
T250 hat gerade was angesprochen was ich vergessen hatte: die MOTIVATION
Die sinkt immer immer weiter und ist nicht aufzuhalten.
Am Anfang (vor ca 2 Jahren) dachte ich noch, dass es mir nichts ausmacht wenn ich mal weniger Geld haben würde. Die Arbeit macht Spaß und da ist ein bisschen weniger Geld nicht so schlimm.
Doch ich bin zunehmend anderer Meinung. Wenn es nur das Weihnachts-/Urlaubsgeld wäre, würde sich kaum jemand beschweren.
Nein, das ist nicht der Hauptgrund der zunehmenden Demotivierung.
Schlimmer sind die vielen gebrochenen Versprechen und die endlosen nicht eingehaltenen Zusagen. Stääändig wird von fehlendem Kapital und zu geringem Umsatz geredet, aber niemand setzt vorgelegte Verbesserungen durch. Es werden keine (nützlichen) Konzepte erstellt. Z.B. machen fast alle machen Überstunden ohne Ende. Es gabt im Jahr 2004 Arbeiter mit über 700 (siebenhundert) Überstunden auf dem Zeitkonto. Die wurden zum Jahreswechsel einfach gelöscht! Keine Vergütung, kein Bezahlen, kein Zeitausgleich.
Dadurch fehlt es massiv an Vertrauen zu den Arbeitgebern/der Geschäftsführung und wenn dann noch hinzukommt, dass man für seine geleistete Arbeit weniger Geld bekommt und länger Arbeiten muss, läuft an diesem Punkt das Fass über.
Nothing is over untill we decided it!

Antworten Uhlix

@mieleman
Konzerne, ich denk an die im Dax vertretenen Unternehmen und ähnliches Kaliber. Da geht es nur nach Shareholder Value. Im hiesigen Raum haben so ziemlich alle mittelständischen Unternehmen Zweigwerke im Ostblock bzw. in China und Fernost.
Entschuldigt bitte, aber es ist doch nicht normal, was in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten gelaufen ist. 30 Tage Urlaub, 10 Feiertage (?), 60 % UG + 60 bis 100 % WG. Hinzu kommt eine quasi Unkündbarkeit. Eigentlich hätte sich jeder denken können, dass irgendwann die Retourkutsche kommen muss. Schließlich ist Deutschland keine selbstversorgende abgekapselte Insel.
Meine ganz persönliche Meinung:
40 Stunden-Woche
25 Urlaubstage
5 Feiertage
max. 25 % UG
max. 25 % WG
Gewinnbeteiligung ab 3 % nach Steuern
knallharte staatliche Kontrolle der Energieversorger
keine Entsorgung älterer Mitarbeiter auf Kosten der Allgemeinheit
Vollzeitkrippen/Kindergärten, damit beide Elternteile arbeiten können, falls das möglich ist
Liege ich da falsch?
merano10

Antworten merano10

Hy merano,
nein falsch liegst Du mit Deiner Ansicht bestimmt nicht.. aber sie trifft halt nur den Teil Deutschlands den Du kennst..
Aber gehe in den Osten Deutschlands, oder ein wenig weiter südwestlich.. hier findet man kaum oder gar keine Unternehmen die auch nur in der Lagfe wären, ein weiteres Standbein ausserhalb Deutschlands auzubauen.
Sie werden gnadenlso geschlossen, wenn Konkurrenz aus dem Ausland deren Tätigkeitsfeld übernimmt.
Ausserdem schröpft unsere Regierung mit immer neuen Belastungen das Geld derer, welche sowieso in Angst um ihre Arbeitsplätze fast alles über sich ergehen lassen..
In meinen Augen werden Bevölkerungsschichten in den Zustand der Knechtschaft/Leibeigenschaft gedrängt, aus der wir noch gar nicht so lange draussen sind.
Wenn ein Unternehmen mit staatlicher Hilfe, es sind eh ja deren Lobbyisten dort, die Arbeitskraft dahingehend erpressen kann, dann möchte ich nicht mehr in Deutschland sein.
Nein nicht das jemand denkt ich sehe dies alles mit Augen der Gewerkschafter, nein ich selbst bin der Meinung, das unser System nicht mehr lebensfähig ist.. eigentlich nie war.
Keiner der Politiker, die damals den Generationenvertrag aufsetzten, konnte oder wollte an die Zukunft denken, wenn einmal mehr Menschen in Rente kommen könnten, als die welche dafür zahlen müssen.
Keiner konnte oder wollte es wahrhaben, das ein einziges Einkommen eine 6 oder mehrköpfige Familie Krankenversichern könnte, mit nur einer läppischen Rezeptgebühr.
Wir alle haben dies auszubaden. Aber ans sparen und zahlen dürfen, das überlässt man denen, die im Prinzip dafür kein Geld mehr haben..
Auch ich muss mir jeden Arztbesuch genau überlegen, kann ich mir die dafür anfallenden Kosten diesen Moonat überhaupt leisten.
Von den Konzernen, deren Einfluss sich mittlerweile erheblich in der Politik festgesetzt hat, und von deren Handlangern im Bundestag, immer mehr ausgenommen. Keiner regt sich darüber auf.. Derzeit wird dies alles ja noch geschluckt.. Man kann uns ja mit Naturkatastrophen und anderen Weltweiten Ereignissen so schön von der heimischen Problematik ablenken..
Wann wird der Moment kommen, in dem hier eine eigentliche Revolution stattfindet, in der unser Bevölkerung die ausbleiibenden Reformen endlich bekommt. Bei der unsere Politiker endlich für Geldverschwendung haftbar gemacht werden können.
Warten wir noch ein wenig.. ;-)

Antworten mieleman

Hallo mieleman + alle anderen Diskussionsteilnehmer,
das ist ein so sehr umfassendes Diskussionsfeld, dass ich inzwischen der Meinung bin: Es hat irgendwie jeder Recht. Deshalb möchte ich die Diskussion nicht weiter fortsetzen.
Ich würde mir wünschen, dass die Arbeitswilligen in unserem Lande zu fairen Konditionen eine Beschäftigung finden und die Politik endlich Maßnahmen findet, die positiv für diesen Weg sind.
Beides kann ich mir nicht vorstellen.
Glück auf
merano10

Antworten merano10

Hy merano,
ich stimme Dir da nur allzu gerne zu.. ;-))
Glück auf

Antworten mieleman

? Es ist doch so, dass das Weihnachts bzw. Urlaubsgeld in das normale Gehalt seitens der Arbeitgeber einkalkuliert ist.
Mir wäre es sogar lieber, ich würde nur 12 höhere Gehälter bekommen, als 12 niedigere und einmal leicht erhöht, was nur das Finanzamt erfreut.
Es ist zum Kotzen. Gewinne werden im Ausland investiert, die Kosten werden in Deutschland steuermindernd angerechnet, z.B. bei Opel:
Die Entwicklungskosten werden nur in Deutschland angerechnet, klar dass da in England mehr Gewinne eingefahren werden.
Schweinerei ist, das Opel (und andere) massig Millionen Subventionen kassiert haben und jetzt Stellen abbauen.
Wenn ich was zu sagen hätte, müssten die Subvebtionen auf Heller und Pfennig zurückgezahlt werden.
Und überhaupt: Den ganzen Murks, den die "Manager" veranstallet haben, müssen die Arbeitnehmer ausbaden. Wieso werden bei Karstadt nicht die Manager gefeuert?
Nutzt aber auch nix, die kommen schnell wieder. Beispiel: Pischetsrieder: Millarden bei BMW versemmelt (Rover-Debakel), jetzt VW-Chef (noch höheres Gehalt)
Deutschalnd ist eine Bananenrepublik. Unfähige Politiker, dumme Manager, (alle korrupt) aber geprügelt wird der Angestellte/Arbeiter.

Antworten Captain Kirk

Gewinne erreichen Rekordstand
Die Gewinne von Unternehmen und Vermögensbesitzern in Deutschland haben einen neuen Rekordstand erreicht. Ihr
Anteil am gesamten Volkseinkommen stieg im dritten Quartal auf 30,5 Prozent. Das ist die höchste Quote seit 1971. Die
Lohnquote fiel entsprechend auf ihren niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren. In den vergangenen Wochen hatten die
30 im Dax zusammengefassten großen deutschen Konzerne für die ersten drei Quartale bereits kräftige Gewinnzuwächse
von bis zu 217 Prozent gemeldet. Politiker und Gewerkschaften forderten als Reaktion eine Wende bei der Lohnpolitik und
eine höhere Besteuerung von Vermögen.
Nach Angaben der Bundesbank fiel das gesamte Volkseinkommen im dritten Quartal 2004 um 0,5 Prozent. Auch
bestätigten die Experten erste Schätzungen, wonach die Wirtschaft nur noch um 0,1 Prozent zugelegt hat. Den größten
Anteil am Einkommensrückgang hatten dabei die Arbeitnehmer, die in der Summe brutto 0,6 Prozent weniger verdienten
als im Frühjahr. Die Einnahmen aus Gewinnen und Vermögen erreichten dagegen saisonbereinigt 123,6 Mrd. Euro. Das
sind knapp 25 Prozent mehr als Ende 2000.
Auseinanderdriften zwischen Gewinnen und Löhnen extrem
Bankenökonomen werteten die deutlichen Gewinnzuwächse überwiegend als positives Zeichen. "Zu Beginn eines
Aufschwungs steigen die Gewinne immer sehr stark, erst danach folgen die Löhne", sagte Ralph Solveen, Volkswirt bei der
Commerzbank. Wie die Bundesbank meldete, investierten die Unternehmen im dritten Quartal 4,1 Prozent mehr in
Ausrüstungen als im Frühjahr. Das war der stärkste Zuwachs seit vier Jahren. Dazu habe die Gewinnentwicklung
beigetragen, sagte Thomas Hueck, Ökonom von der HypoVereinsbank.
Allerdings sei das Auseinanderdriften zwischen Gewinnen und Löhnen diesmal extrem, so Solveen. Nach Abzug der
gestiegenen Abgaben erhielten die Beschäftigten im Sommer netto 0,9 Prozent weniger als im Frühjahr. Das war der
stärkste Rückgang seit der Rezession von 1991. Entsprechend skeptisch beurteilten die Experten die Aussichten dafür,
dass die Deutschen wieder mehr Geld für den Konsum ausgeben. Laut Bundesbank stagnierte der private Verbrauch im
Sommer 2004, nachdem er im Frühjahr sogar gesunken war. "Der Konsum ist schwach, weil die Einkommen schwach
sind", sagte Commerzbank-Ökonom Solveen.
Forderungen nach Lohnzurückhaltung kritisch hinterfragen
Der Wirtschaftspolitiker Rainer Wend forderte deshalb: "Man muss die gebetsmühlenartig wiederholten Forderungen nach
Lohnzurückhaltung kritisch hinterfragen. Da sind jetzt die Tarifparteien gefragt".
Quelle: Financial Times Deutschland

Antworten T250_man
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